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Ober-Rosbach gewinnt gegen Steinfurth

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Trifft der Liga-Leader auf den Tabellen-Vorletzten und genießt dabei auch noch Heimrecht, erübrigt sich im Grunde genommen jegliche Diskussion darüber, wem die Favoritenrolle gebührt. Für das Duell des mit acht Seriensiegen ausgestatteten Gruppenliga-Spitzenreiters FC Ober-Rosbach gegen den gerade mal über acht Zähler verfügenden SV Steinfurth ergab sich gestern Nachmittag auf dem Sportfeld Eisenkrain somit nur eine Frage: Kann die Mannschaft von Ober-Rosbachs Trainer Michael Anicic jene Vorschusslorbeeren, die man ihr vorab zweifellos zugestehen musste, gegen den abstiegsgefährdeten Wetterau-Rivalen dem entsprechend rüber bringen und einen überzeugenden Sieg landen? Die Antwort: So richtig zu überzeugen vermochte die Anicic-Elf zwar nicht, aber gegen die defensiv eingestellten Rosendörfler reichte das aus, um einen ungefährdeten 2:0 (1:0)-Sieg zu landen.

Ungefährdet deshalb, weil die Steinfurther Gäste in 90 Minuten über zaghafte und in allen Fällen ungefährliche Offensiv-Versuche nicht hinaus kamen. Ihre praktisch einzige echte Torchance datierte aus der 65. Minute, wurde allerdings von Ober-Rosbachs Innenverteidiger Ibrahim Sunday, der vor dem eigenen Strafraum Harakiri spielte, eingeleitet und war nicht von Erfolg gekrönt: SVS-Stürmer Halil Yilmaz versuchte, FCO-Keeper Mike Wroblewski mit einem Lupfer zu überlisten, was gründlich misslang.

Ansonsten herrschte größtenteils Einbahnverkehr in Richtung Steinfurther Strafraum. Dort führte Gäste-Libero André Micelotta freilich mit Umsicht Regie, dirigierte seine Mitspieler stets exakt dorthin, wo Gefahr drohte. Die Folge: Ober-Rosbach probierte es über links (Watahiki), über rechts (Teca-Fejio) und durch die Mitte (Witte), fand jedoch nur selten Lücken.

Nur gut für den Spitzenreiter, dass gleich die erste gescheite Aktion die schnelle Führung brachte: Mohamed Muftawu spielte aus dem zentralen Mittelfeld steil auf die rechte Seite, wo Ivanilson Teca-Fejio lauerte, einen kurzen Haken schlug und per sehenswerten Schlenzer ins lange Eck Steinfurths Torwart Daniel Laboy keine Abwehrchance ließ. Man schrieb die zweite Minute, und rund 120 Zuschauer waren sich sicher: Weitere FCO-Goals werden alsbald folgen.

Doch daraus wurde nichts. Ober-Rosbach bestimmte Tempo und Rhythmus, aber SVS-Keeper Laboy blieb nahezu beschäftigungslos, weil Marc Witte nach Muftawus Rechtsflanke einen Schritt zu spät kam (33.), und kurz vor der Pause Ober-Rosbachs zur Freistoßausführung abkommandierter Torwart Mike Wroblewski aus 18 Metern Laboys Kasten knapp verfehlte.

Halbzeit zwei verlief durchgehend so, wie die erste endete. Die Platzherren übten den Vorwärtsgang, fanden allerdings kein probates Mittel, die recht stabil wirkende Steinfurther Abwehr entscheidend auszuhebeln. Nachdem auch Markus Finks Distanzschuss (74.

) und Alexander Zimmermanns abgefälschter Freistoß (80.) nicht das eigentlich längst überfällige 2:0 erbrachten, musste ein umstrittener Foulelfmeter herhalten, um die Ober-Rosbacher Trefferausbeute glatt zu verdoppeln. Referee Patrick Berg deutete nämlich nach Dominic Herberts Einsatz gegen den durchgebrochenen Hiromu Watahiki auf den Elfmeter-Punkt, Velimir Velemir blieb cool und verwandelte fünf Minuten vor dem Abpfiff zum 2:0.

Fazit: Ober-Rosbachs Coach Michael Anicic durfte zufrieden sein, weil unterm Strich drei fest eingeplante Punkte standen, und das Steinfurther Trainer-Duo André Micelotta/Maximilian Esposito brauchte das Sportfeld Eisenkrain auch nicht mit hängenden Köpfen zu verlassen: Sie und ihre Teamkollegen hatten sich gegen den Gruppenliga-Spitzenreiter besser aus der Affäre gezogen, als es von vorneherein erwartet worden war.

FC Ober-Rosbach: Wroblewski - Oetuen, Fink, Sunday, Velemir - Kabbouz, Muftawu - Watahiki, Watanabe, Teca-Fejio (77. Zimmermann) - Witte.

SV Steinfurth: Laboy - André Micelotta - Herbert, Mario Micelotta - Knoke (35. Blockus), Altuncicek, Esposito, Riedmeier, Reichardt - Yilmaz (80. Hadifa), Blagojevic.

Tore: 1:0 (2.) Teca-Fejio, 2:0 (86.) Foulelfmeter Velemir.

Schiedsrichter: Patrick Berg (SG Bad Soden). - Zuschauer: 120. Uwe Born

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