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Sebastian Schaller (l.) und sein SV Ober-Mörlen wollen sich in Zeiten der Coronavirus-Krise solidarisch zeigen.

Coronavirus-Krise

Solidarität in Zeiten der Coronavirus-Krise: Was zu besorgen? Der SV Ober-Mörlen erledigt es!

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Immer mehr Sportvereine zeigen sich in der Coronavirus-Krise solidarisch - so auch der SV Ober-Mörlen. Dessen Angebot geht aber über einen Einkaufsservice weit hinaus.

Die angespannte Situation aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland sorgt nicht nur für Hamsterkäufe und Abstandhalten, sondern auch für Aktionen der Solidarität. Seit Sonntagabend bieten auch die Fußballer des SV Ober-Mörlen einen Einkaufsservice für Betroffene an.

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Die Seniorenfußballabteilung geht mit ihrem Angebot, das über die sozialen Medien sowie die vereinseigene Homepage verbreitet wurde, aber noch einen Schritt weiter und bietet Dienstleistungen wie Botengänge zur Post, in die Apotheke oder das Abholen eines Rezeptes beim Arzt an, um in Quarantäne befindliche oder Erkrankte zu entlasten und Risikogruppen vor einer Ansteckung zu schützen.

"Wir haben uns in gemeinsamen Telefonaten entschlossen, ebenfalls etwas Sinnvolles anzubieten, gleichzeitig aber gefragt, was neben dem Einkauf noch erledigt werden muss"; erklärt Spielausschussmitglied Sebastian Schaller die Intention. Gemeinsam mit dem Spielertrainer des B-Ligisten, Nils Arne Wielpütz, fungiert er als Ansprechpartner. 16 Spieler sowie ein Mitglied der Altherrenmannschaft hätten sich bereits bereit erklärt, in und um Ober-Mörlen diverse Erledigungen zu tätigen. "Ich denke, damit kann man schon etwas abfangen", sagt Schaller, der das Angebot auch in die Liste der Nachbarschaftshilfe der Arbeiterwohlfahrt hat eintragen lassen.

Coronavirus-Krise trifft SV Ober-Mörlen gleich doppelt

"Wir haben kein fertiges Konzept, das für alle passt. Aber wir werden mit der Sache wachsen und lernen - und alles dafür tun, dass es für die Betroffenen passt", sagt Schaller, der betont, dass sich alle Beteiligten natürlich an sämtliche empfohlenen Hygienemaßnahmen der Behörden halten werden.

Unabhängig davon ist die Pandemie für den SVOM gleich doppelt bitter, denn neben dem Spielbetrieb ruhen auch die Vorbereitungen und Veranstaltungen anlässlich des 100-jährigen Vereinsbestehens. Die Auftaktveranstaltung ist bereits abgesagt. "Es ist schwer, etwas abzuschätzen. Wir müssen einfach abwarten", sagt Schaller, der selbst im Gremium zur Ausrichtung der Veranstaltungen sitzt. In Bezug auf die Aussetzung des Fußball-Spielbetriebs sagt er: "Wir müssen es einfach nehmen, wie es kommt." Das Team hat als Dritter der Kreisliga B Friedberg, Gruppe 1, und aufgrund einiger Nachholspiele noch gute Chancen auf den Aufstieg. 

Wer Hilfe bei Einkäufen oder Erledigungen benötigt, kann sich an sv1920ober-moerlen@web.de oder an Sebastian Schaller (Tel. 01 76/51 97 19 49) bzw. Nils Wielpütz (01 76/32 94 58 29) wenden.

Auch Handball-Landesliga-Meister TV Petterweil und Football-Klub Wetterau Bulls helfen bereits Betroffenen, Alten und Angehörigen der Risikogruppe mit einem Einkaufsservice.

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