Nur zwei Absteiger in der Regionalliga

  • Sven Nordmann
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(sno). Jubel beim FC Gießen: Der Fußball-Viertligist kann mit einer weiteren Saison in der Regionalliga planen. Am Donnerstagabend traf die erfreuliche Kunde in Form einer E-Mail der Regionalliga Südwest GbR ein, die verkündete: Es wird keine Aufsteiger aus den Oberligen geben. Das hat zur Folge, dass nur zwei Teams aus der Südwest-Staffel absteigen sollen - die sportliche Rettung für Gießen!

Am Samstag unterlagen die Lahnstädter zwar dem Spitzenreiter SC Freiburg II mit 1:2 (1:2) und rutschten auf den 17. Platz ab. Der Abstieg ist bei zwei Absteigern allerdings nur noch theoretisch möglich. Die Tore für die Gäste erzielten Boukhalfa (15.) und Schade (21.), für Gießen traf Michael Fink (36.).

Die Gesellschafterversammlung und die Spielkommission der Regionalliga GbR hatten nach »umfassender interner und externer Rechtsprüfung« die Beschlüsse gefasst, die den FC nun sicher planen lassen. Als Grundlage, heißt es in der E-Mail, diene nach erster »interner Prüfung auch ein externes Rechtsgutachten«.

Bayern Alzenau und Eintracht Stadtallendorf sind die beiden abgeschlagenen Teams am Ende des Rankings, sie würden in die Hessenliga absteigen. Für den FC Gießen werden die restlichen sieben Partien zum Schaulaufen. Schon am Dienstag könnte man den Ligaerhalt mit einem Sieg in Alzenau auch rein rechnerisch in trockene Tücher wickeln.

Nach der Argumentation der Regionalliga Südwest gelte als Voraussetzung für die sportliche Qualifikation als Aufsteiger, dass »die betreffenden Vereine und/oder Kapitalgesellschaften in den nachgeordneten Oberligen (Oberliga Baden-Württemberg, Hessenliga und Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) in der Saison 2020/21 mindestens 50 Prozent der im jeweiligen Spielmodus vorgesehenen Spiele absolviert haben«.

In der Mitteilung heißt es weiter: »Soweit die sportliche Qualifikation bei den betreffenden Vereinen und/oder Kapitalgesellschaften der nachgeordneten Oberligen in der Spielzeit 2020/21 nach Maßgabe der 50 Prozent nicht gegeben ist, so reduziert sich der Abstieg aus der Regionalliga Südwest 2020/21 entsprechend auf zwei Vereine.«

Die Hessenliga wurde nach Durchführung von elf bzw. zwölf von insgesamt 38 Spieltagen vorzeitig durch Abbruch beendet. Eine ausreichende sportliche Leistung für den Aufstieg in die Regionalliga konnte aus Sicht der GbR also nicht erbracht werden.

»Natürlich haben wir das positiv aufgenommen«, sagte Gießens Trainer Daniyel Cimen. »Wenn du 42 Spiele durchknüppeln musst und andere mit elf, zwölf Spielen aufgestiegen wären, wäre das nicht sportlich gewesen. Dass nun einige Oberligisten klagen wollen, war auch klar.«

Fernab von allen Abstiegssorgen spielten am Wochenende noch der FSV Frankfurt und die Offenbacher Kickers. Die Frankfurter unterlagen zu Hause dem VfR Aalen mit 0:2 (0:1). Die Treffer für die Gäste markierten Abruscia (27./Foulelfmeter) und Volz (89.).

Der OFC gewann indes das Hessenderby in Kassel mit 4:0 (3:0). Mathias Fetsch (5.), Sebastian Zieleniecki (32.), Tunay Deniz (41.) und Denis Huseinbasic (67.) trugen sich in die Torschützenliste ein.

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