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EC ist die Nummer 1

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(mw) Ein Doppelschlag binnen 40 Sekunden hat dem EC Bad Nauheim den Weg zum prestigeträchtigen Derbysieg gegen die Löwen Frankfurt in der Eishockey-Oberliga geebnet.

Die Entscheidung fiel dabei im ersten Drittel, als in der elften Minute Lanny Gare und Tobias Schwab die Gastgeber mit 3:1 in Führung brachten. 53 Sekunden vor Schluss besorgte Schwab ins bereits verwaiste Tor der Löwen den 4:1 (3:1, 0:0, 1:0)-Endstand. Ausschlaggebend für die Roten Teufel waren das konsequente Powerplay im ersten Drittel sowie eine starke defensive Leistung gegen insgesamt zu harmlose Löwen. »Die Nummer 1 im Land sind wir«, sangen die RT-Anhänger nach der nur im ersten Drittel auf hohem Unterhaltungswert befindlichen Partie.

Die Roten Teufel erwischten einen perfekten Start. Bereits nach 21 Sekunden musste Jan Barta auf die Löwen-Strafbank, und nur 44 Sekunden später nutzte Janne Kujala die erste Überzahlsituation zum 1:0. Die Gastgeber blieben weiter am Drücker, blieben stets auf dem Gaspedal und ließen Frankfurt kaum zur Entfaltung kommen. Der kleinliche Schiedsrichter sorgte aber für viel Betrieb auf der Strafbank, so dass auch die Löwen zum Powerplay kamen. Nach sieben Minuten nutzte Kevin Thau eine dieser Situationen zum Ausgleich, Fairbarn hatte von der blauen Linie den Puck vor das Tor gebracht. Bad Nauheim war davon nicht geschockt und schlug binnen einer halben Minute im Powerplay zurück.

Kevin Lavallee (war zuvor noch nach einem Solo gescheitert/7.) schnappte sich den Puck im eigenen Drittel, umfuhr das Gehäuse von Markus Keller und beendete seinen Sololauf erst mit einem tollen Querpass vor dem anderen Kasten – Lanny Gare bedankte sich und markierte das 2:1. Wenig später hatte Gare Platz, als Sevo an der Mittellinie ausrutschte. Er bediente Schwab mustergültig – 3:1. Der EC blieb am Drücker – die vielen Spielanteile waren aber auch begünstigt von einigen fragwürdigen Löwen-Strafzeiten (fünf ohne die Strafen nach einem Faustkampf). In deren doppelter Unterzahl traf Schwab den Pfosten (17.).

Im zweiten Drittel nahm die Geschwindigkeit auf beiden Seiten ab. Bad Nauheim kontrollierte das Geschehen und ließ im Fünf-gegen-Fünf keine gefährlichen Situationen vor dem eigenen Kasten zu. Die Löwen taten sich weiterhin schwer, die gut stehende Verteidigung der Gastgeber in die Bredouille zu bringen. Unterdessen verpassten es die Roten Teufel die Entscheidung. Vor dem Tor von Wendler fehlten Gare und Co. die Präzision und die Entschlossenheit, um den Puck über die Linie zu bringen. Beide Teams nutzten unterdessen jeweils eine fast zweiminütige doppelte Überzahl nicht.

Im letzten Abschnitt rannten die Frankfurter zwar an, doch die ganz großen Gelegenheiten blieben aus. Und wenn es doch mal brenzlig wurde, war EC-Schlussmann Markus Keller auf dem Posten. Auf der anderen Seite traf Tobias Schwab gegen den sich im Laufe der Partie steigernden Wendler den Pfosten (47.), ehe er in der Schlussminute das leere Tor anvisierte – 4:1.

Rote Teufel Bad Nauheim: Keller – Mangold, Baum, Ketter, Kohl, Pöpel, Franz – Schwab, Gare, Weibler, Maaßen, Lavallee, Kujala, Wex, Baldys, Striepeke.

Löwen Frankfurt: Wendler – Wagner, Sevo, Fairbarn, Kasten, Schenkel – Althenn, Breiter, Barta, Schwarzer, Barg, Seyller, Thau, Knihs, Hensel.

Tore: 1:0 (2.) Kujala (Gare, Schwab 5-4), 1:1 (7.) Thau (Fairbarn, Schwarzer – 5-4), 2:1 (11.) Gare (Schwab, Lavallee 5-4), 3:1 (11.) Schwab (Mangold, Gare), 4:1 (60.) Schwab (Gare, Lavallee – 5-6). – Strafminuten: 14 plus 10 Baum plus 10 Weibler, Frankfurt 22 plus 10 Seyller. – Zu.: 4500 (ausverkauft).

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