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Mit dem Bad Nauheimer Jake Hirst (FSV Frankfurt) und dem Rosbacher Maik Vetter (r., Kickers Offenbach) duellieren sich am Samstag beim 0:0 in Bornheim auch zwei Wetterauer. IMAGO

Nullnummer im Derby

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(cd/cso). Das »kleine« Mainderby am Bornheimer Hang näherte sich am Samstag so langsam der finalen Phase, als Kickers Offenbachs Trainer Sreto Ristic Kontakt zu Defensiv-Routinier Lucas Albrecht aufnahm. »Ich habe ihn nach circa 70 Minuten gefragt, ob es noch geht«, berichtete der OFC-Coach nach dem Duell in der Fußball-Regionalliga Südwest beim FSV Frankfurt (0:

0). »Er sagte: Game over.« Bis die Partie für Albrecht zu Ende war, verging aber noch eine Weile. Erst in der 87. Minute nahm Ristic den 30-Jährigen vom Platz - und brachte dafür Mathias Fetsch (32), der eigentlich nur für den Fall der Fälle auf der Bank gesessen hatte.

Volle 90 Minuten schuftete dagegen der Rosbacher Maik Vetter, der seit Mitte April fünf Spiele verletzt hatte pausieren müssen und somit noch nicht wieder bei 100 Prozent ist. »Maik hat zum zweiten Mal in Folge über 90 Minuten gespielt. Er macht das, ohne zu klagen«, so Ristic. Ebenfalls von Beginn an stand der Bad Nauheimer FSV-Akteur Jake Hirst auf dem Feld. Größere Einschussgelegenheiten ergaben sich für ihn aber nicht. Hirst musste nach 64 Minuten für Arif Güclü Platz machen. Eine Gemeinsamkeit hatten die beiden Wetterauer Regionalliga-Spieler am Samstagnachmittag dann doch noch. Beide sahen vom Schiedsrichter die Gelbe Karte.

Den Kickers konnte man im Kampf »um Prestige und Ehre« (Fetsch) das Engagement nicht absprechen. Es mangelte jedoch an Kraft und somit auch an Konzentration. Zumal der OFC abermals quasi mit dem letzten Aufgebot antrat. Nach dem kurzfristigen Ausfall von Luka Garic (Bänderriss) standen lediglich noch zwei Akteure für den offenen Platz im 18-Mann-Kader parat, die diese Saison beide erst einmal zum Einsatz gekommen waren. Dass die Wahl auf Leonidas Tiliudis (20) und nicht auf Maurice Pluntke (27) fiel, war auch der U23-Regel geschuldet.

OFC geht personell auf dem Zahnfleisch

Der Ausfall von Garic hatte zudem zur Folge, dass Ronny Marcos, der zuletzt zwei Partien pausiert hatte, zwangsläufig wieder von Anfang an hinten links auflaufen musste. Auch Tunay Denis (Knöchel) und Florent Bojaj (Oberschenkel), beide wie Marcos erst Ende vergangener Woche ins Training zurückgekehrt, standen in der Startelf.

Die angespannte Personalsituation hatte zur Folge, dass der Trainer wieder mal umstellen musste. Unter anderem beorderte er Bojaj, der normalerweise als hängende Spitze beziehungsweise Zehner agiert, ganz nach vorne. Zwar saßen drei Stürmer auf der Bank, aber alle mit Handicap. Fetsch sollte geschont werden, Abu Bakarr Kargbo ist laut Ristic nach seinem auskurierten Kreuzbandriss maximal fit für 25 Minuten und der nach etwas mehr als einer Stunde eingewechselte Elia Soriano war auch noch kein Startelf-Kandidat, nachdem er zwischenzeitlich drei Partien gefehlt hatte.

Kein Wunder also, dass der Trainer seinen Spielern - wie schon nach dem Kraftakt gegen RW Koblenz (4:2) - »ein paar Tage frei« gab, um noch mal Kraft zu tanken für die letzten drei Partien der Saison. Dass das Heimspiel gegen Astoria Walldorf von Samstag auf Dienstagabend (1. Juni) verlegt wurde, weil die Badener im Rahmen des »Finaltages der Amateure« das Endspiel im Landespokal absolvieren, kommt den auf dem Zahnfleisch gehenden Kickers dabei nur entgegen.

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