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Vladut Razvan Vlad (TG Friedberg) hat Moritz Bender (TSF Heuchelheim/l. dahinter) versetzt und nimmt Maß. Später sieht der Kreisstädter die Rote Karte. FOTO: RAINER SCHMIDT

Null Punkte, zwei Rote Karten

(opk/phk). Für den Handball-Landesligisten TG Friedberg war bei den TSF Heuchelheim am Samstagabend nichts zu holen. Die Gastgeber zeigten von der ersten Sekunde an klare Dominanz und ließen keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Parkett geht. Am Ende stand ein deutliches 36:23 (18:10) auf der Anzeigetafel.

Das Team des Trainer-Duos Steffen Rosenschon und Jörn Mangels fand zu keiner Zeit Zugriff, weder in der Offensive noch in der Defensive. Nach vier Minuten erzielte TSF-Linksaußen Christian Weidner bereits das 4:0 für das Heimteam, den ersten Treffer für Friedberg besorgt erst kurz darauf Lasse Merten. Als Heuchelheims Mittelmann Henry Rinn per Siebenmeter auf 8:2 erhöhte (10.), nahmen die Friedberger Coaches die erste Auszeit. "Wir haben die Partie von Anfang an komplett verschlafen, auch eine Umstellung auf eine 5:1-Abwehr hat nur kurz Wirkung gezeigt", sagte Mangels am Tag danach.

Auch in der Folge lief es nicht gut für die TG. Nach knapp 17 Minuten kam es dann noch dicker, als George Cadar für einen Griff ins Gesicht des Gegenspielers bereits früh die Rote Karte sah und von da an auf der Tribüne Platz nahm. Durch einen Doppelschlag von Heuchelheims Halblinken Niko Hoffmann lagen die Gastgeber zur Halbzeit bereits mit 18:10 vorne. "George war bis dato in der Abwehr unser Fels in der Brandung. Die Rote Karte war ein Rückschlag, von dem wir uns letztlich nicht mehr erholt haben", sagte Mangels. Sein Gegenüber, TSF-Trainer Claus Well, lobte derweil vor allem die "geschlossene Mannschaftsleistung" seines Teams. "Wir haben die gute Leistung der letzten Woche bestätigt" sagte er im Anschluss an die einseitige Begegnung.

Denn die schlechten Nachrichten für die Wetterauer nahmen auch im zweiten Durchgang nicht ab. Nachdem TSF-Kreisläufer David Kröck das 26:17 erzielte (46.), konnte sich Friedbergs Vladut Vlad nach einer Schiedsrichterentscheidung nicht beherrschen und sah nach einer doppelten Zeitstrafe ebenfalls "Rot". Kurz darauf konnte TSF-Rückraumspieler Björm Hofmann wieder auf eine Zehn-Tore-Führung erhöhen (28:18, 49.). Den letzten Treffer der Begegnung erzielte Heuchelheims Julius Weber und sorgte damit für den 36:23-Endstand. "Nach der zweiten Roten Karte war allerspätestens klar, dass wir null Chance haben werden", meinte Mangels ernüchtert.

Nach dieser Niederlage liegt die TG weiterhin auf dem letzten Platz, punktgleich mit der HSG Lollar/Ruttershausen. Als nächstes empfängt das Team von Rosenschon und Mangels die HSG Linden. "Wir sind sehr enttäuscht von der Leistung. Das war nicht annähernd das, was wir in der vergangenen Woche gezeigt haben. Wir müssen im Training richtig Gas geben, sonst wird es gegen Linden nicht besser", meint Mangels mit Blick auf das Heimspiel am kommenden Samstag um 19 Uhr.

TSF Heuchelheim: Schomburg, Maurer; Meier (1), Bender (6), Schmidt (3), Weber (2), Hoffmann (7), Mackellar, Weidner (1), Kunz (2), Sascha Hofmann (1), Rinn (5/3), Hofmann (6), Kröck (2).

TG Friedberg: Balazs, Fynn Merten; Durchdewald (3), Zinnel (1), Lasse Merten (8/4), Ploner (2), Jonscher, Vlad (3), Schmidt, Cadar, Methner (1), Seibert, Beyster (2), Kiel (3).

Im Stenogramm / Z.: 150 - SR: Schwarzmeier/Stewen - Zeistrafen: 10:10.- Disqualifikationen: Cadar (17.), Vlad (46.).

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