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An der Nordsee baden gegangen

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Tor für die Fishtown Pinguins: David Stieler trifft im zweiten Versuch zum 2:1-Zwischenstand gegen den EC Bad Nauheim.
Tor für die Fishtown Pinguins: David Stieler trifft im zweiten Versuch zum 2:1-Zwischenstand gegen den EC Bad Nauheim. © Sven Peter

(mn) Sechs Mal in Folge hatte der EC Bad Nauheim punkten können. Zum Abschluss des ersten Hauptrundenviertels in der Deutschen Eishockey-Liga 2 sind die Roten Teufel aber leer ausgegangen.

In Bremerhaven, beim Vorjahres-Finalisten und aktuellen Tabellenführer, verlor die Mannschaft von EC-Trainer Petri Kujala mit 1:5 (1:3, 0:0, 0:2); eine Niederlage, die vor 4167 Zuschauern am Wilhelm-Kaiser-Platz vielleicht um einen Treffer zu hoch ausgefallen ist. Die Hessen, die in Andreas Pauli ihren Torschützen im Powerplay hatten, blieben zwar bis gut zehn Minuten vor Schluss im Spiel, rannten letztlich offensiv-uneffektiv einem Doppelschlag aus dem ersten Drittel hinterher (zwei Tore binnen 28 Sekunden zum 3:1) und kassierten einen weiteren Zweierpack zum Endstand.

Bad Nauheim hatte im ersten Abschnitt vieles richtig gemacht - und die Roten Teufel mussten dennoch mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die erste Drittelpause gehen. Exakt 34 Sekunden war die Partie alt, als Marian Dejdar ungedeckt im Slot abschließen konnte. Ein Traum-Comeback für den gebürtigen Friedberger, der erst zwei Saisonspiele absolvieren konnte. Bad Nauheim überstand die anschließende Drangphase der Gäste, agierte aufmerksamer im eigenen Drittel und setzte Nadelstiche nach vorne; immer dann, wenn es schnell gehen konnte. Gleich zweimal hatte Harry Lange den Ausgleich auf dem Schläger, diesen aber konnte sich Andreas Pauli gutschreiben lassen, der im Powerplay einem Schuss von Henri Laurila die entscheidende Richtungsänderung gab.

Die Gäste waren im Spiel, verdientermaßen - gerieten aber quasi aus dem Nichts nach einem Doppelschlag mit 1:3 in Rückstand. Etwas kurios hatte zunächst David Stieler, von der Fachzeitung Eishockey News zum Spieler des Monats gewählt, getroffen, dann - nur 28 Sekunden später - ließ erneut Dejdar den finnischen Gäste-Schlussmann Mikko Rämö mit einem Schuss aus spitzem Winkel ins kurze Eck schlecht aussehen.

Im zweiten Abschnitt erhöhten die Gastgeber das Tempo, drängten energisch auf einen weiteren Treffern und spielten die Gäste zehn Minuten lang an die Wand. Mit einem Penalty traf Jordie Owens nur die Latte. Bad Nauheim ^blieb dank Rämö im Spiel.

Zum Schlussabschnitt stellte Trainer Petri Kujala die drei erfahrenen Stürmer aus den beiden hinteren Reihen Seite an Seite und versuchte mit nunmehr neun statt zwölf Angreifern den Anschluss zu erzwingen. Allerdings: Offensiv tat sich weiter (zu) wenig. Bremerhaven wurde defensiv nicht gefordert und trieb das Resultat mit einem weiteren Doppelschlag durch Benni Zientek (53.) und Björn Bombis in die Höhe (54.).

Fishtown Pinguins: Kuhn - Guentzel, Dronia, Teljukin, Havel, Slaton, Lampl - Dejdar, Hooton, Miller, McPherson, Owens, Bombis, Stieler, Zucker, Schaludek, Zientek, Klöpper, Orendorz.

EC Bad Nauheim: Rämö - Gerstung, Laurila, Keussen, Kohl, Kaisler, Ketter - Frosch, Dineen, Cameron, Niederberger, Helms, Lascheit, Pauli, Lange, Aab, Strauch, May, Alanov.

Steno: Tore: 1:0 (1.) Dejdar (Hooton, Miller), 1:1 (14.) Pauli (Laurila, Aab - 5-4), 2:1 (18.) Stieler (Zucker), 3:1 (19.) Dejdar (Lampl), 4:1 (53.) Zientek (Owens, McPherson), 5:1 (54.) Bombis (Zucker). - Schiedsrichter: Lasse Kopitz. - Strafen: Bremerhaven 4, Bad Nauheim 8. - Zuschauer: 4167.

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Weißwasser - Ravensburg 1:9

Rosenheim - Riessersee 4:2

Kassel - Freiburg 5:1

Frankfurt - Kaufbeuren 10:3

Bietigheim - Dresden 6:5

Heilbronn - Crimmitschau 2:4

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