Gießens Abräumer im defensiven Mittelfeld, Louis Münn, überzeugte gegen Homburg auf ganzer Linie, befindet sich hier im Duell mit Patrick Lienhard (l.) und Daniel Di Gregorio. FOTO: HF
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Gießens Abräumer im defensiven Mittelfeld, Louis Münn, überzeugte gegen Homburg auf ganzer Linie, befindet sich hier im Duell mit Patrick Lienhard (l.) und Daniel Di Gregorio. FOTO: HF

Fußball-Regionalliga

Noch viel Sand im Getriebe

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(sno/op). Gleiche Ausbeute, andere Perspektive: Wie im Vorjahr startet der FC Gießen mit zwei Niederlagen in die Fußball-Regionalliga Südwest. Während man 2019 eine Tordifferenz von 1:9 nach den beiden Auftaktpartien aufwies, steht nun eine Tordifferenz von 1:3 und viel angesammelter Mut. "Wir hätten nach diesen beiden Leistungen in Elversberg und gegen Homburg zwei oder gar vier Punkte haben können. Am Ende stehen wir bei null", weiß FC-Trainer Daniyel Cimen.

75 Minuten lang führte der FC Gießen gegen den FC Homburg - und musste sich in Unterzahl am Ende doch mit 1:2 (1:0) geschlagen geben. 495 Zuschauer sahen im Waldstadion eine hitzige, spannende Partie - 515 Besucher waren zugelassen, rund 20 VIP-Plätze auf der Sitzplatztribüne blieben leer.

"Organisatorisch lief alles gut", erklärte Max Schöber vom FC-Marketing. Polizei und Ordnungsamt waren vor Ort, das Gesundheitsamt nicht. Diesem will der Verein nach der "Saalplan"-Änderung (Nummerierung der Stehplätze) dann eine neue Vorlage zukommen lassen, auf Basis dessen mehr Zuschauer ab dem 5. Spieltag gegen Walldorf kommen sollen dürfen.

Wenn der FC Gießen immer so spielt wie am Samstag gegen Homburg, dürften viele Fußballfans Gebrauch von dieser Option machen. "Wir müssen die Partie in der Bewertung aufteilen", sagte Cimen. Er meint die Phase bis zur frühen Gelb-Roten Karte für Gießens Innenverteidiger Jure Colak (38.), nach der die Hausherren über 50 Minuten in Unterzahl agieren mussten.

Nach fünf Minuten flankte Milad Salem auf Tim Korzuschek, der per Kopf das 1:0 erzielte (5.). Der FC kämpfte. Colak sah bereits nach wenigen Minuten Gelb und wandelte bereits nach einer halben Stunde auf einem schmalen Grat. Nach einem unnötigen harten Einsteigen gegen Homburgs Patrick Lienhard zögerte Schiedsrichter Philipp Reitermayer lange, schickte den Verteidiger aber doch vom Platz.

Zur Halbzeit war abzusehen, dass das Halten der Führung gegen spielstarke Homburger knifflig wird - bis zur 76. Minute gelang das, ehe Marcel Carl zum Ausgleich traf und zehn Minuten später drei FC-Akteure ausdribbelte und querlegte für den Ex-Gießener Damjan Marceta. Dieser schob zum 2:1-Siegtreffer für die Gäste ein.

Elfmeter vergeben

Auch die Offenbacher Kickers kamen bei ihrer Auftaktpartie gegen den Außenseiter Bahlinger SC über ein mageres 0:0 nicht hinaus. Die Rufe nach einer weiteren Verstärkung für den Angriff nehmen im Umfeld zu. "Ich bin sehr, sehr enttäuscht über das Ergebnis", gab OFC-Coach Angelo Barletta nach der Nullnummer zu. Der Auftritt seiner Mannschaft hatte ihm jedoch grundsätzlich gefallen. "Oft ist es ja so, dass man in solchen Spielen am Ende den Kopf verliert. Das war jedoch nicht der Fall. Wir haben nie die Ordnung verloren." Vorne fehlte jedoch oft die letzte Konsequenz. Den Coach wunderte das nicht: "Wir sind noch mitten in der Feinjustierungszeit. Aber wir brauchen auch Ergebnisse."

Moritz Reinhard - im letzten Heimspiel der vergangenen Saison noch Doppeltorschütze beim 3:0 gegen eben jene Bahlinger - hätte im Alleingang für ein solches Ergebnis sorgen können. Der Mittelstürmer verfehlte aber dreimal das Ziel. Eine Direktabnahme aus spitzem Winkel und ein Schuss aus zwölf Metern gingen links vorbei. Und als er plötzlich völlig frei war, traf er den Pfosten. Mehrheitlicher Tenor der Fans unmittelbar nach der Partie: Es fehlt ein Torjäger. Serkan Firat scheiterte zudem mit einem Elfmeter an Bahlingens Schlussmann Marvin Geng (15.), der nach Reinhards Pfostentreffer auch den Nachschuss parierte (44.).

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