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KSV mit 0:6 noch gut bedient

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Neues Spiel und neues Glück mit einer nahezu komplett neuen Mannschaft unter der Regie eines neuen Trainers. Klingt stimmig, entsprach jedoch im Falle des Verbandsligisten KSV Klein-Karben, der am Freitag zur Meisterschafts-Premiere den letztjährigen Rangfünften TS Ober-Roden empfing, nicht den tatsächlichen Gegebenheiten:

Weil Coach Zeynel Güngörmez aus familiären Gründen derzeit in seiner türkischen Heimat weilt, sahen sich die KSV-Verantwortlichen dazu gezwungen, die Spieler Sven Kunisch und Kerem Kaya sowie Spielausschussmitglied Peter Rübenach mit Führungsaufgaben zu betrauen. Ergebnisorientiert betrachtet, brachte diese Maßnahme gar nichts: Gegen die eingespielte Elf von Ober-Rodens Trainer Zivojin Juskic setzen die überforderten KSV-Fußballer den Einstieg in die Saison 2013/2014 angesichts einer 0:6 (0:3)-Heimpleite in den Sand.

Als Fazit der 90 einseitigen Minuten blieb festzuhalten: Die Platzherren, die der Elf von TS-Coach Zivojin Juskic noch nicht mal ansatzweise Paroli bieten konnten, waren mit einem halben Dutzend Gegentreffern sogar noch gut bedient, denn hätten die technisch und läuferisch hoch überlegenen Gäste aus dem Rödermarker Stadtteil ihr schnelles Kombinationsspiel nicht mit einigen Kunstpausen garniert, wäre es für Kunisch, Kaya und Co. wohl noch schlimmer gekommen. Jedenfalls musste man erwähnenswerte Klein-Karbener Offensivaktionen mit der Lupe suchen: Distanzschüsse von Marvin Gramowski (23.

) und Muharrem Katilmis (80.) sowie eine schöne Aktion von Mark Nowak, die TS-Innenverteidiger Hesse entschärfte, waren alles, was den rund 120 Zuschauern diesbezüglich geboten wurde.

Ganz anders die Gäste: Etwa 80 Prozent Ballbesitz, garniert mit einer Fülle von präzisen Pässen, erzeugte sechs Volltreffer: Los ging’s in der 17. Minute, als Barowski von der Grundlinie flankte, und Robin Schnitzer per Flachschuss zur TS-Führung vollendete. Thomas Barowski erhöhte in der 23. Minute per 40-Meter-Freistoß und mit tatkräftiger Unterstützung von KSV-Keeper Etienne Schmidt auf 0:2, während TS-Stürmer Yves Böttler mit dem ersten seiner drei Tore nach Vorarbeit von Barowski und Schnitzer den 0:3-Pausenstand perfekt machte (40.).

Halbzeit zwei bot keine grundlegenden Änderungen: Ober-Roden bestimmte Tempo und Rhythmus, Klein-Karben rannte – meistens erfolglos – hinterher. Böttlers Freistoß von der Strafraumgrenze schlug in der 55. Minute ebenso hinter Schmidt ein, wie Barowskis kapitaler 18-Meter Kracher – 0:5 nach 58 Minuten. Und dann (72.) war wieder Böttler an der Reihe, tauchte auf Initiative von Hesse und Schnitzer freistehend vor dem Klein-Karbener Kasten auf – das halbe Dutzend war voll und Klein-Karben restlos bedient.

KSV Klein-Karben : Schmidt – Faulstich (70. Fink), Kunisch, Howard, Efil – Kaya, Nowak, Gramowski, Bayin – Yildiz (46. Katilmis), Bitiq (59. Bulut).

TS Ober-Roden: Moritz Knecht – Barowski, Strauss (63. Felix Knecht), Hesse, Schwab – Pfaff (63. Braun), Schnitzer, Bidou (73. Müller), Henkel – Gotta, Böttler.

Tore : 0:1 (17.) Schnitzer, 0:2 (25.) Barowski, 0:3 (40.) Böttler, 0:4 (55.) Böttler, 0:5 (58.) Barowski, 0:6 (72.) Böttler. - SR : Patrick Glaser (Wiesbaden). – Zuschauer: 120. Uwe Born

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