HSG nimmt Glaub aus dem Spiel und siegt

(kas) "Das war ein hochverdienter Sieg für Mörlen. Die HSG war aggressiver, zeigte die besseren Spielanlagen und hat ihre Torchancen besser genutzt", erklärte Thomas Keck, Trainer der TG Friedberg, nach der 30:35 (14:15)-Heimniederlage seiner Mannschaft gegen die HSG Mörlen in der Handball-Bezirksoberliga.

Während die Friedberger nach ihrer Niederlage gegen Rechtenbach noch nicht wieder zu alter Form fanden, holte sich Mörlen den vierten Sieg und Folge und zementierte damit seine Position im oberen Mittelfeld.

Beide Mannschaften starteten mit einer 5:1-Deckung, und die Anfangsphase verlief recht ausgeglichen. Mörlen legte zunächst stets einen Treffer vor, während die Kreisstädter egalisierten. Schon hier bewies HSG-Torwart Christian Langer, dass er gut aufgelegt war. Das 5:4 (11.) markierte die erste Friedberger Führung, die aber nach dem 6:4 nicht mehr lange Bestand haben sollte. Mörlen stellte nämlich auf eine 4:2-Deckung um und neutralisierte damit für weite Teile des Spiels den Friedberger Rückraum. "Dass wir Dennis Glaub im Rückraum stören konnten, war unser Sieg", ist HSG-Betreuer Josef Schätzle überzeugt.

Und tatsächlich gelang Glaub lediglich ein Treffer in der gesamten Partie. Zudem kassierten er und Jörn Mangels schnell je zwei Zeitstrafen kassierten. "Deshalb mussten wir unsere Deckung umstellen, was uns zusätzlich geschwächt hat", erklärte Keck. Mörlen war nun leicht überlegen und nutzte vor allem mehrere Überzahlsituationen während der ersten Spielhälfte: Beim 7:6 (15.

) hatten die Gäste die Führung zurückerobert, mussten aber beim 9:9 (20.) noch einmal den Friedberger Ausgleich hinnehmen. In Überzahl legte die HSG wieder auf 11:9 (22.) vor, die Kreisstädter meldeten sich aber mit vier Treffern in Folge noch einmal zurück. Das 13:11 (26.) sollte allerdings die letzte TG-Führung der Partie sein, denn in Überzahl egalisierten die Gäste zunächst auf 13:13 (29.) und legten dann auf 15:13 (30.) vor. Friedberg gelang kurz vor dem Pausenpfiff noch der 14:15-Anschluss.

Der Beginn der zweiten Halbzeit verlief bis zum 18:18 (35.) ausgeglichen. Die folgende Strafzeit für Mörlen war dann symptomatisch für den zweiten Durchgang, denn Mörlen traf in Unterzahl häufiger als Friedberg in Überzahl. Am Ende ihrer Unterzahl lagen die Gäste mit 21:18 (37.) in Front und sollten diesen Vorsprung im Rest der Partie nicht mehr abgeben. "Wir haben in Überzahl einfach kopflos gespielt, und unsere Fehler in Abwehr und Angriff hat Mörlen konsequent genutzt", ärgerte sich Keck. Nach dem 21:19 (37.) legten die Gäste auf 25:20 (42.) vor. Friedberg bäumte sich noch einmal auf und es gelang der 23:25 (46.)-Anschluss. Mörlens Trainer Sven Tauber nahm eine Auszeit und forderte den nötigen Kampfgeist, und tatsächlich zeigte sich die HSG in der letzten Viertelstunde kämpferischer und vor allem torgefährlicher als Friedberg.

Beim 24:26 (47.) war die TG noch dran, beim 26:29 (53.) war aus Hausherrensicht auch noch alles drin. In der 56. Minute konnte Friedberg dann noch einmal auf 29:31 verkürzen, aber zwei Treffer der Mörler brachten mit dem 33:29 (58.) die endgültige Entscheidung. Das 30:34 (60.) per Siebenmeter markierte den letzten Friedberger Treffer, Mörlen stellte mit einem doppelten Kempa-Trick den 35:30-Endstand her.

"Die Mannschaft war gut eingestellt und konnte nach den letzten drei Siegen befreit aufspielen", erklärte Schätzle. Während die Mörler am kommenden Wochenende das nächste Derby gegen Oppershofen bestreiten, sind die Friedberger am Samstag beim Tabellenführer in Hüttenberg gefordert.

TG Friedberg: Herget, Ladner, Zerulla; Kahabka (5), Heck (1), Trovillion (2), Schäfer (2), Mahr (6), Kammel, Glaub (1), Mangels (5), Bayer (7/5), Ghouse, Spörl (1).

HSG Mörlen: Langer, Falk, Jost; Hergl (9/3), Eichler (5), Dietz (2), Winter (6), Daniel Birkenstock, Brauburger, Tauber, Ungerwetter (5), See (4), Möbs (4), Becker.

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