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Nils Müller wechselt zur Eintracht

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(mw) Weiterer Abgang bei der LG Ovag Friedberg-Fauerbach mit seinem Stammverein TSV: Nils Müller, zehn Jahre lang Leistungsträger auf den kurzen Sprintstrecken, wechselt zur LG Eintracht Frankfurt in die Trainingsgruppe von Olympiasieger Volker Beck.

»Wir möchten die Gründe nicht öffentlich nennen oder kommentieren«, sagt TSV-Sportwart Volker Weber, der Nils Müller seit der Saison 2001/02 trainierte. Der heute 22-Jährige kam damals vom L-Team Butzbach nach Friedberg-Fauerbach. Müller ist nach Niklas Zender der zweite hochkarätige Abgang des TSV, und die Trainingsgruppe von Volker Weber reduziert sich damit weiter - weil in den vergangenen Jahren auch andere Athleten aus privaten oder beruflichen Gründen ihren Trainingsaufwand heruntergeschraubt oder vollends eingestellt haben.

In Frankfurt hat Kurzsprinter Nils Müller bereits bei Volker Beck mit der Vorbereitung auf die kommende Saison begonnen. Bei der Eintracht hat er unter anderem mit dem Deutschen Hallenmeister von 2008 über 200 Meter, Stefan Kuhlee und dem mehrfachen Hessischen Meister über diese Distanz, Benjamin Brömme, leistungsstarke Trainingspartner, die exakt auf der Paradedisziplin des wohnhaften Münzenbergers ihre bislang größten Erfolge gefeiert haben. »Ich erhoffe mir natürlich, dass ich von einer starken Gruppe profitieren kann«, sagt Müller, dessen Ausbildung zum Bankkaufmann kurz vor dem Abschluss steht.

Müller gehörte in der Jugendklasse zu den schnellsten deutschen Sprintern und konnte bei Deutschen Meisterschaften zahlreiche Podestplätze im Einzel erringen. International startete er bei drei Meisterschaften, wobei ihm sein größter Erfolg bereits bei den U20-Europameisterschaften 2005 in Kaunas (Litauen) gelang: Mit der deutschen Staffel holte Müller den Titel. In Peking (U20-WM 2006) und Debrecen (Ungarn/U23-EM 2007) hatte er dann mit dem Quartett jeweils Pech, denn im Finale konnte das Ziel nicht erreicht werden.

Schon als Jugendlicher und bis zuletzt war Müller ein fester Bestandteil der Fauerbacher Aktiven-Staffeln, mit denen er den Hessenrekord sowohl in der Halle (4x200 Meter) als auch im Freien (4x100 Meter) verbessern konnte. Seine persönlichen Bestzeiten im Freien steigerte er in diesem Jahr auf der schnellen Mannheimer Bahn auf 10,47 beziehungsweise 20,83 Sekunden (Platz fünf in Deutschland 2010).

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