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Niemeier und Guth klopfen an

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(bf). Wenige Wochen nach der Vertragsverlängerung mit Premium-Partner Porsche hat der Deutsche Tennis-Bund jene 16 Spielerinnen benannt, die im Jahr 2021 im Porsche-TalentTeam und im Porsche-JuniorTeam individuell und besonders intensiv gefördert werden. Dazugehören weiterhin Jule Niemeier und Mara Guth vom TC Bad Vilbel.

Niemeier ist 21 Jahre jung, lebt in Frankfurt und trainiert am DTB-Bundesstützpunkt in Stuttgart und Kamen. Sie wurde 2018 erstmals ins TalentTeam berufen. Sie gehört im bevorstehenden Jahr zu einem Sextett, das zusätzlich unterstützt wird. Die noch schulpflichtigen Talente werden weiterhin als Junior-Team gefördert. In diesem Jahr sind das zehn Spielerinnen, darunter die 17-jährige Mara Guth aus Usingen. Auch sie trainiert am DTB-Bundesstützpunkt Stuttgart.

Die Nachwuchsförderung bleibt eines der zentralen Themen in der Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Tennis-Bund und dem Autobauer. Der Sportwagenhersteller leistet seit vielen Jahren einen Beitrag zu den umfangreichen Fördermaßnahmen des Dachverbandes - mit dem gemeinsamen Ziel, möglichst viele junge Spielerinnen auf dem langen Weg zu einer professionellen Tenniskarriere umfassend zu unterstützen.

Wichtige Instrumente dabei sind nach wie vor das TalentTeam und das Junior-Team, dessen Mitglieder vom Trainerstab unter der Führung von Barbara Rittner jedes Jahr neu festgelegt werden. Die Damentennis-Chefin trägt die Verantwortung für den gesamten weiblichen Nachwuchsbereich und koordiniert sämtliche Fördermaßnahmen. Keine einfache Aufgabe in Zeiten einer Pandemie, die auch den sonst so planbaren Tennissport erfasst hat.

»Die letzte Saison war nicht leicht«, sagt Rittner. »Weder für die Spielerinnen, die in der Übergangsphase vom Jugendbereich zu den Erwachsenen unbedingt Wettkampfpraxis brauchen, noch für uns, die wir deren Entwicklung beurteilen sollen. Aufgrund der geringen Anzahl an Turnieren haben wir deshalb für die neue Zusammensetzung des Talent-Teams und des JuniorTeams weniger die Ergebnisse und Ranglisten herangezogen. Stattdessen haben wir stärker als sonst unsere Trainingseindrücke und die Einstellung der Spielerinnen gewichtet. Das wird sich in diesem Jahr aber hoffentlich normalisieren, denn für die Talente ist es essenziell, sich mit anderen in Matches zu messen - und das sind auch die Situationen, in denen wir sie sehen wollen.«

Ziel ist Berufung ins Team Deutschland

Trotz der Unwägbarkeiten hat Rittner zusammen mit Bundestrainer Dirk Dier und Bundestrainerin Jasmin Wöhr für 2021 zahlreiche Trainingslehrgänge geplant und hofft auf mehr Turnierteilnahmen im In- und Ausland für die Spielerinnen. Auch in der täglichen Arbeit auf und neben dem Platz werden die Nachwuchshoffnungen durch individuelle Maßnahmen wie Athletiktraining, Physiotherapie, Ernährungsberatung oder eine sportpsychologische Betreuung unterstützt, mit dem langfristigen Ziel einer Berufung in das PorscheTeam Deutschland, die Damentennis-Nationalmannschaft der Erwachsenen.

Ziel bei den Jüngsten ist es, diese Spielerinnen trotz schulischer Verpflichtungen bestmöglich individuell zu unterstützen, sodass sie zu jeder Zeit ein professionelles Umfeld haben. Mit Nicole Rivkin, Carolina Kuhl und Ella Seidel wurden gleich drei neue Namen in das Junior-Team berufen, sodass nun insgesamt zehn Mädchen dort gefördert werden - so viele wie nie zuvor. »Das ist gut und wichtig, denn so verteilt sich der Druck auf mehrere Schultern«, erklärt Barbara Rittner.

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