Niederlagen zu verdauen

(lab). Positives beibehalten, Negatives stoppen - und das möglichst schnell. So lautet die Devise der Wetterauer Teams aus der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West, denn am Mittwoch und Donnerstag steht bereits der vierte Spieltag an. Der FC Karben geht gegen die Usinger TSG mit Punktchancen auf die Jagd. Der Türkische SV Bad Nauheim muss nach sechs Treffern in Bad Homburg beim FC Neu-Anspach seine Leistung bestätigen.

Schnell neu orientieren muss sich der FCO Fauerbach vor dem Spiel gegen die SF Friedrichsdorf, während der SV Gronau und der SV Steinfurth im Derby ihre Niederlagen vom Wochenende vergessen machen wollen.

SV Gronau - SV Steinfurth (Mittwoch, 20 Uhr): Wird das Derby zum Duell auf Augenhöhe? Beiden Teams steckt noch die jüngste Niederlage in den Knochen. Während Gronau gegen DJK Bad Homburg mit unterlag, ging Steinfurth gegen Neu-Anspach leer aus. Da lohnt es sich, nach vorne zu blicken - und die Tabelle erstmal außer Acht zu lassen. »Wir schauen von Spiel zu Spiel. Nach drei Spieltagen ist die Tabelle für uns noch kein Indiz«, sagt Torben Müller, Pressesprecher in Steinfurth. Dennoch soll in Gronau nun der erste Sieg her: »Ich sehe beide Teams gleich stark, sodass wir hier drei Punkte mitnehmen wollen«, sagt Müller. Bei Steinfurth sind dabei bis auf zwei Langzeitausfälle alle an Bord.

Auch Gronau muss lediglich auf Leo Raisig (Gelb-Rot-Sperre) verzichten und will zu Hause etwas Zählbares holen. Aus der Niederlage vom Samstag nimmt man vor allem das Positive mit, will nun aber hinten sicherer stehen. Und hat Steinfurth durchaus auf der Rechnung: »Wir sollten den Gegner nicht unterschätzen, zumal dieser schon 3:3 gegen Seckbach gespielt hat. Wir werden alles versuchen«, sagt Abteilungsleiter Stefan Firla.

FSV Friedrichsdorf - SKV Beienheim (Mittwoch, 20 Uhr): Beienheim hat den ersten Punkt. Der verschafft erstmal Erleichterung, doch es wird nicht einfacher. Das Duell mit Friedrichsdorf setzt den »Hammerauftakt« der Beienheimer fort. Die Friedrichsdorfer werden durchaus als Mitfavorit der Liga gehandelt. Zuletzt gelang dem FSV ein 4:0-Sieg gegen die TSG Niederrad, davor kassierte man allerdings auch eine 0:2-Niederlage in Stierstadt. Man merkt, dass in dieser Liga und in dieser Spielzeit jeder jeden schlagen kann. Nach dem 1:1 am Wochenende gegen Dortelweil scheint das Selbstbewusstsein der Beienheimer gewachsen zu sein: »Wir sind in der Liga angekommen«, sagte Trainer Matthias Tietz am Sonntag.

FC Karben - Usinger TSG (Mittwoch, 20 Uhr): Sechs Punkte aus drei Spielen - der Auftakt des FCK kann sich sehen lassen. Nach der Sahneleistung gegen Stierstadt nahm man am vergangenen Sonntag gegen die TSG Niederrad weitere drei Punkte mit. Die Stimmung ist gut - und eine englische Woche kommt gerade recht. Usingen verzeichnete bisher einen Sieg, ließ es aber auch bei seinen Niederlagen knapp werden. Dabei zeigten die Usinger auch vergangene Woche in Dortelweil starke 45 Minuten. Das könnte eine enge Nummer werden. Da gilt es für die Karbener vor allem, die gute Stimmung nach zwei Siegen auf den Platz zu bringen.

Schnelle Reaktion auf dem Elachfeld?

FCO Fauerbach - SF Friedrichsdorf (Mittwoch, 20.15 Uhr): Das war ein rabenschwarzer Tag für die Olympia am Sonntag. Mit 1:5 unterlag die Truppe in Stierstadt, brach früh auseinander. »Das war eine Kombination aus einen aggressivem Gegner und einer leichten Lethargie bei uns«, blickt FCO-Trainer Andreas Baufeldt zurück. Und jetzt kommen die SF Friedrichsdorf - bisher ungeschlagen. Da ist eine schnelle Reaktion gefragt. »Wir werden andere Mittel suchen. Obendrein hoffen wir auf Unterstützung am Elachfeld. Vielleicht ist es sogar das richtige Spiel zur richtigen Zeit«, sagt Baufeldt. Die jüngsten Fehler vom Sonntag will man möglichst abstellen.

SC Dortelweil - Spvgg. Fechenheim (Mittwoch, 20.30 Uhr): Der Saisonstart des SC Dortelweil war mäßig. Das 1:1 in Beienheim stand so nicht auf der Agenda. Dennoch weiß man, was man nach dem Remis vom Sonntag besser machen muss: »Das war Kopfsache. Die zweite Halbzeit spielen wir deutlich höheres Niveau, das müssen wir auf das ganze Spiel übertragen«, analysiert SCD-Coach Frank Ziegler. Mit Fechenheim habe man nun eine »Wundertüte«, die Stärken seien aber bekannt. Besonders »Zehner« Kamil Yikilmaz wollen die Wetterauer im Blick behalten, sonst wie gewohnt mit offensivem Spielstil punkten. »Wenn wir unsere Leistung abrufen, sollten wir gewinnen«, sagt Ziegler.

FC Neu-Anspach - Türk. SV Bad Nauheim (Donnerstag, 20 Uhr): Zwei ungeschlagene Mannschaften, zwei starke Offensiven. Das Duell im Taunus wird zur Toppartie des Spieltags. Während der FC nach einem bisher makellosen Auftakt die Tabelle anführt, folgt der TSV mit zwei Siegen bei einem Unentschieden auf Platz drei. Bad Nauheim brillierte bisher vor allem im Sturm, zeigte sich hinten allerdings anfällig. Für die Gastgeber wird die Partie zum ersten Härtetest. Die Anspacher holten sich ihre Siege bisher auf sicherem Wege, brauchten allerdings schon zwei Mal die Halbzeitpause, um richtig in Gang zu kommen.

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