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Niederlagen-Serie des TSV Griedel beendet

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Tor für den TSV Griedel: Lukas Kipp bezwingt Christoph Heidl im Tor der TSG Oberursel.
Tor für den TSV Griedel: Lukas Kipp bezwingt Christoph Heidl im Tor der TSG Oberursel. © Timo Jaux

(kun/mw) Trainer Ergün Sahin und Teammanager Jürgen Weiß fielen sich nach dem Schlusspfiff in die Arme, die Spieler jubelten lautstark, und die Zuschauer feierten eine starke kämpferische Leistung ihrer Mannschaft.

Gegen die favorisierte TSG Oberursel konnten die Landesliga-Handballer des TSV Griedel am Samstagabend einen überraschenden 26:23 (11:8)-Heimerfolg landen und sorgten damit für einen Paukenschlag. Für die Gastgeber war es der erste Sieg in diesem Jahr und gleichzeitig der erste Erfolg nach zuletzt sieben Niederlagen in Serie. Mit diesem enorm wichtigen Sieg im Abstiegskampf konnte das Team von Trainer Ergün Sahin die Rote Laterne des Tabellenschlusslichts an die SG Nied abgeben und sich auf den elften Tabellenrang schieben.

»Dank einer überzeugenden Leistung haben wir endlich den ersten Sieg seit neun Partien gelandet, den letzten Tabellenplatz verlassen und neues Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben getankt«, zog Jürgen Weiß nach der Partie ein rundum positives Fazit. Die intensiven Gespräche mit der Mannschaft unter der Woche schienen gefruchtet zu haben, vor 200 Zuschauern in der Butzbacher Sporthalle zeigten die Hausherren von Beginn an eine deutliche Körpersprache. Zudem belebte die Rückkehr von Michel Stolte und Spielmacher Ziad Rejab das Griedeler Spiel spürbar.

Trainer Sahin zollte seiner Mannschaft nach dem Überraschungserfolg Respekt und lobte besonders seinen Youngsters Lukas Kipp, der über die gesamte Spielzeit auf der vorgezogenen Abwehrposition eine starke Leistung zeigte. Den Grundstein für den Erfolg legten die Butzbacher Vorstädter mit einer engagierten Abwehrarbeit und einem bärenstarken Uwe Bonn zwischen den Pfosten, der gleich bei drei Duellen vom Siebenmeterpunkt der Sieger blieb und das Torhüterduell klar für sich entschied. Auf der Gegenseite haderte der Ex-Petterweiler Coach Detlef Ernst mit der Leistung seines Schlussmanns Lehnert, den er Mitte der zweiten Halbzeit kopfschüttelnd wieder aus der Partie nahm. Überhaupt Ernst: Der Vulkan explodierte an der Seitenlinie immer wieder, sah zunächst die Gelbe Karte und war auch nach einer Zwei-Minuten-Strafe nur schwer zu beruhigen.

{newPage}Durch Tore von Marvin Grieb, Lukas Kipp und Björn Scheurich führte der TSV Griedel bereits nach zwei Minuten mit drei Treffern und zwang Detlef Ernst damit bereits frühzeitig zu einer Auszeit. Nach dem 5:2 (7.) durch Marvin Grieb fanden die Taunusstädter – auch bedingt durch ein Überzahlspiel – besser in die Partie und erzielten mit vier Treffern in Serie ihre erste Führung der Partie (6:5). Mit der Einwechslung von Michel Stolte bekam das Griedeler Angriffsspiel in der Folge neue Impulse. Mit zwei verwandelten Siebenmetern brachte Stolte seine Farben mit 8:7 in Führung. Kipp und wiederum Stolte legten zur komfortablen Griedeler 10:7-Führung nach. Den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit setzte erneut Stolte mit einem verwandelten Siebenmeter zum 11:8-Pausenstand. »Mit nur acht Gegentoren im ersten Durchgang hat unsere Defensive um Abwehrchef Timm Weiß gezeigt, was mit Engagement, Willen und Zusammenhalt möglich ist«, lobte Weiß die Leistung seines Abwehrverbunds.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber einen Traumstart und bauten ihre Führung binnen fünf Minuten auf sieben Tore aus (15:8/35.). »In dieser Phase schien die Mannschaft ihren Gegner überrennen zu wollen«, zeigte sich Weiß beeindruckt. Mit drei Toren in Folge zum 18:15 fand Oberursel durch einfache Tore dann jedoch zurück ins Spiel. Trainer Ergün Sahin wechselte in der 44. Spielminute den in den letzten Spielen schmerzlich vermissten Ziad Rejab erstmals nach fünfwöchiger Verletzungspause ein. Mit zwei verwandelten Siebenmetern und zwei weiteren Treffern aus dem Spiel heraus brachte der Routinier sein Team auf die Siegerstraße, obwohl er teilweise in Manndeckung genommen wurde. In doppelter Überzahl konnten die Gäste aus Oberursel das Spiel mit zwei Toren zum 23:22 zwar noch einmal spannend machen, die Hausherren wollten sich in dieser Phase jedoch nicht um den verdienten Lohn ihrer Arbeit bringen lassen. Beim Treffer zum 26:22 durch Michel Stolte war die Partie endgültig entschieden.

TSV Griedel: Bonn, Finholdt; Rejab (4/2), Müller, Weiß (1), Scheurich (3), Leister, Grieb (6), Stolte (8/4), Lingenberg, Eichler, Kipp (3), Hafer (1).

TSG Oberursel: Lehnert, Heidl; Weber (6/1), Hartmann (1), Costa (6), Sailler, Heid (2), Flesch, Hentschel (2), Mohr (2), Ritzinger (1), Hitzel (3).

Steno: Schiedsrichter: Budde/Ehlert (Gr.-Rohrheim/Gernsheim). – Strafen: 10:10 Minuten. – Rot: Benjamin Weber (3x2 Minuten). – Siebenmeter: 7/6:4/1. – Zuschauer: 200.

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