Niederlage in Rosenheim

Der EC Bad Nauheim kämpfte leidenschaftlich – und ging beim Tabellenzweiten sogar in Führung. Doch mit einem Doppelschlag innerhalb von 13 Sekunden drehten die Starbulls Rosenheim die Partie in Oberbayern und gewannen das Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga 2 gegen die Roten Teufel mit 4:1 (0:0, 0:0, 4:1).

Die Gäste überzeugten fast 50 Minuten mit einer disziplinierten Leistung, hätten sicherlich mit etwas Glück mindestens einen Punkt mitnehmen können – kassierten aber im Kampf um den ersehnten Playoff-Platz acht letztlich vier Treffer in exakt viereinhalb Minuten zur dann verdienten Niederlage beim neuen Spitzenreiter. Am morgigen Sonntag empfängt der EC die Ravensburg Towerstars (18.30 Uhr).

Personell gesehen agierte Bad Nauheim ohne die zuletzt eingesetzten Junioren Pantic und Spöttel mit drei Defensiv- sowie zwei Offensivreihen. Die Aufstellung im Sturm blieb im Vergleich zum 7:2-Erfolg gegen Weißwasser unverändert, während Daniel Ketter bei seinem Comeback ein Verteidiger-Pärchen mit Jan-Niklas Pietsch bildete.

Im ersten Drittel waren die Starbulls nach zerfahrenem Beginn zwar die aktivere Mannschaft in einer Partie ohne ganz hohes Tempo, die besseren Chancen besaßen jedoch die Gäste. Bad Nauheim hielt auch die Rosenheimer Topreihe mit Top-Scorer Shawn Weller in Schach, wobei Torhüter Jan Guryca sicher wirkte. Rosenheim fand noch keine Lücke in der Abwehr der Gäste.

Rosenheim kam dann mit mehr Tempo aus der Kabine und setzte das Tor von Jan Guryca gehörig unter Druck. Doch der Bad Nauheimer Torhüter war stets auf dem Posten und verhinderte den Rückstand, auch in zwei Unterzahlsituationen. Die Gäste nutzten dagegen eine Überzahl nicht und mussten zudem auf Matt Beca verzichten, der wegen Meckerns eine Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe erhielt. Seine Position nahm zwischenzeitlich Kevin Lavallee ein.

Bad Nauheim überstand zu Beginn des letzten Drittel die andauernde Strafzeit – und schlug plötzlich selbst zu. Dennis Reimer umkurvte das Rosenheimer Tor und bediente Jason Pinizzotto mustergültig. Dieser schloss trocken ab – 0:1 (47.). Die Roten Teufel hatten nun Oberwasser, Strauch hatte nur 40 Sekunden später die große Möglichkeit, doch der Kapitän konnte Herden nicht verladen. Das Heimpublikum wurde nun unruhiger, die Bad Nauheimer Fans wurden lauter.

Doch binnen 13 Sekunden drehte Rosenheim die Partie. Zunächst war Guryca beim platzierten Schuss von Josef Frank nahe der Seitenbande die Sicht versperrt; im nächsten Angriff rutschte Ketter aus, Andrej Strakhov nutzte dies zum 2:1. Die Gastgeber legten mit zwei schönen Treffern nach, Bad Nauheim kam auch in einer 6-4-Überzahl nicht mehr heran.

Starbulls Rosenheim: Herden – Weihager, Auger, Florian Müller, Frank, Rohner, Kritzenberger – Mc Neely, Weller, Hauner, Gottwald, Strakhov, Zick, Zientek, Marsall, Hofbauer, Tausch, Schopf, Hanselko.

EC Bad Nauheim: Guryca – Götz, Versteeg, Baum, Mc Monagle, Pietsch, Ketter – Pinizzotto, Carnevale, Lange, Beca, Dorr, Helms, Schlicht, Oppolzer, Strauch, Lavallee, May, Reimer.

Steno: Tore: 0:1 (47.) Pinizzotto (Reimer, Mc Monagle), 1:1 (53.) Frank (Hauner, Mc Neely), 2:1 (53.) Gottwald (Strakhov, Hofbauer), 3:1 (56.) Strakhov (Hofbauer, Frank), 4:1 (58.) Hauner (Mc Neely). – Schiedsrichter: Cori Müns. – Strafminuten: Rosenheim 4, Bad Nauheim 6 plus 10 Disziplinarstrafe Beca. – Zuschauer: 1964. Michael Wiener

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