Basketball

Niederlage wie ein gefühlter Sieg

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(tt). Auch zweieinhalb Stunden nach dem Spiel und einem leichten Abendessen war Sebastian Gleim zufrieden mit seiner Mannschaft. "Es fühlt sich wie ein Sieg an. Wir sind eng zusammen und sehr positiv", sagte der Cheftrainer der Frankfurt Skyliners nach der 72:81-Niederlage zum Auftakt des Finalturniers der Basketball-Bundesliga gegen Alba Berlin in der Gruppe B. Bis zum Beginn des vierten Viertels hatten die Hessen das Spiel am Sonntag offenhalten können, dann leisteten sie sich eine kurze Schwächephase, in der die Berliner mit einem 9:0-Lauf (68:58) den Grundstein für den Erfolg legten. "Wir haben sehr physisch agiert und haben es in der Verteidigung bis auf eine Phase im letzten des dritten Viertels des Spiels gut gemacht", befand Gleim. Dazu seien die Neuzugänge Gytis Masiulis (14 Punkte und Topscorer) und Yorman Polas Bartolo (zwölf Punkte) gut integriert worden - und das in nur drei Einheiten mit fünf gegen fünf.

Die Hauptstädter, als Mitfavorit auf den Titel nach München gereist, wo das Turnier ohne Fans mit zehn Teams ausgetragen wird, hatten zwei Wochen mehr Vorbereitungszeit als die Hessen. Dazu hat der Euroleague-Teilnehmer acht Ausländer im Kader, die Skyliners nur fünf. Zu- dem fehlten ihnen zwei Leistungsträger. Leon Kratzer soll nach einem Muskelfaserriss am Donnerstag (16.30 Uhr) gegen Rasta Vechta ins Geschehen eingreifen. Ob Shaquille Hines noch nachreisen kann, ist unklar. "Er hat gesundheitliche Probleme. Mehr können wir nicht sagen", sagte Gleim.

Ohne die beiden Hünen, Kratzer ist 2,11 Meter groß, Hines 2,03 Meter, "waren wir im Rebound 40 Minuten unterlegen", stellte Gleim fest. Akeem Vargas (1,91 Meter), normalerweise Shooting- guard, musste zeitweise auf der Position des Powerforwards aushelfen, wo er auf Gegenspieler traf, die zehn bis 15 Zentimeter größer sind als er. Trotz 13 Rebounds weniger, machten die Skyliners den Albatrossen das Leben schwer indem sie mit viel Energie agierten. Gleim nutzte den vollen Kader, um auch das eine oder andere Foul mehr als sonst zu geben, um den Rhythmus der Berliner zu stören. Ähnlich wie es die Ulmer am Samstag machten und den amtierenden Meister München ein Bein stellten beim 95:85 zum Auftakt der Gruppe A.

Letztlich fehlte den Skyliners aber im Gegensatz zu den Ulmern die Qualität in der Offensive, um für eine Überraschung zu sorgen. Von der Dreierlinie trafen sie nur neun von 33 Versuchen, von der Freiwurflinie gingen nur 15 von 24 Würfen rein. Gerade zu Beginn der Partie hätten die Hessen sich einen komfortableren Vorsprung erarbeiten können. Anfangs führten sie mit 21:11.

Am Dienstag treffen die Skyliners auf Ludwigsburg, die beim 81:76 gegen Vechta ihre Ambitionen andeuteten das Überraschungsteam des Turniers zu werden.

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