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7:1 - Nieder-Weisel kann am Donnerstag Meister werden

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(hei/we) Der SV Nieder-Weisel marschiert unaufhaltsam der Meisterschaft in der Kreisoberliga Friedberg und dem damit verbundenen Direktaufstieg in die Gruppenliga Frankfurt West entgegen. Auch die zuletzt formstarke FSG Burg-Gräfenrode konnte die Butzbacher Vorstädter nicht stoppen und kam mit 1:7 unter die Räder. Der SV Steinfurth konnte mit einem mühsamen 4:2 bei der SG Rodheim den Rückstand von fünf Punkten konstant halten.

Für den Aufsteiger steht der direkte Wiederabstieg in die A-Klasse damit so gut wie fest. Der SV Ober-Mörlen gewann zwar mit 2:1 gegen den SKV Beienheim, ist aber auf Schützenhilfe aus der Gruppenliga angewiesen, um nicht ebenfalls direkt abzusteigen. Gleichauf liegen weiter die Konkurrenten um Platz 18, die TSG Ober-Wöllstadt (5:2 in Petterweil) und der TSV Dorn-Assenheim (4:1 in Ilbenstadt). Die Rote Karte sahen gestern der Fauerbacher Torhüter Björn Bosland beim 2:4 gegen Kaichen sowie der Ilbenstädter Janos Schmitt.

Wieder Hoffnung nach zweitem Sieg in Folge

SV Ober-Mörlen - SKV Beienheim 2:1 (1:1): Die Gäste begannen stark und schnürten den Tabellenvorletzten in dessen eigener Hälfte ein. So fiel die Mörlener Führung wie aus heiterem Himmel. Nach einer Ecke von Jens Morschel auf den zweiten Pfosten war Sandro Gagewi zur Stelle und köpfte ein (14.). Auf der Gegenseite profitierte Yilmaz Dural von einem SV-Ballverlust im Mittelfeld und hob den Ball aus 16 Metern über den etwas zu weit vor seinem Gehäuse postierten Keeper Johnigk zum 1:1 ins Tor (29.). In einer intensiv geführten Partie traf Schaupp per Drehschuss die Latte (32.), und Jens Morschel scheiterte mit einem Kopfball nach präziser Schaupp-Vorarbeit am glänzend reagierenden Christiansen (36.

). In einer spektakulären Schlussphase sorgte Hendrik Schaupp mit einem schönen Heber nach einem langen Heile-Pass für den umjubelten Siegtreffer (75.), denn die wütende Offensive der Beienheimer nach dem Rückstand war nicht von Erfolg gekrönt. Die beste Möglichkeit vergab Noack, der aus 20 Metern knapp das Tor verfehlte (84.).

SV Ober-Mörlen: Johnigk, Jens Morschel, Micelotta, Löwe, Opper, Gagewi (80. Matthias Weckler), Dirk Morschel, Michael Heile, Adelmann (70. Philipp Heinrich), Schaupp (87. Christian Weckler), Arici. - SKV Beienheim: Christiansen, Dominik Friede, Marcel Noack, Bilkenroth, Dural, Hachenburger (65. Bindewald), Bischoff (51. Schnell), Üstündag, Harsch, Hutzenlaub, Sibik. - Tore: 1:0 (14.) Gagewi, 1:1 (29.) Dural, 2:1 (75.) Schaupp. - SR: Balkan (Bad Homburg).

Knapper Gäste-Erfolg in rassigem Derby

Türk. SV Bad Nauheim - VfB Friedberg 3:4 (2:1): Die Nauheimer Türken waren im Gegensatz zur Vorwoche nicht mehr wiederzuerkennen und spielten in den ersten 45 Minuten wie aus einem Guss. Logische Folge war eine 2:1-Führung durch Murat Pekin per Kopf im Anschluss an eine Appel-Ecke (6.) sowie Denis Fiedler, der nach einem wunderschönen Pass von Kuzpinar aus der eigenen Hälfte erfolgreich war (35.). Zwischenzeitlich hatte Malte Strothmann nach einem Missverständnis in der Defensive der Platzherren ausgeglichen (31.). Nach dem Wechsel verloren die Türken ihre Linie, und so drehten die Brennemann-Schützlinge die Begegnung binnen weniger Minuten. Nach einem Eckball markierte Sascha Hartmann per Kopf das 2:2 (51.), bevor erneut Strothmann eine sehenswerte Kombination zum 2:3 abschloss (55.). Als Waldemar Patzwald gegen aufgerückte Kurstädter das 2:4 erzielte (66.), schien das Match gelaufen - doch nach der Gelb-Roten Karte gegen Murat Pekin (75.) rissen sich die TSV-Akteure noch einmal am Riemen. Mehr als das 3:4 durch Aladin Ahmetovic sprang jedoch nicht mehr heraus (87.), zumal Karaca in der Nachspielzeit aus aussichtsreicher Position nicht den durchaus verdienten Ausgleichstreffer markierte.

Türk. SV Bad Nauheim: Rühl, Ürün (46. Jasmin Emrovic), Asmir Emrovic, Pejic, Ahmetovic, Appel (77. Kuzuluk), Kuzpinar, Sallabas (76. Altun), Karaca, Pekin, Fiedler. - VfB Friedberg: Bayer, Wladarz, Krank, Faegh (46. Becker), Mauckner, Strothmann, Michael Schäfer (46. Endmann), Nesgen, Patzwald, Hartmann, Vural (58. Brück). - Tore: 1:0 (6.) Pekin, 1:1 (31.) Strothmann, 2:1 (35.) Fiedler, 2:2 (51.) Hartmann, 2:3 (55.) Strothmann, 2:4 (66.) Patzwald, 3:4 (87.) Ahmetovic. - Gelb-Rot: Pekin (75./TSV). - SR: Schrödter (Eichen).

Zuletzt formstarke Gäste enttäuschen

SV Nieder-Weisel - FSG Burg-Gräfenrode 7:1 (3:0): SV-Presseprecher Krausgrill zeigte sich enttäuscht angesichts der desolaten Leistung der Gäste in diesem vermeintlichen Spitzenspiel. Der Angriffswucht der Platzherren hatten die »Roggauer« nichts entgegenzusetzen. Einzige Ausnahmen waren ein Kloeß-Kracher aus neun Metern, den SV-Torwart Schneider glänzend parierte (49.

) sowie der Ehrentreffer durch Spielertrainer Christian Balzer, der nach einem Häuser-Fahlpass das zwischenzeitliche 6:1 markierte (77.). Auf der Gegenseite war einmal mehr Sebastian Volp der überragende Mann, wovon vier Volltreffer eindeutig Zeugnis ablegen. Mit einem 17-Meter-Knaller in den Winkel traf er zum 1:0 (10.), bevor Patrick Berschick die Unterkante die Latte traf, von der der Ball hinter die Torlinie sprang. Der Schiedsrichter sah dies nicht, doch Florian Krimmels Kopfball aus zwei Metern im Anschluss an diese Situation war eindeutig im Tor (40.). Nach einem von Meisinger gehaltenen Ruppel-Schuss traf Siebert beim versuchten Befreiungsschlag Volp - 3:0 (44.). Zwei Flachschüsse des Weiseler Sturmführers aus zehn und später zwölf Metern auf Vorlage von Berschick bedeuteten seine Treffer drei und vier (54./70.). Die beiden restlichen Weiseler Tore waren ein Fall für Can Zarifoglu, der zwei Alleingänge (76./84.) zum auch in dieser Höhe verdienten 7:1-Kantersieg abschloss.

SV Nieder-Weisel: Schneider, Jurowski (69. Krüger), Wanzke (63. Zimmermann), Steffen Häuser, Michel, Krimmel (63. Winter), Ruppel, Zarifoglu, Berschick, Volp, Wilhelm. - FSG Burg-Gräfenrode: Lars Meisinger, Lange, Kontic, Rajchart, Kursun, Kloeß, Balzer, Siebert, Bernard, Schnierle (56. Üysal), Sven Meisinger. - Tore: 1:0 (10.) Volp, 2:0 (40.) Krimmel, 3:0 (44.) Volp, 4:0 (54.) Volp, 5:0 (70.) Volp, 6:0 (76.) Zarifoglu, 6:1 (77.) Balzer, 7:1 (84.) Zarifoglu. - SR: Barthelmes (Weiher).

Schütz an allen TSV-Treffern beteiligt

VfR Ilbenstadt - TSV Dorn-Assenheim 1:4 (1:3): Bissiger und in den Zweikämpfen stärker stellten sich die Gäste aus Dorn-Assenheim vor. Nach einem Konter hatte Marc Oliver Schütz das 0:1 (10.) erzielt. Auch das 0:2 ging nach 15 Minuten auf das Konto von Marc Oliver Schütz, die Gastgeber reklamierten vergeblich auf Abseits. Marc Oliver Schütz bereitete auch Treffer Nummer drei vor, seinen Querpass beförderte Jeffrey Williams im Gewühl über die Linie. Mit einem Alleingang sorgte Patrick Quanz für das 1:3 (30.) und für neue Hoffnung beim VfR, der allerdings in der 60. und 64. Minute nur knapp zwei weiteren Treffern des brandgefährlichen Schütz entging.

Schmidt scheiterte in der 67. Minute am hervorragend haltenden Kornmesser, zwei Minuten später verpasste Quanz. In der 75. Minute war die Partie entschieden, als Daniel Kuhl nach einem Schütz-Freistoß zum 1:4 traf. In der Schlussphase sah TSV-Akteur Daniel Kuhl die Gelb-Rote Karte (84.), der Ilbenstädter Janos Schmidt sah zwei Minuten später die Rote Karte.

VfR Ilbenstadt: Sürer, Leonhardi, Thorn, Syguda, Raczkowski, Haigis, Schmitt, Blagojevic (78. Dennard), Quanz, Rupp, Reichardt. - TSV Dorn-Assenheim: Kornmesser, Weber (80. Winkler), Kölsch, Ess, Hofmann, Bell, Behrens (85. Kaas), Schütz, Kuhl, Mück, Williams. - Tore: 0:1 (10.) Schütz, 0:2 (15.) Schütz, 0:3 (25.) Williams, 1:3 (30.) Quanz, 1:4 (75.) Kuhl. - SR: Arthur Janzen. - Gelb-Rot: Kuhl (84.). - Rot: Schmitt (86.).

Meiss trifft zum Sieg

FV Bad Vilbel II - FC Nieder-Florstadt 1:2 (1:2): Beide Trainer waren sich einig, dass sie schon ansprechendere Fußballspiele gesehen hatten. Mit einem Freistoß aus 20 Metern ins Torwarteck erzielte Martin Smietana nach sieben Minuten das 1:0. Nieder-Florstadt reagierte schnell und erzielte drei Minuten später den Ausgleich durch Florian Schoch nach einem Abspielfehler von Colovic. Kurz vor der Halbzeitpause wurde Stefan Meiss mit einem Steilpass eingesetzt und erzielte mit einem Lupfer das 1:2. Meiß und Schoch hatten weitere Gästegelegenheiten, während Krasniqi, Colovic und Dippel für Bad Vilbel verpassten. In der zweiten Hälfte waren die Gastgeber aktiver, doch es blieb beim FC-Auswärtssieg.

FV Bad Vilbel II: Dursun, Wischtak (42. Hogic), Weiß (46. Khoramanesh), Colovic, Smietana, Özmen, Kallel, Schrömges, Knauer, Krasniqi, Hinrichsen (65. Dippel). - FC Nieder-Florstadt: Berka, Müller, Weber, Buckup, Meiß (46. Bingel), Huber, Blumenstock, Schoch, Pfeiffer, Fiechter, Höller. - Tore: 1:0 (7.) Smietana, 1:1 (10.) Schoch, 1:2 (45.) Meiss. - Schiedsrichter: Mate Pasalic.

Rodheim verpasst die Überraschung nur knapp

SG Rodheim - SV Steinfurth 2:4 (2:2): Zumindest ein Teilerfolg der SG wäre dem Spielverlauf nach verdient gewesen, dementsprechend geknickt waren die Rodheimer nach den 90 Minuten. Bei einem Konter über die rechte Seite spielte Fuss quer zu Michael Moritz, der zum 1:0 traf (3.). Als Max Bauer mit einem Drehschuss unhaltbar zum 2:0 (17.) einschoss, hatte man vom SV Steinfurth noch wenig gesehen. In der 33. Minute hätte die SG gar für die Vorentscheidung sorgen können: SV-Torwart Daniel Laboy rettete gegen Bauer, den Nachschuss schob Unger freistehend vorbei. Aus einem Missverständnis entstand nach 39 Minute die zweite Gästechance, die Andreas Scheibner zum Anschlusstreffer nutzte. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel reagierte André Blockus nach einer Ecke am schnellsten und traf zum 2:2-Pausenstand. Nachdem der Unparteiische den Gastgebern in der 50. Minute einen Handelfmeter verwehrt hatte, spielte fünf Minuten später Scheibner den eingewechselten Ali Yüceler an, der Steinfurth mit 3:2 in Führung brachte. In der 70. Minute verpasste Bauer nach einem Spielzug über Unger für Rodheim, zwei Minuten später leitete Beutnagel den nächsten Gästeangriff ein, den Ali Yüceler zum 2:4-Endstand nutzte.

SG Rodheim: Habram, Engel, Egger (75. Rieb), Schütte, Bauer, Fuss, Kunkel, Unger, Moritz, Kager (44. Reichel), Stein. - SV Steinfurth: Laboy, Lauckhardt, Herbert, Bayer (46. Yüceler), Tiras, Stachelroth, Beutnagel, Scheibner, Esposito (15. Blockus), Göbel, Kayrakci (25. Riedmeier). - Tore: 1:0 (3.) Moritz, 2:0 (17.) Bauer, 2:1 (39.) Scheibner, 2:2 (45.) Blockus, 2:3 (55.) Yüceler, 2:4 (72.) Yüceler. - Schiedsrichter: Thorsten Schweedt.

Optimale FCK-Chancenverwertung

FCO Fauerbach - FC Kaichen 2:4 (1:2): Die Gäste erwiesen sich als cleverer und nutzten ihre Chancen besser, wie Alexander Clemens in der 20. Minute mit seinem Treffer aus kurzer Distanz unter Beweis stellte. Nach Flanke von Kilian erzielte Heiko Schmitt per Kopf den Ausgleich (35.), doch zwei Minuten später stand Gerriet Fokken frei und bedankte sich mit dem Tor zur Kaichener Pausenführung. Nach einem langen Ball in der 49. Minute schaltete erneut Gerriet Fokken am schnellsten - 1:3. Marco See verkürzte in der 72. Minute nach Doppelpass mit Kilian. In dieser Phase verpassten Kilian und See den möglichen Ausgleich. In der 86. Minute sah Keeper Björn Bosland die Rote Karte, Hendrik Fokken verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:4.

FCO Fauerbach: Bosland, Rösinger, Hausner, Tempelmeyer, Walther, Richly, Kilian (86. Osadnik), Schmitt, See, Matic, Deppner. - FC Kaichen: Heilmann, Zaccaro, Kulik (72. Heppner), Handke, Clemens, Becker, Philipp, Hendrik Fokken, Gerriet Fokken (88. Hensel), Roth, Strauch (65. Dilo). - Tore: 0:1 (20.) Clemens, 1:1 (35.) Schmitt, 1:2 (37.) Gerriet Fokken, 1:3 (49.) Gerriet Fokken, 2:3 (72.) See, 2:4 (86.) Hendrik Fokken. - SR: Martin Bechtel (Schlüchtern). - Rote Karte: Bosland (86.).

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