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Nieder-Weisel am Abgrund, Trio vor Rettung

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(kun/mad/mw/ub) Ausgerechnet der Wetterauer Nachbar Türk Gücü Friedberg hat dem SV Nieder-Weisel am Freitagabend am vorletzten Spieltag der Gruppenliga Frankfurt West wohl den »Todessto? versetzt. Nach dem 0:2 gegen den Meister haben die Butzbacher Vorstädter nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt, weil aktuell mindestens drei Mannschaften absteigen.

Nur ein kleines Wunder in der Verbandsliga (Anspach und Dortelweil halten beide regulär die Klasse, kein Verbandsligist kommt in die Gruppenliga Frankfurt West, dort würden dann nur zwei Teams absteigen), ein eigener Sieg am letzten Spieltag in Ober-Rosbach und Schützenhilfe der Preußen gegen Hausen/Westerfeld würde den Nieder-Weiselern noch helfen, mit Rang 16 die Klasse doch noch zu halten. Dagegen haben der SV Nieder-Wöllstadt (dritter Sieg in Serie beim 4:0 gegen Hausen/Westerfeld) und der FC Ober-Rosbach (überraschendes 5:3 in Griesheim, die damit nicht mehr Zweiter werden können) den Klassenerhalt vor Augen.

Heute entscheidet sich in einer mündlichen Verhandlung, ob der FC Ober-Rosbach am Pfingstmontag bei Viktoria Preußen zum Wiederholungsspiel antritt. Eine Verlegung auf einen Termin unter der Woche gilt als wahrscheinlich, weil bei den Preußen am Montag ein Jugendturnier ansteht.

SV Nieder-Wöllstadt – SG Hausen/Westerfeld 4:0 (0:0): In einer kampfbetonten ersten Halbzeit vergaben Philipp Feuerbach und Mario De Oliveira für die gastgebende Pelka-Elf, sowie René Sandermann und Simon Bartsch auf Seiten der Gäste aussichtsreiche Einschussmöglichkeiten. Eine Viertelstunde vor dem Ende markierte Alexander Sarkisjan im Anschluss an einen Schuss von Burak Dincer aus dem Gewühl heraus die Führung für die Platzherren, die Ignat Chekmazov nur zwei Minuten später ausbaute. Wiederum nur zwei Minuten später sorgte Feuerbach nach Pass von Tim Pelka für die Entscheidung zugunsten der »Roten«. In der dritten Minute der Nachspielzeit setzte Feuerbach mit seinem zweiten Treffer des Tages nach feiner Vorarbeit von Pelka den Schlusspunkt. Die »Roten« sind damit noch nicht ganz aus dem Schneider. Sollte es vier Absteiger geben, kann der SV noch direkt absteigen, weil er den direkten Vergleich gegen die Spvgg. 05/99 Bad Homburg verloren hat.

SV Nieder-Weisel – Türk Gücü Friedberg 0:2 (0:1): »Ein unverdienter Sieg für die Gäste«, meinte SV-Pressesprecher Gunthard Krausgrill. »Wenn du unten stehst, verlierst du so ein Spiel«. Einen Konter, den Adrian Saletnik in der dritten Minute der Nachspielzeit abschloss, brachte die Entscheidung zugunsten des Tabellenführers. Alit Usic hatte Türk Gücü in der 35. Minute in Führung gebracht. Nieder-Weisel hatte gute Möglichkeiten, nutzte dieser aber nicht. Die beste Gelegenheit vergab Sebastian Volp, als er aus 30 Metern das verwaiste Türk-Gücü-Tor (Koc hatte zuvor weit vor dem Kasten gegen Berschick geklärt) nicht traf. Koc rettete auch gegen Wanzke, als er das Leder aus dem Winkel holte.

FC Kalbach – SV Gronau 3:0 (0:0): Nachdem die erste Spielhälfte noch ausgeglichen verlaufen war, erspielte sich der neue Tabellenzweite aus Kalbach im Laufe der zweiten 45 Minuten ein kleines Übergewicht, was sich in drei Toren niederschlagen sollte. Die besten Gronauer Torchancen vergaben Markus Vancura (3.

/knapp vorbei) und Emanuele Giuliana (36./wurde im letzten Moment abgeblockt). Die ballsicheren Gastgeber gingen durch einen verwandelten Foulelfmeter von Yannick Seith (68./Stefano Basanisi konnte Philipp Groda nur unfair stoppen) mit 1:0 in Führung. Fünf Minuten später konnte Feyzullah Elmas nach einer Groda-Flanke auf 2:0 erhöhen. Den Schlusspunkt zum 3:0-Erfolg des Aufstiegsrelegationsanwärters setzte Goalgetter Christopher Stein, der einen umstrittenen Handelfmeter souverän verwandelte (90.). Das Team von Trainer Jochen Kostiris verpasste es somit, sich am vorletzten Spieltag den endgültigen Klassenerhalt zu sichern und muss weiter zittern. Am letzten Spieltag empfängt der SVG Griesheim.

Spvgg. 02 Griesheim – FC Ober-Rosbach 3:5 (1:2): Die Hausherren legten von Beginn an den Turbo ein, vergaben aber etliche gute Chancen, wobei sich FCO-Keeper Okan Dogan zweimal gegen den stark aufspielenden Teklu Tewelde auszeichnen konnte (7. und 18.

). Die 0:1-Gästeführung durch Sezgin Karpuz nach Flanke von Tezcan Üstündag kam daher sehr überraschend (24.). Griesheim Sturmführer Hussain Chandhary konnte den verdienten Griesheimer Ausgleichstreffer zum 1:1 herstellen, als er Dogan freistehend keine Chance ließ. Kurz vor dem Pausenpfiff brachte wiederum Karpuz die Brennemann-Elf mit 2:1 in Führung (43.). Ober-Rosbachs Pressesprecher Horst Kopp sprach fairerweise von einem glücklichen Halbzeitergebnis. Der wieder spielberechtigte Leistungsträger Tolga Oetuen erhöhte kurz nach dem Wiederbeginn aus 16 Metern auf 3:1 für den FCO. Nachdem Torwart Okan Dogan einen Eckball unterlaufen hatte, war wiederum Goalgetter Chandhary für die Gastgeber zur Stelle – 2:3 (68.). Das schönste Tor des Abends ging erneut auf das Konto von Karpuz. Er nahm nach toller Vorarbeit von Oetuen den Ball mit der Brust mit und konnte entschlossen zum 2:4 vollenden (79.). Deniz Pekgüzelyigit machte die Partie mit seinem Treffer zum 3:4 nach einem schönen Alleingang wieder spannend (81.), ehe Nikola Petrov die mitgereisten Ober-Rosbacher Anhänger mit dem Treffer zum 3:5 erlöste (90.).

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