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Nieder-Florstadt bremst Mörler Aufholjagd rechtzeitig

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(jms) Nieder-Florstadt jubelt, Mörlen muss nach unten schauen. Nach dem fünften Spieltag sind in der Handball-Bezirksoberliga erste Tendenzen erkennbar. Und nach einem starken Auftritt im Derby gegen die HSG Mörlen darf sich die SU Nieder-Florstadt über einen »überraschend guten Saisonstart«, wie Trainer Sven Tauber sagt, freuen. Mit 35:32 (20:15) gewannen die Florstädter ein jederzeit faires Duell und feierten den dritten Sieg in Folge.

»Für uns ist das eine tolle Sache. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn unsere Abwehr diesmal nicht so gut gearbeitet hat wie in den Spielen davor. Das kann aber auch an der Mörler Stärke gelegen haben«, resümierte Tauber, der vor allem die Geschlossenheit im eigenen Kader lobend hervorhob. Bei der HSG hingegen hat sich mit der dritten Niederlage in Serie der Negativtrend fortgesetzt.

Von Beginn an entwickelte sich eine torreiche und intensive Begegnung, wobei beide Teams vor allem in der Offensive große Qualitäten bewiesen. Nach einer 1:0-Führung der SU konnte Mörlen dank Christian Birkenstock das 2:1 erzielen und wenig später auch die 3:2-Führung bejubeln. Es sollten aber bis zum Schluss die beiden letzten Führungen der Gäste bleiben. Florstadt kam besser in Fahrt und schaffte es, sich über das 5:5 (6.) auf 10:6 abzusetzen. Beim 15:8 war dann die höchste Führung im gesamten Spiel erreicht. Mörlens Trainer Andreas Schießer zog wenig später beim 9:16 die Notbremse und nahm eine Auszeit, um seine Abwehr neu einzuschwören und taktische Änderungen vorzunehmen. Immerhin schafften es die Gastgeber, bis auf 15:20 zur Pause heranzukommen.

Auch direkt nach der Halbzeit lief es wesentlich besser für die Gäste, die nun giftiger und aggressiver wirkten. »Wir haben es verschlafen, nach der Pause mehr zu machen«, ärgerte sich derweil Tauber über die zunehmenden Nachlässigkeiten seiner Mannschaft. Bis zum 24:17 hielt die SU zwar eine komfortable Führung, ehe die HSG die große Aufholjagd startete und eine ebenso starke Moral bewies. Beim 31:30 in der 49. Minute war die Partie vor 250 Zuschauern wieder völlig offen. »In dieser Phase waren wir drauf und dran, das Spiel aus der Hand zu geben«, meinte Tauber, der auch mitansehen musste, wie der Mörler Philipp Möbs teilweise ein Katz- und Maus-Spielchen mit seiner Deckung betrieb. Doch in dieser entscheidenden Phase behielten die jungen Florstädter Spieler die Nerven und setzten sich wieder vorentscheidend auf 33:30 ab. Selbst die Maßnahme der SU, beim Stande von 32:35 den Torwart zugunsten eines weiteren Feldspielers zu wechseln, verpuffte wirkungslos. Steffen Greife warf eine Minute vor Schluss das 35:32 und sicherte die zwei Punkte für Florstadt endgültig.

»Das war wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wobei ich Christian Frank als Kreisläufer und Niklas Wagner, der als Rechtsaußen auf Linksaußen ausgeholfen hat, herausheben muss.« Aufseiten der Schießer-Truppe überzeugten neben Möbs Christian Birkenstock und Philipp Dietz.

SU Nieder-Florstadt: Reimann, Hoppen; Starck, Frank (6), Kuntze (4), Lehr (4), Greife (4/1), Braun (1), Wenisch (3), Wagner (4), Alt (4), Boller (5), Sachs, Krombacher. – HSG Mörlen: Steube, Kipp; Ungerwetter (1/1), Dönges, Ebner, Christian Birkenstock (5), Philipp Möbs (11/3), Galbierz, Cisek, Dietz (6), Daniel Birkenstock (2), See (1), Johannes Möbs (2).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Bley/Boele (Großen-Linden). – Zuschauer: 250. – Zeitstrafen: 4:2 Minuten. – Siebenmeter: 1/1:5/4.

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