Der 1. FC Rendel um Torjäger Kevin Müller (2. v. l.) marschiert innerhalb von zwei Jahren aus der Kreisliga B in die Friedberger Kreisoberliga. Auch die Reserve darf künftig eine Spielklasse höher antreten. Foto: Jaux

Doppelte Freude

Nicht zu stoppen: 1. FC Rendel feiert gleich zwei Aufstiege

  • vonSascha Kungl
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Es läuft beim 1. FC Rendel. Als souveräner Meister der Fußball-Kreisliga A steigen die Karbener Kicker ins Friedberger Oberhaus auf. Den Durchmarsch aus der B-Liga innerhalb von zwei Jahren hat die zweite Mannschaft in dieser Spielzeit sogar noch veredelt.

Gleich doppelten Grund zur Freude haben die Fußballer des 1. FC Rendel nach dem Abbruch der Saison 2019/20: Während die erste Mannschaft der Kicker aus dem Karbener Stadtteil als souveräner Meister der Kreisliga A Friedberg den Durchmarsch von der B-Liga in die Kreisoberliga geschafft hat und in der kommenden Saison im Oberhaus des Friedberger Fußballkreises beheimatet sein wird, gelang der Rendeler "Zweiten" der Sprung von der C- in die B-Liga.

1. FC Rendel: Erstes Ausrufezeichen schon beim Saisonstart

Aufstiegstrainer: Alexander Jörg. Foto: Nici Merz

"Wir hatten nach dem Abstieg in die B-Liga einen personellen Umbruch und konnten uns mit starken, jungen Spielern verstärken. Als Aufstiegsfavorit haben wir uns vor der Runde zwar nicht gesehen, wir wussten aber um die Qualität unserer Mannschaft und wollten oben mitspielen", sagt Trainer Alexander Jörg. Im Laufe der Saison habe man sich von Spieltag zu Spieltag gesteigert. "Dass es am Ende so gut für uns läuft, war allerdings nicht abzusehen", blickt Jörg auf die erfolgreiche Runde seiner A-Liga-Truppe zurück.

Mit einem knappen 1:0-Auswärtssieg gegen den vor der Saison als Meisterschaftsfavorit gehandelten Traiser FC ließ die Rendeler Erste schon beim Rundenauftakt aufhorchen, ehe die Jörg-Schützlinge beim deutlichen 3:0-Heimerfolg gegen den späteren Vizemeister aus Bad Nauheim am zweiten Spieltag das erste dicke Ausrufezeichen setzten. Es folgten weitere souveräne Siege in Nieder-Florstadt (3:0) und gegen den SKV Beienheim II (6:2), ehe der spätere A-Liga-Meister beim 1:1 gegen den Mitaufsteiger aus Oppershofen am fünften Spieltag erstmals nicht als Sieger vom Platz ging.

Nachdem man den kleinen Schönheitsfleck mit einem 2:0-Heimerfolg gegen Ober-Hörgern umgehend korrigiert hatte, folgte mit dem 2:3 in Rockenberg am siebten Spieltag die erste Rendeler Saisonniederlage. Aus der Erfolgsspur bringen ließen sich die Jörg-Elf dadurch jedoch nicht - im Gegenteil: Zehn Siege und ein Unentschieden aus den folgenden elf Partien bis zur Winterpause ließen die Rendeler zum souveränen Herbstmeister und Topfavoriten auf den Aufstieg in die Kreisoberliga avancieren.

"Vor allem in den Begegnungen mit den Spitzenteams im Oktober konnten wir auf ganzer Linie überzeugen, wobei das Derby gegen Groß-Karben, das wir durch einen Treffer von Francesco Haidle in der zweiten Minute der Nachspielzeit gewonnen haben, mein persönliches Highlight der Saison war", sagt Jörg rückblickend.

1. FC Rendel: Deutlicher Vorsprung beim Rundenabbruch

15 Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage lautet die imposante Ausbeute des Aufsteigers. 14 Punkte Vorsprung hatten die Jörg-Schützlinge vor dem Saisonabbruch gegenüber dem ersten Verfolger aus Bad Nauheim vorzuweisen.

Beeindruckend ist vor allem die Heimbilanz des Meisters: Alle zehn Spiele auf eigenem Platz entschieden die Jörg-Schützlinge für sich. Auch die Auswärtstabelle führen die Rendeler mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage an. Mit Kevin Müller (19 Tore, Sieger der November-/Dezember-Wertung des "Wetterauer Torjäger-Cups"), Edin Maric (13) und Marco Langer (12) stellt man zudem drei der zehn besten Torschützen der A-Liga. "Im Sturm war Kevin mit seinen 19 Saisontreffern natürlich enorm wertvoll für uns. Zu Beginn der Saison haben wir vor allem von unserer stabilen Defensive profitiert. Generell war die Breite des Kaders sicherlich ein ausschlaggebender Grund für den Erfolg. Wir konnten Ausfälle immer sehr gut kompensieren", erklärt Jörg.

1. FC Rendel: Auch die "Zweite" darf eine Klasse nach oben

Die Rendeler "Zweite" feiert nach zwölf Siegen, zwei Unentschieden und nur zwei Niederlagen punktgleich mit dem Albanischen Verein Wetterau/Friedberg den Aufstieg in die B-Liga. Nach drei souveränen Siegen zum Rundenstart gegen den späteren Mitaufsteiger (3:1), den FSV Kloppenheim II (3:1) und die FSG Burg-Gräfenrode (4:0) sowie einem 1:1-Unentschieden gegen die SKG Erbstadt folgte für die Rendeler "Zweite" eine kurze Schwächephase mit Niederlagen gegen den SV Rosbach (2:4) und die SG Rosbach/Ockstadt II (4:7).

Doch genau wie die A-Liga-Truppe fing sich auch die Rendeler Zweite schnell und legte mit acht Siegen und einem Unentschieden aus den folgenden neun Partien den Grundstein für den Aufstieg. Nach einem souveränen 10:0 in Kloppenheim war die Saison für die Rendeler "Zweite" beendet.

"Nach der Auflösung der Spielgemeinschaft mit Kloppenheim zum Ende der Vorsaison ist die Mannschaft größtenteils zusammengeblieben. Die Jungs haben sehr gut mitgezogen und sich gleich im ersten Jahr mit dem Aufstieg belohnt", erklärt Co-Trainer Florian Rühl, der gemeinsam mit Cheftrainer und Bruder Sascha die Geschicke der Rendeler "Zweiten" leitet. "Rund um den Verein tut sich enorm viel. Wir rechnen uns gute Chancen aus, in der Kreisoberliga zu bestehen und uns dort auf längere Sicht etablieren zu können", glaubt Jörg. Mit Kevin Müller und Danilo Bruno, die beide zum Gruppenligisten FC Karben wechseln, haben die Rendeler zwei Abgänge zu verzeichnen. Dafür sind mit Robin Pierce (Kreuzbandriss) und Marc Courtial (Adduktorenabriss) zwei Akteure nach langer Verletzungspause wieder mit an Bord. Mit Enrico Mossuto begrüßt man zudem einen Neuzugang.

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