Handball -Bundesliga

Nicht für möglich gehalten

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(pie). Wie geht das denn? Im dritten Spiel in acht Tagen zaubert Handball-Bundesligist HSG Wetzlar erneut eine starke Leistung auf die Platte und kehrt mit einem 24:22 (9:10)-Sieg bei Frisch Auf Göppingen zurück nach Mittelhessen. Vor der Partie sagte HSG-Trainer Kai Wandschneider noch, er wisse gar nicht, wie das in Göppingen gehen solle. Gegen Kiel und in Magdeburg hatte seine Mannschaft viele Körner gelassen, zudem musste Alexander Hermann wegen Problemen am Fuß passen. Doch mit eisernem Willen belohnten sich die HSG für drei herausragende Spiele am Ende mit zwei Punkten.

Zu Beginn boten beide Teams puren Abnutzungskampf. So dauerte es zweieinhalb Minuten, ehe die Gastgeber das erste Mal trafen und ganze neun, bis Stefan Cavor mit dem 1:2 die Wetzlarer Torflaute beendete. Beide Angriffsreihen taten sich extrem schwer, die 6:0-Abwehr der anderen Seite zu knacken. Wetzlar arbeitete sich nach anfänglicher Schüchternheit ins Spiel und nutzte die Fehler von Frisch Auf, um per Gegenstoß zu treffen. Auch von der zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Führung der Gastgeber ließen sich die Wetzlarer nie von ihrer Linie abbringen und gingen mit einem 9:10-Rückstand in die Pause.

Zurück auf dem Feld legte die HSG los wie die Feuerwehr. Ein Kempa-Trick wurde von Lenny Rubin zum 10:10 verwertet. Nach dem 16:13 (41.) von Mirkulovski nahm FAG-Coach Hartmut Mayerhoffer fuchsteufelswild seine dritte Auszeit. Doch nun schlug die Stunde des Wetzlarer Spielmachers Filip Mirkulovski, der die Verantwortung übernahm und zum 20:17 und 21:17 traf.

Doch die Kuh war noch lange nicht vom Eis. "In den letzten Minuten haben wir uns unclever verhalten. Bei uns müssen mehr Spieler lernen, in solchen Phasen Verantwortung zu übernehmen", sagte Wandschneider. Göppingen verkürzte auf 21:22. Doch Torbrügge vom Kreis, Klimpke mit zwei Paraden und Björnsen per Gegenstoß beförderten die HSG in den kaum für möglich gehaltenen Freudentaumel.

HSG Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Kneer, Björnsen (4), Mirkulovski (4), Schreiber (n. e.), Torbrügge (2), Weissgerber (n. e.), Frend Öfors (1), Holst (4/4), Forsell Schefvert (1), Rubin (4), Lux (n. e.), Lindskog (1), Cavor (3).

Im Stenogramm / SR: Kern/Kuschel (Bellheim/Karlsruhe). - Z.: 3800. - Zeitstrafen: 6:10 Min. - Siebenmeter: 7/6:4/4.

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