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Yannik Kreuzer (in weiß) und die HSG Wettertal lassen vor allem im Überzahlspiel gegen die HSG Linden II die Durchschlagskraft vermissen.

Nicht genügend Siegeswille

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(se). Einzig die MSG Florstadt/Gettenau ist aus Wetterauer Sicht in der Handball-Bezirksoberliga Gießen in der Spur. Während die HSG Wettertal nach dem 22:26 gegen die HSG Linden II weiter tief im Tabellenkeller steckt und die HSG Mörlen (21:28 bei der HSG Wettenberg II) ebenso nicht von der Stele kommt, feierte die Florstädter MSG einen 31:25-Heimsieg über den TV Wetzlar.

HSG Wettertal - HSG Linden II 22:26 (12:13):In einem waren sich beide Trainer hinterher einig: Das war ein verdienter Sieg für die Lindener. "Die haben einfach mehr gewollt als wir", stellte der Wettertaler Coach Sven Tauber fest. Für den Ausgang der Partie war es in den Augen von Tauber ausschlaggebend, dass die Gastgeber ihr Überzahlspiel nicht nutzten. Die Unparteiischen verhängten insgesamt acht Zeitstrafen für die Gäste, nur eine für Wettertal. Lindens Trainer Conrad Melle "freute sich riesig für die ›Jungs‹", die sich mit diesem Sieg für die intensive Arbeit im Training belohnt hätten. Melle lobte einerseits den unbändigen Kampfgeist seiner Spieler, zum anderen Torhüter Benedikt Zörb, der einen Sahnetag erwischt hatte. Allerdings sah es über weite Strecken nicht nach einem Sieg der Gäste aus, denn in Rockenberg begegneten sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Bis zur 41. Minute verlief die Partie ausgeglichen. Nach der knappen Pausenführung der Gäste hieß in der 39. Minute 16:16. Dann legte Linden durch Philipp Zammert und Moritz zwei Tore vor und ließ sich im weiteren Verlauf der Partie die Führung nicht mehr nehmen. In der 49. Minute führte der Gast mit 22:18. Merlin Metzger und Michel Weisbrod brachten Wettertal auf 20:22 (53.) heran. Mit einer Auszeit griff Conrad Melle noch einmal ins Geschehen ein - und hatte Erfolg, sodass sich die Lindener über ihre ersten Sieg freuen konnten. - Tore, Wettertal: Metzger (8/3), Florian Großmann (3), Raab, Tobias Kreuzer, Yannick Kreuzer, Exner (je 2), Kielich, Boller, Bunfill (je 1). - Linden II: Adamczyk (7/3), Brockmann (4), Ebert, Rühl (je 3), Bauch, Zammert, Jung (je 2), Lenz, Weisbrod, Rüdesheim (je 1).

HSG Wettenberg II - HSG Mörlen 28:21 (12:12):"In der ersten Halbzeit waren wir voll da", beschrieb Mörlens Trainer Philipp Petriesas den Auftritt seiner Mannschaft, "und in der zweiten Halbzeit haben wir völlig den Faden verloren." In diesem Abschnitt seien den Gästen zahlreiche Fehler unterlaufen. "Wir hatten viele Fehlwürfe" berichtete Petriesas, und so wurden die Wettenberger zu Tempogegenstößen regelrecht genötigt. Vor der Pause lief es wirklich prächtig für die Gäste, die nach 17 Minuten mit 5:6 hinten lagen, diesen Rückstand aber durch Tore von Max Breitenfelder (2), Sebastian Alt und Niklas Otto in eine 9:5-Führung umwandelten. 12:9 für den Gast hieß es drei Minuten vor der Halbzeitsirene, ehe Michel Wingefeld (2) und Johannes Schwarz noch den Gleichstand herstellten. Nach Wiederbeginn verlief die Partie noch ein paar Minuten ausgeglichen, ehe die Wettenberger nach dem 15:15 (37.) auf 18:15 (40.) davonzogen. Mit 22:16 führten die Hausherren knapp eine Viertelstunde vor Schluss und gerieten anschließend nicht mehr in Gefahr, den Vorsprung einzubüßen. Wettenbergs Trainer Dragan Nenad monierte, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit zu viele Bälle verworfen hatte. "Wir haben 20 Minuten gebraucht, eine Abwehr zu stellen", legte er die Hand in eine weitere Wunde. Doch dann lief es besser. Die Wettenberger mussten im zweiten Durchgang nur neun Gegentreffer hinnehmen und warfen ihrerseits 16 Tore. Das führte zu dem am Ende klaren Sieg. - Tore, Wettenberg II: Kleinschmidt (6/1), Michel Wingefeld (5), Sascha Kreutz, Quurck (je 4), Büsse, Schmitz, Felix Kreutz (je 2), Schwarz, Henkel, Weidner (je 1). - Mörlen: Max Breitenfelder (6), Bischof (5/3), Alt, Otto, Langsdorf (je 2), Sebastian Dietz, Dönges, Braun, Wulf (je 1).

MSG Florstadt/Gettenau - TV Wetzlar 31:25 (15:12):Als alles andere als Laufkundschaft präsentierte sich der TV Wetzlar, musste aber dann doch die fünfte Saisonniederlage einstecken. "Wetzlar ist eine gute und kampfstarke Mannschaft", urteilte dann auch MSG-Trainer Christian Sacks. "Wir haben im Spiel zweimal den Faden verloren", berichtete Sacks, "doch beides haben die Wetzlarer nicht ausgenutzt." Marco Schmidt, der Trainer des TV Wetzlar, stellte hinterher fest: "Die Einstellung der Mannschaft hat gestimmt, aber es hat wieder einmal die Konstanz gefehlt." Die MSG fand besser ins Spiel und lag nach fünf Minuten mit 4:2 in Führung. Doch die Wetzlarer kämpften sich heran und hatten nach zwölf Minuten den Gleichstand zum 6:6 hergestellt. Aber durch Tore von Lukas Peppler (3), Manuel Wolf und Steffen Greife zog die MSG auf 11:6 davon und lag zur Pause noch mit drei Toren vorn. Nach Wiederbeginn erhöhte Florstadt/Gettenau durch den stark aufspielenden Wolf auf 17:12. Nach dem 20:13 (40.) brachten Maximilian Menger und Finn Haack den TVW auf 15:20 heran (43.), aber im weiteren Verlauf waren die Gäste nicht der Lage, den Rückstand entscheidend zu verringern. Die Wetterauer steuerten in der Schlussphase - 24:18 (40.), 28:22 (57.) - dann einem sicheren Sieg entgegen. - Tore, Florstadt/Gettenau: Wenisch (8), Peppler (6), Greife (4/2), Wolf, Potschka (je 3), Starck, Schildger (je 2), Stewen, Baumgartl, zur Heiden (je 1).- Wetzlar: Dubiys (6), Johannes Schetzkens, Haack (je 5), Breitfelder, Michael Schetzkens (je 3), Käppler, Adams, Menger (je 1).

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