Jannik Seibert - hier beim Abschluss - hofft mit der TG Friedberg auf den ersten Sieg. Die Kreisstädter sind allerdings beim Aufstiegsmitfavoriten in Wiesbaden zu Gast. FOTO: NICI MERZ
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Jannik Seibert - hier beim Abschluss - hofft mit der TG Friedberg auf den ersten Sieg. Die Kreisstädter sind allerdings beim Aufstiegsmitfavoriten in Wiesbaden zu Gast. FOTO: NICI MERZ

Neustart bei der TG Friedberg

  • vonSascha Kungl
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(kun/tfl/ole). Neustart bei der TG Friedberg: Nach der Trennung von Trainer Tomas Jezewski will der Handball-Landesligist aus der Kreisstadt in Wiesbaden die Wende zum Positiven schaffen. Der TSV Griedel hofft, zu Hause gegen die TGS Langenhain an Leistung vom Vorwochen-Derbysieg anknüpfen zu können, während der TV Petterweil seine weiße Weste im Spiel gegen die TG Kastel verteidigen möchte.

HSG VfR/Eintr. Wiesbaden - TG Friedberg (Samstag, 17.45 Uhr, Sporthalle Elsäßer Platz):Die TGF bestreitet ihr erstes Spiel ohne Tomas Jezewski. Nach der deutlichen Niederlage in der Vorwoche hatten sich die Wege zwischen Verein und Trainer in dieser Woche getrennt. Die Kreisstadt steht mit nur einem Punkt aus zehn Spielen am Tabellenende. Gastgeber Wiesbaden ist mit 12:8 Punkten auf Position fünf platziert. Gecoacht werden die Kreisstädter übergangsweise von Torwart Radu Balasz, Kapitän Marco Zinnel und Marcel Jonscher, die auch schon die Trainingseinheiten unter der Woche leiteten. Zur Frage nach der Vorbereitung auf den Gegner sagt Zinnel: "Wiesbaden spielt einen guten Tempohandball, und die Mannschaft ist stark im Eins-gegen-eins. Uns ist erstmal egal, wer da jetzt auf uns zukommt. Wir müssen erstmal auf uns schauen. Wir haben als Mannschaft einiges wieder gut zu machen."

Die Eintracht aus Wiesbaden stieg letztes Jahr aus der Oberliga ab und konnte sich nach verschlafenem Saisonstart festigen. Nach sechs Siegen in Folge musste sich das Team um Trainer Alexander Müller zuletzt dem Zweitplatzierten TV Idstein geschlagen geben.

TSV Griedel - TGS Langenhain (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Butzbach):Nach dem starken Saisonstart mit drei Siegen aus den ersten vier Partien konnte der Aufsteiger aus Langenhain in den letzten sechs Spielen keinen Punkt mehr holen und belegt in der Tabelle den zwölften Rang unmittelbar hinter den Griedelern. Trainer Kai Leukefeld-Zapototschny und Co-Trainer Robert Magarin-Sanchez steht eine erfahrene Mannschaft zur Verfügung, die im bisherigen Saisonverlauf bereits bewiesen hat, dass sie ein Spiel nie verloren gibt und bis zur letzten Minute kämpft. "Vor allem Spielmacher und Torjäger Frederic Bocklet sowie Christian Brauer im Rückraum, Bastian Loyal und Linkshänder Lukas Daudert sollte unser Augenmerk gelten. Die Partie gegen Langenhain ist für uns ein Vier-Punkte-Spiel. Mit einem Sieg könnten wir uns einen Vorsprung auf die Abstiegsrängen schaffen. Durch den Derbyerfolg gegen die TG Friedberg hat die Mannschaft neues Selbstvertrauen getankt und will nun endlich auch vor heimischer Kulisse punkten", erklärt Griedels Teammanager Jürgen Weiß, dessen Mannschaft in den bisherigen fünf Heimspielen in der Butzbacher Sporthalle ohne einen einzigen Punkt blieb. "Die Grundlage für unseren Auswärtserfolg in Friedberg war die geschlossene Abwehrarbeit im Verbund mit den beiden Torhütern. Durch die engagierte Zusammenarbeit in der Defensive wurden die Tempogegenstöße erst möglich. Das wird auch unsere Hauptaufgabe gegen Langenhain sein." Personell kann Griedels Trainer Dirk Schwellnus dabei aus dem Vollen schöpfen. Auch Mannschaftskapitän Sandro Krüger, der gegen Friedberg pausieren musste, ist gegen den Aufsteiger wieder mit an Bord.

TV Petterweil - TG Kastel (Sonntag, 18 Uhr, Sporthalle Petterweil):Das nächste Topspiel für den TV Petterweil! Die TG Kastel hat es geschafft, sich mit konsequenter Jugendarbeit in der Landesliga zu etablieren und kann regelmäßig die Favoriten ärgern. Trainer Kalli Klein hat die Mannschaft zu einem ernsthaften Kandidaten für die oberen Tabellenränge entwickelt. Das Mannschaftsgefüge ist seit Jahren unverändert. Der Rückraum ist wurfgewaltig und kaum berechenbar. Kalli Klein hat im Rückraum alle Optionen, die sich ein Trainer nur wünschen kann: Top-Shooter Felix Holtkötter und Trainersohn Lukas Klein im linken Rückraum beispielsweise oder die klug Regie führenden Spielgestalter Fabian Hohmann und Christian Panzer. Außerdem sorgt seit dieser Saison Tim Grzeschik, ein weiteres Eigengewächs, für Furore im Rückraum. "Die TG Kastel ist eine Mannschaft, die in der Liga jeden Gegner schlagen kann. Die Basis hierfür ist eine gut besetzte Bank sowie der aktive Rückraum, der immer wieder den Kreisläufer gut in Szene setzt. Für uns gilt es, dass wir selbst Tempo aufnehmen können und aus einer stabilen Abwehr den schnellen Weg nach vorne finden", sagt TVP-Trainer Martin Peschke. Kastel kann mit einem Sieg wieder den Anschluss an die Tabellenspitze schaffen. Der TV Petterweil will seine weiße Weste verteidigen. Es fehlt der Langzeitverletzte Benedikt Pfeiffer. Hinter dem Einsatz von Björn Ehmer steht noch ein Fragezeichen.

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