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Oberhessencup

Neun Läufe angesetzt

  • Christoph Sommerfeld
    vonChristoph Sommerfeld
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Alle hoffen auf eine Besserung gegenüber dem Vorjahrt. Da war nach dem Dreikönigslauf in Altenstadt Schluss. Ob die Rückkehr zu den Präsenzveranstaltungen gelingt, hängt wie immer vom Virus ab.

Die Läuferszene kann Anfang Februar vorsichtig optimistisch sein und zumindest auf das eine oder andere Event 2021 hoffen. Volksläufe finden an der frischen Luft statt, sind aber meist größere Ereignisse mit mehreren Hundert Sportlern. Einige Politiker und Virologen weisen auf fallende Corona-Zahlen hin, das Gros der Entscheider hebt aber mahnend den Finger und warnt aufgrund der Mutationen vor einem noch schwereren Kalenderjahr als 2020. Immerhin haben die Veranstalter des Oberhessencups (OHC) nun neun Läufe terminiert.

Mittlerweile der Pandemie zum Opfer gefallen ist der Dreikönigslauf in Altenstadt, im Vorjahr die einzige OHC-Präsenz-Veranstaltung für Laufbegeisterte. Fast alle weiteren Orte, in der die beliebte Serie normalerweise Station macht, konnten nur noch die Absage verkünden. Der TV Kefenrod hatte im Juni eine virtuelle Ausgabe seines Dorflaufs parat.

Nach der Altenstädter Absage im Januar steht aktuell fest, dass der Echzeller Wannkopflauf und der Stadtlauf in Nidda nicht zum diesjährigen Programm gehören. Während sich der TV Echzell nach stolzen 34 Jahren wohl komplett aus der Serie zurückzieht, da das Orga-Team um Karlheinz Musch kürzertreten will, steigt der TV Nidda dem Vernehmen nach zunächst nur für 2021 aus. Doch auch hier deutet sich das zumindest mittelfristige Aus des Stadtlaufs an, zumal mit Isolde Kaufmann die Leiterin nicht mehr zur Verfügung steht.

Neue Konzepte nur mit mehr Aufwand

»Und mit Geiß-Nidda dürfte uns die nächste Absage bevorstehen«, erklärt Harald Steinke aus Stockheim, der zusammen mit dem Schottener Stefan Weil für die Cup-Organisation verantwortlich zeichnet. »Ich denke nicht, dass bis zum 28. März ein Volkslauf möglich ist«, sagt Steinke. Der TV Geiß-Nidda spiele mit dem Gedanken einer Verlegung in den Oktober. Solche Überlegungen dürften auch die Vereine betreffen, deren Termine noch im Frühjahr datiert sind. Als zweite Station ist derzeit noch der Stockheimer Volkslauf im April vorgesehen. Folgen sollen die Events in Ranstadt und erneut Altenstadt (beide Mai). Noch vor den Sommerferien stehen vorerst die Läufe in Kefenrod, Schotten und Wallernhausen auf der Agenda. Den Abschluss bilden planmäßig Gedern und der Friedberger Altstadtlauf.

Neun Stationen haben die OHC-Organisatoren somit notiert. »Sechs Läufe sollten es sein, damit eine Serienwertung Sinn macht«, gibt Steinke zu verstehen. »Wenn es fünf werden, ist es auch noch okay, denke ich.«

Alternativen zur Totalabsage und virtueller Variante sind durchaus denkbar, gehen aber einher mit erhöhtem Aufwand beim Veranstalter. Zudem kann ein Konzept immer nur kurzfristig erarbeitet werden, da sich die behördlichen Vorgaben noch eine ganze Zeit lang schlagartig ändern können.

Um den traditionellen Massenstart mit 300, 400 oder 500 Leuten zu umgehen, wäre eine verzögerte Variante denkbar, um die Sportler nacheinander auf die Strecke zu schicken. Für die Zeitnahme sollte diese Option kein Problem sein. Dennoch gäbe es auch mit dieser Lösung etliche andere Baustellen, die es aus Sicht der Veranstalter zu beackern gilt. »Die Läufer dürften ja dennoch nicht zusammen duschen, derzeit dürften sie ja noch nicht mal mit anderen zusammenstehen«, hadert Steinke. »Ich würde mir das als Veranstalter nicht zumuten.« Eine Rückkehr in den Wettbewerb bleibt also auch in der Läuferszene schwierig, dennoch lebt die Hoffnung. CSO / FOTO: NIC

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