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Sven Neumann TV Okarben

Im Interview

Ein neues Kapital für die Tochter

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(msw). Ein Profiteur der Entscheidung der Gremien zur Absetzung der Tischtennis-Saison samt Auf- und Abstiegsregelung ist der TV Okarben, denn mit der zweiten Mannschaft rangierten die Okärber in der Tischtennis-Bezirksoberliga Mitte der Herren, Gruppe 2, auf dem Relegationsplatz, der jetzt zum Klassenerhalt reicht. Darüber ist der TV-Akteur Sven Neumann natürlich sehr erfreut. Noch mehr beschäftigt ihn aber die Zukunft seiner Tochter Josephina.

Herr Neumann, jetzt gibt es Planungssicherheit beim TV Okarben. Wird Kaderspieler Nils Rau nun bei Ihnen bleiben können?

Das glaube ich nicht, da er vom Verband signalisiert bekam, dass nach zwei Jahren bei uns jetzt der nächste Schritt kommen muss. Allerdings hoffe ich, dass wir mit einem anderen Nachwuchsspieler einen ähnlichen Weg gehen können.

Wie sieht es bei ihrer Tochter Josephina aus, die bisher sehr erfolgreich in Staffel in der Regionalliga gespielt hat ?

Wir werden in Staffel bleiben, und sie wird jetzt in die Nationalmannschaft U 14 aufgenommen. In Staffel spielte sie zuletzt im vorderen Paarkreuz, da gab es vorwiegend Niederlagen. Es fällt ihr weiterhin sehr schwer, damit umzugehen. Sie wird sich auch weiterhin mit allen Mitteln dagegen wehren, dass es dazu kommt.

Fast hätte es ja ganz vorbei sein können…

Ja, man sieht, wie schnell so etwas gehen kann. Auf dem Schulhof ist sie umgeknickt und wenn es noch ein bisschen schlechter gelaufen wäre, hätte sogar einiges gerissen sein können. Das zeigt uns immer wieder, dass wir nicht von irgendetwas träumen sollten, was in der Zukunft sein kann.

Zumindest die kurzfristige Frage der weiterführenden Schule muss nun allerdings geklärt werden…

Wir haben mit der Schule in Karben gesprochen, doch sie haben überhaupt kein Interesse, mit einer Schülerin umzugehen, die im Leistungssport tätig ist, da sie zu viele Fehltage hätte. Somit blieb uns doch nur die Möglichkeit, sie auf die Sport-Eliteschule nach Frankfurt zu geben, auch wenn sie vor der siebten Klasse noch nicht im Internat wohnen kann. Es ist eine Ironie des Schicksals, dass wir sie jetzt jeden Tag dorthin bringen müssen, obwohl ich berufliche Fahrten nach Frankfurt gerade verhindern konnte. Das wird schon ein echter Kraftakt, doch zumindest kann sie dann oft direkt zum Kadertraining fahren. FOTO: PV

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