Am Bully: Tim Heß (unten) ist mit seinem finnischen Team "YMCA Esports" in die neue Saison der European Champions League gestartet. SCREENSHOT: TWITCH
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Am Bully: Tim Heß (unten) ist mit seinem finnischen Team "YMCA Esports" in die neue Saison der European Champions League gestartet. SCREENSHOT: TWITCH

Neuer Name, neues Glück

  • Erik Scharf
    vonErik Scharf
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(esa). Neues Jahr, neues Glück für Tim "Timasy" Heß. Der Bad Nauheimer sitzt seit vergangenen Dienstag wieder in der European Champions League (ECL) im Eishockey-Videospiel "NHL 21" am Controller. In der vergangenen Saison startete der 21-jährige ESportler mit seinen sieben finnischen Teamkollegen noch unter dem Namen "Unlucky Boys", zur neuen Runde ist die Truppe unter das Dach der E-Sports-Organisation YMCA aus dem finnischen Tampere gewechselt.

Der Start in die insgesamt elfte Saison seit Gründung der Elite-Liga verlief für "Timasy", der als bester deutscher NHL-Spieler auf der PlayStation gilt, noch nicht ganz nach Plan. Die beiden Duelle gegen das Spitzenteam von KOVA E-Sports gingen am Montag mit 2:3 (zwei Heß-Tore nach 0:3-Rückstand reichten nicht) und 1:2 nach Verlängerung verloren - wenige Sekunden vor Ende der ersten Overtime. Ein bitteres Ende, das dem finnischen Team in der vergangenen Spielzeit häufig passierte und in Spiel 7 der Viertelfinal-Serie der vergangen Spielzeit gegen "hReds" auch das Saisonaus besiegelte. Am gestrigen Mittwochabend kam es zum virtuellen Wiedersehen, Im ersten Spiel setzte sich "YMCA" mit 3:1 durch, im Rückspiel gab es eine 2:5-Packung.

Dass Heß und sein Team etwas schwer aus dem Startblock gekommen sind, ist für intensive Beobachter der Szene nicht überraschend. Personalprobleme sorgten dafür, dass Top-Spieler Antti Kuru, der laut Heß zu den besten Spielern Europas zählt, in der Verteidigung aushelfen musste und Heß, eigentlich Flügelspieler, die mittlere Position in der Angriffsreihe übernahm. Dazu kommt, dass Kuru ab Januar in Finnland der Wehrpflicht nachkommen muss und "YMCA" nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen wird.

Szene wächst

Wie die gesamte E-Sport-Szene wächst auch die ECL immer weiter, die Coronavirus-Pandemie hat dem digitalen Sport kaum Kratzer zugefügt - im Gegenteil. Seit dieser Saison ist der finnische Snack-Hersteller "Atria Wilhelm" offizieller Partner der Liga, 15 000 Euro an Preisgeld werden ausgeschüttet, allein 10 000 Euro bekommt das Siegerteam.

Der Spielmodus ist simpel,. 16 Teams spielen bis zum 21. Januar eine Hin- und Rückrunde, danach geht es mit Playoffs und Playdowns im Modus "best of seven" weiter.

Ausgewählte Spiele der ECL werden auf der Streamingplattform Twitch (twitch.com/nhlgamer) mit Kommentar professionell übertragen, Heß streamt seine eigenen Auftritte auf seinem Twitch-Kanal (twitch.com/timasy). Nächster Gegner ist am kommenden Montag (ab 20 Uhr) "Sawo Esports". FOTO: PV

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