Dardan Krasniqi (l.) und die SKG Albanischer Verein Wetterau Friedberg gehen als ambitionierter Aufsteiger in die neue Saison der Fußball-Kreisliga B. FOTO: JAUX
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Dardan Krasniqi (l.) und die SKG Albanischer Verein Wetterau Friedberg gehen als ambitionierter Aufsteiger in die neue Saison der Fußball-Kreisliga B. FOTO: JAUX

Neue Symbiosen im "Reserven-Mekka"

(lab). Es gibt viel Neues in der Fußball-Kreisliga B Friedberg, Gruppe 2: Der FSV Kloppenheim hat sein A-Liga-Ziel erreicht, der SSV Heilsberg ist hinterhergeklettert. Die vergangene Saison bescherte dem Zuschauer einiges an Dominanz - auch das könnte vorbei sein. Es könnte eine spannende, enge Saison bevorstehen. Ohne Favoriten, ohne Siege am laufenden Band. Vielleicht aber auch ohne Gewissheit, denn die zweite Gruppe der B-Ligen ist zum Reserven-Mekka geworden: Lediglich fünf erste Mannschaften tummeln sich zwischen zehn B-Teams.

Da ist es am Ende nicht unwahrscheinlich, dass sich eine zweite Elf den einen Aufstiegsplatz schnappt. Denn auch das ist neu: Nur der Erste darf nach oben, nur der Letzte muss nach unten. Da scheint es fast logisch, dass sich nicht die halbe Liga auf den Platz an der Sonne bewirbt - es muss schon alles passen für den Aufstieg.

Und dennoch gibt es sie, die starken Kader, die Euphorie und die Ziele. In Assenheim und in Ossenheim. Denn der SV Assenheim unter Trainer Gennaro Grazioso weiß, worauf er bauen kann. Auf eine junge Mannschaft mit Motivation, mit Tatendrang. Trotz der Corona-Lage zeigt sich Coach Grazioso mit der Vorbereitung zufrieden: "Es machen alle gut mit, wir sind durchgehend 18 bis 23 Leute im Training", so der Spielertrainer. Auf dem Feld könne man auf eine gute Umsetzung der Ideen bauen, müsse allerdings vier Abgänge verkraften. Darunter Stürmer Dominique Ware den es zum VfB Friedberg gezogen hat. Der Kader sei an sich aber nicht schwächer geworden - und vielleicht reicht es ja für ganz oben, Druck macht man sich allerdings nicht.

Ossenheim neue SKG-Heimat

Ossenheim ist die neue Heimat des SKG Albanischer Verein Wetterau. Im ersten Jahr nach der Gründung direkt aufgestiegen, mit einem Berg an Zuversicht und einem großen Kader gesegnet. Es ist fast schon Ehrfurcht, die da vor den Neulingen erwächst, denn man traut dem Team von Trainer Avdush Aliju einiges zu. Und das vielleicht zu Recht: "Wir sind gut vorbereitet, die Jungs sind motiviert, vertragen sich. Es ist so gesehen einfach, zu arbeiten", sagt der Erste Vorsitzende Enis Loga. Der Kader hat sich nochmals vergrößert, gute Spieler sind nach Ossenheim gekommen. Und auch selbst hätte man nichts dagegen, oben mitzuspielen - gemäß der Euphorie die einem vom SKG entgegenschwappt, scheint daran auch kein Zweifel.

Zwei A-Teams also für oben, gefolgt von zwei bis drei B-Teams. Der FC Karben II versucht mit zwei Neuzugängen seinen Abgang Marcel Hübner zu kompensieren, beim FC Olympia Fauerbach II vertraut man auf zwei getrennte Mannschaften. Und auch den SV Gronau II sollte man mit Neu-Coach Bruno Ventura und guten Testspielergebnissen nicht vergessen.

Fernab von Aufstiegszielen gibt es unterdessen zwei neue Symbiosen: Mit der SG Wöllstadt II und der SG Reichelsheim/Leidhecken kicken zwei neue "SGs" in der Liga - zwei mit ähnlichen Zielen. In Wöllstadt hat man mit Ober- und Nieder-Wöllstadt zwei ohnehin gegenseitig bekannte Clubs verbunden, will eine Einheit formen und ins Mittelfeld. Mit dem SV Reichelsheim und dem SV Germania Leidhecken haben sich indes zwei personell gebeutelte Clubs gefunden, jetzt will man gegenseitig profitieren und vor allem eins: weiter Fußball spielen. Andere für das Mittefeld infrage kommende Clubs finden sich neben der Reserve des FC Massenheim und der SG Bruchenbrücken/Kaichen II auch in Blau-Gelb Friedberg. Coach Domeniquo Gasbarrone baut dort auf einen kleinen, aber geformten Kader und vier Neuzugänge, die bereits integriert sind.

Und vielleicht findet man auch den VfB Petterweil künftig wieder gesicherter, mit Neu-Coach Daniel Wittig probiert man beim zuletzt im Keller festgenagelten Club nun etwas Neues aus. Wen es also nach unten zieht, bleibt abzuwarten - Reserven sind gerne für Überraschungen gut, positiv wie negativ. Mit dem 1. FC Rendel II kommt zudem ein starker Aufsteiger aus der C-Liga nach oben, der für eben solche Überraschungen gut sein kann.

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