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Daniel Stüber vom SV Germania Leidhecken sieht in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Reichelsheim die bessere Zukunft.

Zusammenschluss

Neue Spielgemeinschaft im Fußballkreis Friedberg angekündigt

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Der SV Reichelsheim und SV Germania Leidhecken wollen sich zukünftig zusammen tun. Dies bestätigten beide Vereine. Ein entsprechender Antrag soll bald gestellt werden.

Der SV Reichelsheim und der SV Germania Leidhecken gehen für die neue Saison eine Spielgemeinschaft ein. Reichelsheims Vereinsvorsitzender Cenk Gönül sowie Leidheckens Spielausschussvorsitzender Daniel Stüber bestätigten auf Nachfrage dieser Zeitung einen entsprechenden Antrag in den kommenden Tagen einreichen zu wollen.

SV Reichelsheim bereits in der Vergangenheit mit zwei Spielgemeinschaften

Cenk Gönül und SV Reichelsheim wollen zukünftig mit Nachbar Leidhecken gemeinsame Sache machen.

"Die Vorstände beider Vereine haben einen guten Kontakt, es ist für beide jeweils der nächste Ort und auch wenn beide Vereine auf dem Papier jeweils genug Spieler für eine Mannschaft haben, wusste man es doch keinen Sonntag genau, ob es reicht", erklärt Gönül die Hintergründe des Zusammenschlusses. "Unser Ziel ist es, in Zukunft entspannt eine Mannschaft stellen zu können und darauf aufzubauen." Mittelfristig sei etwa die Bildung einer zweiten Mannschaft denkbar, aber "zunächst wollen wir keinen Druck machen und versuchen, es mit einer Mannschaft richtigzumachen", sagte Gönül.

Die Reichelsheimer hatten in Vergangenheit bereits zwei Spielgemeinschaften - zunächst in der Saison 2003/04 eine mit dem SV Teutonia Staden, die aber nach einer Saison wieder beendet wurde, dann ab der Saison 2014/15 eine dreijährige Partnerschaft mit dem KSV Bingenheim, die 2017 ihr Ende fand. Auch wenn die Reichelsheimer seitdem sportlich wieder auf eigenen Beinen stehen und in der vergangenen Saison nach einem Jahr in der C-Klasse den Aufstieg in die Kreisliga B Friedberg, Gruppe 2, schafften, bekleiden sie dort aktuell nur den vorletzten Platz. Eine zweite Mannschaft nimmt nicht am Spielbetrieb teil.

Kaderstärke geht auch beim SV Germania Leidhecken immer weiter zurück

Den vorletzten Platz im Klassement haben auch die Leidhecker in der Kreisliga C Friedberg, Gruppe 2, inne, wobei der Letzte - die zweite Mannschaft von Blau-Gelb Friedberg - bereits zurückgezogen hat. "Beide Vereine waren schon länger am Überlegen, wie es in Zukunft weitergehen soll, die Kaderstärken gehen schon länger zurück", erklärte Stüber. Nach einer Videokonferenz der Vorstände sowie - mit den Lockerungen hinsichtlich der Kontakte aufgrund der Corona-Pandemie - einem persönlichen Treffen sei man sich schnell einig geworden. "Es ist aktuell noch alles relativ frisch", sagt Stüber. Sollte der Vorschlag des HFV-Präsidiums vom Samstag angenommen werden, wäre die aktuelle Saison abgebrochen, es gäbe keine Aufsteiger - und die neue Spielgemeinschaft könnte aufgrund des B-Liga-Startplatzes des SVR in der kommenden Saison dort antreten.

Die Vereine haben sich darauf verständigt, dass Spiele und Trainingseinheiten abwechseln in beiden Orten stattfinden sollen. Zudem bilden die Spielausschüsse beider Vereine ein gemeinsames Team für die Organisation. Ein neuer Trainer für die neue Mannschaft wird noch gesucht. "Wir sind noch relativ am Anfang unserer Zusammenarbeit", erklärte Stüber.

Antrag auf Spielgemeinschaft bereits angekündigt - Genehmigung offenbar nur Formsache

Kreisfußballwart Thorsten Bastian (Rockenberg) bestätigte auf Anfrage, dass beide Vereine ihm mitgeteilt hätten, einen Antrag zur Bildung einer Spielgemeinschaft einreichen wollen. Diese muss dann von ihm selbst genehmigt werden, was lediglich eine Formsache darstelle.

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