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Neue Saison - neuer Trainer - neue Talente

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Am Samstag (Usa-Wellenbad / 20.15 Uhr) steigt die erste Wasserball-Mannschaft des VfB Friedberg erstmals in der neuen Saison ins heimische Becken und absolviert ihr erstes Spiel in der 2. Wasserball-Liga Süd. Gegner ist der amtierende 2. Liga-Meister SV Cannstatt. Die Kreisstädter präsentieren sich hierbei nicht nur mit neuen Trainern und neuem Kapitän, sondern vor allem mit viel Ehrgeiz und jungen Talenten.

Die Vorbereitung auf den Saisonstart an diesem Wochenende laufen bereits seit Mitte August. Reiner Goy, der die Mannschaft zu einem guten achten Platz geführt hatte, stellte sein Traineramt bereits nach einem Jahr wieder zur Verfügung, so dass Wasserballwart Norbert Duch und Abteilungsleiter Markus Scholl auf Trainersuche gehen mussten. Mit Olaf Vetter, einen erfahrenen Spieler und Torjäger der vergangen Jahre, präsentierte man auf einer Mannschaftssitzung im August einen neuen Spielertrainer, der die Mannschaft sehr gut kennt und auch von ihr sehr positiv aufgenommen wurde. Da der 41-jährige Olaf Vetter auch noch selbst zum Ball greifen wird und die Betreuung am Beckenrand bei Spielen daher nicht optimal laufen kann, hatte sich schnell Abteilungsleiter Markus Scholl als Co-Trainer gefunden. Während überwiegend Olaf Vetter das Training gestaltete, wird es die Aufgabe von Markus Scholl sein, die Spielbetreuung zu übernehmen.

Das Trainergespann hatte ganz neue Ziele und Methoden vorgenommen. Im Vordergrund stand hier die Verbesserung der individuellen Fähigkeiten, und vor allem sollte trotz der harten Trainingsarbeit immer auch Spaß und Begeisterung garantiert sein. Erstmals überhaupt wurde das Krafttraining fester Bestandteil des Trainings. Die Trainer legten viel Wert auf die Grundausbildung, die gerade den jungen Spielern in einigen Bereichen fehlte. Ergänzt wurde das Training durch umfangreiche Leistungstest. Zirkeltraining, die so wichtige Ballarbeit und unerlässliche Technik- und Taktikübungen standen in der über dreimonatigen Vorbereitungsphase auf dem Trainingsplan.

Personell hatte die Mannschaft lediglich den schnellen Marcus Schultz verloren, der wieder für seinen alten Verein ASC Brandenburg an den Start geht. Ganz neu im Team ist der 25-jährige Stefan Schmidt, der aus Dresden kam. Viel mehr Verantwortung, Engagement und Torerfolge werden diese Saison von den jüngeren Spielern erwartet, die schon seit einigen Jahren dabei sind. Der starke Center und neue Kapitän Florian Hondrich, Patrice Hütt und Oliver Roth werden neben den »alten Hasen« Olaf Vetter, Holger Luhmann, Norbert Duch, Harald Klein und Andreas Lorenz neue Leistungsträger sein.

Viel erwartet wird auch von dem 18-jährigen Ilja Scerbinin, der einen sehr guten Trainingseindruck hinterlässt. Der stark verbesserte 17- jährige Tobias Hahn, der 16-jährige schwimmstarke Dennis Scholl sowie der auffällig talentierte 16-jährige Marco Zinnel gehören nunmehr fest zum Kader der ersten Mannschaft und brennen auf erste Einsätze in der 2. Liga Süd. Ebenso zum Kader gehören Johannes Schäfer und der allerdings beim Wehrdienst verweilende Henry Dietz. Bei den Torhütern ist ganz klar Thomas Schmidt als Nr. 1 gesetzt. Der 17-jährige Max Weitzel, Kai-Uwe Grüning und Marco Seitz komplettieren die Torwart-Riege.

Der große Kader sorgte dafür, dass auch ein positiver Konkurrenzkampf entstand, denn schließlich können nur maximal 13 Spieler bei einem Spiel eingesetzt werden.

Minimalziel ist der Klassenerhalt, angestrebt wird jedoch mindestens Platz acht im Zwölferfeld. Dass ausgerechnet der absolute Topfavorit SV Cannstatt, der auf den Aufstieg in die 1. Bundesliga verzichtet hatte, der erste Gegner sein wird, lässt sicherlich noch keinen Erfolg erwarten.

Andererseits kann der VfB völlig frei aufspielen, und der neue Kapitän Florian Hondrich spricht wohl allen aus der Seele: »Unsere wichtigen Spiele kommen natürlich erst noch, aber zumindest wollen wir die fast unbezwingbaren Cannstätter etwas ärgern.«

Dass die Schwaben mit dem ehemaligen Nationaltorwart Volker Wörn anreisen, macht die Sache nicht gerade leichter. Wohl wissend, dass Olaf Vetter letzte Saison im Auswärtspiel in Cannstatt Volker Wörn selbst viermal überwinden konnte, motiviert er seine Jungs: »Es bereitet immer besondere Freude, einen richtig guten Torwart das Nachsehen zu geben.«

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