_3aSPOLSPORT221-B_092601_4c
+
Trainer Christian Breiler und die HSG Gedern/Nidda können für die neue Saison planen.

Neue Gegner, alte Ziele

  • Philipp Keßler
    VonPhilipp Keßler
    schließen

(phk). Jetzt ist die Katze in der 3. Handball-Liga der Frauen aus dem Sack: 70 Mannschaften und eine Vorrunde mit sechs Staffeln wird es in der neuen Saison 2021/22 geben. Dies gab der Deutsche Handball-Bund (DHB) am späten Mittwochabend bekannt, nachdem Vorstand und Präsidium des DHB auf Vorschlag der Spielkommission 3. Liga entsprechende Beschlüsse zu Staffelanzahl und Modus gefasst hatten.

Der Wetterauer Vertreter, die HSG Gedern/Nidda, findet sich in Staffel D wieder und bekommt es dort - neben einigen hessischen Duellen - mit einer anderen geografischen Richtung auf der Drittliga-Landkarte zu tun: dem Westen. Denn neben den Lokalkonkurrenten SG Kleenheim-Langgöns und HSG Lumdatal warten dort der 1. FC Köln, der 1. FSV Mainz 05 II, Fortuna Düsseldorf, die HSG Rodgau/Nieder-Roden, die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim, die TB Wülfrath, die TSG 1888 Eddersheim, der TSV Bayer 04 Leverkusen II und der TuS Königsdorf.

»Mit Eddersheim und Mainz-Bretzenheim sind natürlich zwei echte Bretter in der Gruppe, das sind richtig starke Mannschaften. Mit dem Rest können wir aber durchaus mithalten, auch wenn man bei den zweiten Mannschaft nie weiß, wer aufläuft«, sagte der HSG-Vorsitzende Martin Schindler auf Nachfrage.

Liga-Startschuss Anfang September

Die Spielzeit beginnt - abhängig vom Votum der Vereine - am letzten August- oder ersten Septemberwochenende und endet - nach Abschluss von Auf- und Abstiegsrunde - am ersten Juniwochenende kommenden Jahres. Es sollen insgesamt drei Aufsteiger in die 2. Liga ausgespielt werden, 22 Teams sollen in die Oberligen absteigen, sodass für die Saison 2022/23 60 Mannschaften für die 3. Liga spielberechtigt wären.

In der neuen Saison wird zunächst eine Vorrunde im Modus »jeder gegen jeden« mit Hin- und Rückrunde gespielt - in zwei Staffeln à elf, und vier Staffeln à zwölf Mannschaften. Die beiden Erstplatzierten jeder Staffel können anschließend an der Aufstiegsrunde teilnehmen, sofern sie im Vorfeld dafür gemeldet haben. Sollte eine der Erst- und Zweitliga-Reserve-Mannschaften einen dieser Plätze belegen, kann maximal der Dritte der jeweiligen Staffel an der Aufstiegsrunde teilnehmen. Diese wird in drei Gruppen à vier Mannschaften gespielt, die Gruppensieger steigen auf.

Wichtig: Die Punkte aus der Vorrunde werden mitgenommen. Für den ambitionierten Ex-Zweitligisten aus dem Wetterauer Osten bedeutet das: »Eddersheim und Mainz-Bretzenheim sind die Favoriten, danach kommt das breite Mittelfeld, zu dem wir auch gehören«, sagt Schindler. »Den Klassenerhalt werden wir hoffentlich vorzeitig schaffen.«

Um den Klassenverbleib spielen derweil die Mannschaften, die in ihrer Vorrundengruppe die Plätze sieben bis elf bzw. zwölf belegt haben. So entstehen vier Gruppen à sechs und zwei Gruppen à fünf Mannschaften. Die gegen einen direkten Konkurrenten erzielten Punkte werden ebenfalls mitgenommen. Erster und Zweiter jeder der sechs Gruppen verbleiben in der 3. Liga, der Rest muss den Gang nach unten antreten.

Auf freiwilliger Basis können die Mannschaften auf den Plätzen eins bis sechs der Vorrundengruppen nach der Vor- und Rückrunde zudem um den Ligapokal spielen. Hier sind auch Zweitmannschaften teilnahmeberechtigt. »Dafür würden wir definitiv melden. Es ist immer besser zu spielen, als nicht zu spielen - genug trainiert haben wir ja jetzt schließlich. Aber natürlich ist es schöner, es geht am Ende der Saison wirklich noch um etwas«, sagt Schindler, der den Modus insgesamt »absolut okay« findet. Die größere Zahl an Mannschaften in der 3. Liga habe den Vorteil, dass die Staffeln von den Entfernungen der Spielorte besser einzuteilen seien.

Erstes Testspiel am Wochenende

Nach wie vor sind die Drittliga-Handballerinnen unter Trainer Christian Breiler im Training, am Samstag steht das erste Testspiel gegen den SV Germania Fritzlar (alle weiteren Termine im Kasten) auf dem Plan. In den letzten beiden Juli-Wochen wird noch einmal eine zweiwöchige Urlaubspause eingelegt, anschließend geht es in die heiße Phase der Vorbereitung mit Blick auf den Saisonstart.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare