Handball

Neue HSG für Butzbach

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(pm). Auch wenn aktuell der Handballsport ruht, so gibt es dennoch Neuigkeiten: Der HSV Butzbach-Degerfeld macht in Zukunft gemeinsame Sache mit der HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach - als Handballspielgemeinschaft Butzbach. Unter ihrem Dach sollen ab 1. Juli jeweils drei Männer- und Frauenmannschaften sowie der gesamte Jugendspielbetrieb an den Start gehen. Dies teilten die Vorsitzenden der vier Stammvereine in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Die Vereine wollen auf diese Weise mit ihren gemeinsamen Hallenzeiten das sportliche Angebot flexibler machen, mit dem klaren Namen eine höhere Identifikation für die Sponsoren in und um die Weidig-Stadt erreichen und außerdem den sportlichen Nachwuchs in der Breite ansprechen und motivieren. "Wir denken, es ist gerade in dieser Zeit wichtig, sich sportlich Hände zu reichen und näher zusammenzurücken", wird Nils Wittig vom HSV Butzbach-Degerfeld, in der Mitteilung zitiert.

Der HSV Butzbach-Degerfeld liefert im Männerbereich mit einem Platz in der Bezirksliga A (das Team war 2018 aufgestiegen und hatte in der zuletzt abgebrochenen Saison den siebten Platz belegt) den ranghöchsten Startplatz der HSG. Die zwei weiteren Plätze von der bisherigen HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach befinden sich in den Bezirksligen C und D Süd, wo die Dreier-HSG zuletzt die Plätze zwei und eins belegt hatte. Laut Mitteilung soll die Zusammensetzung der Kader völlig neu und leistungsorientiert gestaltet werden. Die Gespräche hierzu liefen bereits.

Im Damen- und Jugendbereich ist die alte HSG alleiniger Lieferant der Teams. Die bisherige HSG-Jugend mit einem Oberliga-Team in der weiblichen Jugend C als Aushängeschild, sei ohnehin gut aufgestellt gewesen.

"Mit der Fusion setzen wir mit einem spielstarken HSV gemeinsam ein Zeichen für die heimischen Handballer", sagte der Vorsitzende des TV Kirch-Göns, Thorsten Metz. Dass die Union Sinn macht, in dem sie "die Konkurrenzsituation in der Stadt verringert", glaubt auch Jürgen Ratz als Vorsitzender des TV Pohl-Göns, der so auch "das Abwandern junger Spieler zu anderen Vereinen verhindern möchte". Michael Rüspeler vom TSV Butzbach weist auf etliche Gespräche mit den Vorständen in der Vergangenheit hin. Er sagte: "Ich möchte allen Beteiligten für ihre Bereitschaft danken, diesen Schritt in eine neue zukunftsträchtige HSG mitzugehen. Wir hoffen, dass dies dem Handballsport einen weiteren Schub in unserer Stadt gibt." Dabei sei das nun Geschaffene auch der ausdrückliche Wunsch der Stadt Butzbach gewesen.

Die Genehmigung des Hessischen Handball-Verbandes für das neue Vereinskonstrukt liegt bereits vor. Nähere Details zum Vertrag und der Vereinsstruktur wollen die Verantwortlichen in den kommenden Wochen ausarbeiten und dann auch Namen für Trainer- und Vorstandsposten veröffentlichen.

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