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Nervenstarke Bad Vilbelerinnen

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Von: Redaktion

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Wetterauer Derby in der Volleyball-Oberliga der Frauen. Anders als 2017 unterlagen die Damen der TG Groß-Karben ihrem Nachbarn und Gastgeber SSC Bad Vilbel II allerdings deutlich mit 0:3 (11:25, 24:26 und 16:25) und rutschten damit auf Rang acht ab, wohingegen die Brunnenstädterinnen weiterhin auf dem geteilten ersten Platz rangieren.

Wetterauer Derby in der Volleyball-Oberliga der Frauen. Anders als 2017 unterlagen die Damen der TG Groß-Karben ihrem Nachbarn und Gastgeber SSC Bad Vilbel II allerdings deutlich mit 0:3 (11:25, 24:26 und 16:25) und rutschten damit auf Rang acht ab, wohingegen die Brunnenstädterinnen weiterhin auf dem geteilten ersten Platz rangieren.

Wie schon beim Saisonauftakt gegen Bergshausen konnten die Karbenerinnen zwar über weite Strecken des Spiels gut mithalten und hätten Satz zwei fast für sich entschieden, zeigten aber gerade in der entscheidenden Phase Nerven. Wenn am nächsten Sonntag der Mit-Tabellenführer USC Gießen nach Karben kommt, werden die Gastgeberinnen mehr Konzentration und Durchschlagskraft brauchen, um endlich ihre ersten Punkte zu holen. Dies wäre sicher auch im Sinne der Bad Vilbelerinnen, die sich nach dem Arbeitssieg in Groß-Karben über einen Patzer der direkten Konkurrenz sicher freuen würden.

Das Karbener Team konnte in der Nachbarstadt immerhin neun Spielerinnen aufbieten. Neuzugang Janina Hecht übernahm die Rolle der Zuspielerin, Julia Hinterthür agierte in ihrer gewohnten Rolle als Libera. Die Mannschaft startete hellwach ins Spiel, nutzte die Anfangsnervosität der Gegnerinnen aus und führte nach wenigen Ballwechseln mit 4:1. Als die Gastgeberinnen sich fingen, wurde daraus rasch ein 6:6 und kurz darauf ein 6:7. Auszeit auf Karbener Seite. Die half nur kurzfristig. Nach dem 7:7 zog der SSC unbeirrt davon, und die TG machte fast nur noch Punkte, wenn Bad Vilbel patzte. Nächste Auszeit bei 9:15 – wieder fast ohne Wirkung. Der Satzverlust fiel entsprechend deutlich aus: 11:25. Das lag auch an SSC-Zuspielerin Daniela Fritsch, die ihre drei Angreiferinnen am Netz, Lisa Hornung, Natascha Raisig und Lina Djouiai, gekonnt einsetzte.

Von der Überlegenheit im ersten Satz war zu Beginn des zweiten Satzes aber nichts mehr zu sehen. Die Annahme schwächelte dermaßen, dass die eingewechselte Zuspielerin Pia Nau kaum eine Chance hatte, ihre Pässe zu verteilen. Beim Rückstand von 6:10 rappelten sich die Bad Vilbeler Spielerinnen noch einmal auf. Natascha Raisig konnte mit starken Angaben den Ausgleich erzielen. Beim 12:11 lag der SSC erstmals in Front. In der Folge kämpften beide Mannschaften um jeden Punkt. Durch gute Blockaktionen von Katharina Weislogel konnte der Karbener Angriff in Schach gehalten werden. Mit viel Glück und vielleicht den besseren Nerven wurde der Satz nach einer halben Stunde mit 26:24 gewonnen – trotz gleich zehn Angabefehler.

Die knapp vergebene Chance zum Satzausgleich wirkte im dritten Satz auf Karbener Seite zunächst nach. Bei Bad Vilbel spielten Natascha Raisig für Kelly Santos über die Diagonale und Linda Feil sowie Deborah Rohr stellten den Außenangriff. Nach schwachem Start rappelten sich die Gäste auf und lagen bei 10:9 erstmals vorn. Anschließend wieder ein ausgeglichenes Spiel – bis zum 16:16. Danach punkteten nur noch die Gastgeberinnen. Denn nach dem Wechsel von Daniela Fritsch im Zuspiel und Natascha Raisig über die Diagonale herrschte wieder mehr Ruhe auf dem Feld. Die Brunnenstädterinnen brachten in der Folge den Satz mit 25:16 nach Hause und holten sich mit dem 3:0-Sieg die nächsten drei Punkte. Das Fazit aus Bad Vilbeler Sicht: »Gegen die abwehrstarke Mannschaft aus Karben mussten wir um jeden Punkt hart kämpfen – am Ende können wir uns mit einem 3:0 glücklich schätzen.«

Am Samstag (20 Uhr) begrüßt der TG Naurod »Zweite« aus Bad Vilbel in der Kellerskopfhalle. Die Vorzeichen sind gut: In der vergangenen Saison gab es zwei Siege – allerdings nie mit 3:0.

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