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Bad Nauheims Trainer Kujala: »Keinen Kampf gesehen«

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(mw) Als Jörg Wartenberg in der 48. Minute für die Lausitzer Füchse den 3:2-Führungstreffer markierte und Jan Guryca aus Frust den Puck wegschleuderte, bahnte sich für den EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 das Anfang vom Ende an; sprich: die Gäste aus Weißwasser bogen auf die Siegerstraße ein. Am Ende verloren die Roten Teufel das Heimspiel mit 2:5 (1:1, 1:1, 0:3).

Aufgrund des letzten Drittels geht der Dreier für Weißwasser in Ordnung, der Tabellenzweite bleibt damit auf der Erfolgswelle. Bad Nauheim verpasste nach schwacher Leistung im achten Spiel in Folge einen Dreier und musste sich erstmals nach den drei Overtime-Siegen zuletzt wieder geschlagen geben.

Kujala polterte auf der Pressekonferenz: »Wir haben das Spiel kampflos abgegeben. Wir waren nicht bereit und nicht in der Lage, die einfachsten Dinge richtig zu machen. Ich habe keinen Kampf gesehen. Zuhause darf man sich nicht so präsentieren«. Sein Gegenüber Dirk Rohrbach war mit seiner Mannschaft freilich zufrieden: »Jeder hat für den anderen gekämpft. Das 3:2 war etwas glücklich. Aber wir hatten den größeren Willen, das Tor zu machen«.

Bad Nauheim schaffte es gestern nicht, das Publikum mitzureißen und leidenschaftliches Eishockey zu bieten. Vieles blieb Stückwerk, vier Überzahlsituationen wurden nicht genutzt und die Abwehr stand nicht so sicher wie zuletzt. Immer wieder konnte Jan Guryca brenzlige Situationen entschärfen und hielt damit seine Mannschaft lange im Spiel. Nachdem das 2:3 gefallen war, verlor er aber die Beherrschung und kassierte eine Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe.

Die Gastgeber kamen weiterhin nicht in die Spur, ließen kein Aufbäumen erkennen und ermöglichten den Lausitzern zwei weitere Treffer. Nach dem 2:5 machten sich einige Zuschauer schon auf dem Heimweg, während für die Gästefans die Feier begann.

Bad Nauheim hatte aus dem Vollen schöpfen können und neben sieben Verteidigern 13 Stürmer aufgeboten. Goran Pantic kam als überzähliger Offensivspieler nur in der Schlussphase zum Einsatz, während Alexander Baum als siebter Defensivmann regelmäßig Eiszeiten erhielt. Die Gäste waren mit lediglich 17 Mann angereist und konnten exakt drei Reihen aufbieten. 16 Minuten lang fehlte ihnen im zweiten Drittel zudem Scott King in der nominell ersten Reihe. Die Gastgeber konnten die quantitative Überlegenheit somit nicht auf das Eis bringen. Die Gäste hatte die personelle Misere offensichtlich zusätzlich motiviert.

Die Gastgeber gingen durch Harry Lange in Führung, der mithilfe des Schlittschuhs von Weißwasser-Goalie Boutin das Hartgummi im Tor unterbringen konnte. Sechs Minuten später (14.) glich Greg Classen aus, der nach einem Wartenberg-Blueliner und der Parade von Guryca völlig frei stand. Im zweiten Drittel brachte Jonas Johannsson die Gäste in Führung (23.), nur 15 Sekunden später schlenzte Dusan Frosch den Puck in das linke obere Eck – 2:2. Nach Johanssons zweitem Treffer aus kurzer Distanz (48.) erhöhten Adam Domogalla nach einem Solo (54.) und Dennis Swinnen mit einem Handgelenksschuss in den Winkel (57.).

EC Bad Nauheim: Guryca – Paris, Ketter, Hajek, Schütz, Noske, Blankart, Baum - Frosch, Lange, Aab, Helms, Campbell, Beca, Oppolzer, Gerbig, Strauch, Spöttel, May, Daxlberger, Pantic.

Lausitzer Füchse: Boutin – Geiseler, Wartenberg, Gerstung, Mücke, Fischer, Heyer – King, Albrecht, Lavallee, Palka, Classen, Johannsson, Swinnen, Götz, Domogalla.

Steno: Tore: 1:0 (8.) Lange (Aab, Hajek), 1:1 (14.) Classen (Wartenberg, Johannsson), 1:2 (23.) Johannsson (Palka, Classen), 2:2 (24.) Frosch (Aab, Lange), 2:3 (48.) Johannsson (Palka, Classen), 2:4 (54.) Domogalla (Mücke, King), 2:5 (57.) Swinnen. – Schiedsrichter: Sascha Westrich. – Strafen: Bad Nauheim 6 plus 10 (Guryca), Weißwasser 10 plus 10 (Mücke). – Zuschauer: 2228.

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