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EC Bad Nauheim vor wichtiger Phase

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Der Topscorer der vergangenen Saison hat noch etwas Ladehemmung: Matt Beca erkämpfte sich viele Chancen und will an der Ausbeute arbeiten. 	(Foto: Nici Merz)
Der Topscorer der vergangenen Saison hat noch etwas Ladehemmung: Matt Beca erkämpfte sich viele Chancen und will an der Ausbeute arbeiten. (Foto: Nici Merz) © Nicole Merz

(mw) In der Deutschen Eishockey-Liga 2 geht es für den EC Bad Nauheim ab Freitag fast im Zwei-Tages-Rhythmus auf dem Eis um Punkte. Los geht es in Kaufbeuren (19. Dezember), am Sonntag (21. September) kommt der EV Landshut.

In den vergangenen 13 Spielen hat Matt Beca lediglich zwei Tore für den EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 erzielt, sieben Saisontreffer hat der Stürmer insgesamt markiert. Doch der Kanadier betont: »Solange ich Chancen habe, mache ich mir keine Sorgen. Ich komme nach einem nicht so guten Start in die Runde immer besser rein«, sagt der 28-Jährige, der jedoch heute auf der Tribüne sitzen könnte. Denn Dan Ringwald hat signalisiert, nach seiner Handverletzung wieder bereit zu sein; den Roten Teufeln stehen damit am heutigen Freitag in Kaufbeuren (19.30 Uhr) fünf Ausländer zur Verfügung, vier dürfen eingesetzt werden. Am Sonntag empfängt der EC den EV Landshut ab 18.30 Uhr.

Betrachtet man den Spielplan der Roten Teufel bis einschließlich 28. Dezember, steht eine insbesondere für die Stimmung im Verein wichtige Phase bevor. In den fünf Partien trifft der EC ausschließlich auf Teams, die hinter dem aktuellen Siebten platziert sind. Stattdessen geht es zu schwachen Heimmannschaften nach Kaufbeuren, Frankfurt und Rosenheim, zu Hause erwartet die Mannschaft von Petri Kujala die kriselnden Landshuter und den Tabellenletzten aus Heilbronn. Zuletzt waren die unzufriedenen Stimmen unter den Fans lauter als diejenigen, die mit dem Status Quo einverstanden sind – nimmt man die Diskussionen in den sozialen Netzwerken als Maßstab.

Doch Petri Kujala lässt sich davon nicht verunsichern: »Wir stehen momentan dort, wo wir hinwollen – unter den ersten zehn Mannschaften der Tabelle«. Matt Beca hat unterdessen Fortschritte zur vergangenen Spielzeit ausgemacht: »Wir arbeiten härter und gewinnen die knappen Spiele. Die Moral ist intakt, das zeigt auch das späte Ausgleichstor gegen Bremerhaven am vergangenen Freitag«, sagt der Stürmer aus der nominell zweiten Reihe, der jedoch zugibt: »Ärgerlich ist jedoch, wenn wir nahe dran sind und dann doch nicht wie gewünscht punkten.«

In diesen Partien war es auch Beca, der in der Crunch Time hin und wieder Großchancen vergab. »Ich muss mehr Möglichkeiten nutzen, Kleinigkeiten verbessern«, sagt der Kanadier, der Kujala keine Kopfschmerzen bereitet. »Irgendwann trifft er wieder. Er muss nur daran glauben. Matt kommt zu vielen Chancen durch seine individuelle Klasse und sein starkes Eins-gegen-Eins-Spiel. Solange er sich diese erarbeitet, ist alles in Ordnung«, sagt der finnische Trainer.

Doch am heutigen Freitag könnte er vor der Qual der Wahl stehen. Sollte Dan Ringwald nach dem Vormittagsaufgalopp sein endgültiges Okay geben, stehen Kujala fünf Ausländer zur Verfügung. In die Karten schauen wollte sich Kujala noch nicht, wer eventuell auf die Tribüne muss. Da Beca jedoch wegen seiner Torgefahr gebraucht wird, hält wohl David Hajek die schlechtesten Karten in der Hand. Ebenso ein Geheimnis machten Kujala und der Sportliche Leiter Daniel Heinrizi daraus, wer vom Kooperationspartner aus Düsseldorf am Wochenende zur Verfügung steht. Die Kandidaten trainierten gestern noch am Rhein, da sie dort in den Übungseinheiten gebraucht wurden. Die DEG ist am heutigen Freitag spielfrei.

Noch keinen Vollzug konnte Heinrizi gestern beim Thema Kooperation mit einem Oberligisten vermelden. »Das ist nicht so einfach, weil wir die unterschiedlichen Statuten im Landesverband und der DEL beachten müssen«, sagte Heinrizi gestern. Beim Kandidaten handelt es sich nach Angaben von Heinrizi um einen Top-Zwei-Verein aus der Oberliga West. Dort stehen Duisburg und Neuwied ganz oben.

Kaufbeuren hat sich unter dem neuen Trainer Kari Rauhanen stabilisiert und drei Drei-Punkte-Wochenenden zuletzt erzielen können. Die Stimmung im Allgäu steigt also, während sie in Landshut weiter sinkt. In Niederbayern hinkt der EVL den eigenen Ansprüchen hinterher. Ein Ex-Nauheimer soll nun den Sturm beleben. Eddy Rinke, beim DEL-Meister Ingolstadt kürzlich aus dem Kader gestrichen, stürmt nun fest für die Landshuter. Per Förderlizenz hatte der Deutsch-Lette schon zwei DEL2-Spiele für den EVL in dieser Saison absolviert – und fiel beide Male auf. 25 Strafminuten in Bremerhaven folgten zwei Tore gegen Heilbronn.

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