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EC Bad Nauheim mit wichtigem Sieg gegen Crimmitschau

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(mw) Diego Hofland hat das Wochenende des EC Bad Nauheim gerettet und dafür gesorgt, dass die Roten Teufel in der Deutschen Eishockey-Liga 2 den Drei-Punkte-Vorsprung auf Rang sieben verteidigt haben. Zwei Tage nach der 1:5-Niederlage in Bietigheim, der fünften in den vergangenen sechs Partien, verwandelte der 25-Jährige gegen Crimmitschau zwei Penaltys – einen frecher als den anderen. Der EC gewann die Partie gegen die Eispiraten mit 4:3 (1:2, 2:1, 0:0, 1:0) und holte sich zwei wichtige Zähler im Kampf um Platz sechs.

Drei Hauptrundenspieltage stehen zwischen Freitag und kommenden Dienstag noch aus.

Bad Nauheims Trainer Petri Kujala sprach später von einem »wichtigen Sieg, vorallendingen für die Köpfe«. Er habe den Willen gesehen, die Partie zu gewinnen – aber zu viele leichte Fehler. »Wir hatten viele Chancen, aber Ryan Nie hat super gehalten. Wir haben gegen die heißeste Mannschaft der Liga gespielt, da bin ich sehr zufrieden mit zwei Punkten«.

Im Tor bot Kujala als Backup Nils Flemming auf, Jan Guryca musste als überzähliger Ü23-Spieler auf der Tribüne Platz nehmen. Verteidiger Joel Keussen stand im Vergleich zum Freitag wieder im Kader. Crimmitschau kam mit drei Reihen – und der Empfehlung, vier Spiele in Folge gewonnen und nur eines der drei Duelle gegen den EC in dieser Saison verloren zu haben.

Es war insgesamt gesehen ein Spiel auf Augenhöhe mit zwei guten Torhütern, wobei Bad Nauheim Vorteile in Sachen Torschüsse und Spielanteile hatte. Viel zu oft war jedoch das Visier nicht richtig eingestellt, die Schüsse kamen gar nicht erst auf das Gehäuse von Ryan Nie. Crimmitschau versuchte es aus einer kompakten Defensive, konterte blitzschnell und profitierte von Bad Nauheimer Fehlern. Dazu gehörte auch, dass sich der EC gleich dreimal in Überzahl eine Strafzeit einhandelte. Ebenso dreimal gingen die Gäste in Führung, zweimal (zum 1:1/Dineen; 3:3/ Keussen – ebenso Fernschuss wie das Laurila-Powerplaytor) schlugen die Roten Teufel postwendend – nach 52 bzw. 62 Sekunden – zurück. Insbesondere das 3:3 nach 39:23 Minuten fuchste Eispiraten-Coach Chris Lee: »Das hat uns den Schwung genommen.« Insgesamt verdiente sich Bad Nauheim durch großen Einsatz den zweiten Punkt. Für Crimmitschau verschoss Lampe einen Penalty (45.), Rämö hielt vor den Augen von Eintracht Frankfurts Torhüter Lukas Hradecky.

EC Bad Nauheim: Rämö – Gerstung, Laurila, Kohl, Keussen, Ketter, Baum, Kaisler – Cameron, Dineen, Frosch, Pauli, Helms, Hofland, Alanov, Lange, Aab, Strauch, May, Spöttel. – Eispiraten Crimmitschau: Nie – Schietzold, Wishart, Lejdborg, Tramm, Halbauer, Pyka – Tripp, Höller, Walsh, Pohl, Lampe, Julkunen, Guts, Becker, Kabitzky.

Steno: Tore: 0:1 (9.) Höller (Tripp, Wishart – 5-4), 1:1 (10.) Dineen (Frosch, Keussen), 1:2 (19.) Höller (Tripp), 2:2 (32.) Laurila (Aab, Dineen – 5-4), 2:3 (39.) Walsh (Tripp, Schietzold), 3:3 (40.) Keussen (Pauli, Lange), 4:3 Penalty Hofland. – Schiedsrichter: Elvis Melia, André Schrader. – Strafminuten: Bad Nauheim 10, Crimmitschau 10. – Zu.: 2224.

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