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EC Bad Nauheim verliert bei Schlusslicht Heilbronn

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Chance vertan: Vitalij Aab scheitert hier an Hannibal Weitzmann im Tor der Heilbronner Falken.
Chance vertan: Vitalij Aab scheitert hier an Hannibal Weitzmann im Tor der Heilbronner Falken. © Andreas Veigel

(ssh/mn) Der EC Bad Nauheim macht sich auf der Zielgeraden der Deutschen Eishockey-Liga 2 selbst das Leben schwer. In Heilbronn, beim Tabellenletzten, der Mannschaft mit den meisten Gegentreffern der Liga, erzielten die Roten Teufel nur einen einzigen Treffer und unterlagen mit 1:2 (1:1, 0:1, 0:0).

Nick Dineen erzielte das Tor der Hessen bei der vierten Niederlage aus den letzten fünf Spielen. Fünf  Spieltage vor Schluss ist Bad Nauheim auf den sechsten Rang zurückgefallen, hat aber weiterhin sechs Zähler Vorsprung auf Rang sieben, da auch Dresden, wie schon am Freitag ebenfalls verlor.

»Heilbronn hat sich in der neutralen Zone taktisch clever verhalten und uns unmittelbar vor dem Tor auch keine Reboundchancen ermöglicht«, resümierte RT-Trainer Petri Kujala.

Die Roten Teufel hatten auf den erkrankten Joel Keussen verzichten müssen, gegenüber dem Freitagspiel fehlte neben Mikko Rämö (geschont) zudem Max Spöttel, der für Neuwied in Essen spielte. Und von eben jenen Moskitos wurde Leon Niederberger wieder nach Bad Nauheim geholt.

Die Gäste bestimmten dank ihrer spielerischen Vorteile eindeutig das erste Drittel; ohne dies auf der Anzeigetafel zum Ausdruck bringen zu können. Den Führungstreffer von Nick Dineen von halbrechter Position ins lange Eck (3.) egalisierte nur 66 Sekunden später David Hajek (4.). Heilbronn überließ Bad Nauheim die neutrale Zone, stand aber im eigenen Drittel kompakt und konnte das Spielgeschehen auf die Außenpositionen verlagern. 17:5 Schüsse wurden zwar gezählt, allerdings waren die Aktionen der Hessen nicht zwingend.

Im zweiten Abschnitt überraschten die Hausherren ihren Gast zunächst mit einer offensiven Ausrichtung. Sie störten den Spielaufbau der Roten Teufel mit zwei Spielern, provozierten Scheibenverluste der Badestädter und nutzten dies zum Führungstreffer. Richard Gelke traf nach Zuspiel von Adam Brace, der die Übersicht behalten hatte (25.

). Heilbronn gewann in dieser Phase die Mehrzahl der Zweikämpfe, blieb der Strafbank fern und leistete sich bis dahin auch keinen groben Schnitzer wie man dies bislang gewohnt war, so dass Bad Nauheim nie wirklich gefährlich vor Förderlizenz-Torwart Hannibal Weitzmann auftauchen konnte.

Erst im Schlussabschnitt kamen die Gäste zu drei Powerplay-Möglichkeiten, konnten diese aber nicht nutzten. »Unser Überzahlspiel war zu langsam. Wir haben zu lange mit dem Schuss gewartet, und hinten raus kam dann auch Frust hinzu«, meinte Kujala. Heilbronn hangelte sich mit zunehmender Spieldauer von Wechsel zu Wechsel, kam kaum zu Entlastungsangriffen, spielte aber taktisch diszipliniert und rettete den sechsten Dreier im 47 . Spiel über die Zeit.

Heilbronner Falken: Weitzmann - Baazzi, Bär, Haase, Gödtel, Hajek, Faber - Brace, Gelke, Krüger, Fiedler, Forster, Gosdeck, Lewis, Eberhardt, Krull.

EC Bad Nauheim: Bick - Gerstung, Laurila, Baum Kohl, Ketter, Kaisler - Cameron, Dineen, Frosch, Pauli, Helms, Hofland, Aab, Lange, Alanov, Strauch, May, Niederberger.

Steno: Tore: 0:1 (3.) Dineen (Laurila), 1:1 (4.) Hajek, 2:1 (25.) Gelke (Brace) - Schiedsrichter: Rainer Köttstorfer. - Strafminuten: Heilbronn 6, Bad Nauheim 2. - Zuschauer: 1247.

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