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EC Bad Nauheim verliert in Rosenheim

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Chance vertan: Nick Dineen und die Topformation des EC Bad Nauheim bleiben in Rosenheim erfolglos.
Chance vertan: Nick Dineen und die Topformation des EC Bad Nauheim bleiben in Rosenheim erfolglos. © Hans-Jürgen Ziegler

(ne/mn) Selten, ja fast schon ungewohnt: Der zuletzt so erfolgsverwöhnte Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim musste am Dienstagabend das Eis als Verlierer verlassen. In Rosenheim kassierten die Roten Teufel im dritten Saisonvergleich mit den Starbulls die erste Niederlage, unterlagen mit 2:4 (1:2, 0:1, 1:1).

Dominik Lascheit und Eugen Alanov trafen für die Hessen. Richtungsweisend nach einem Rosenheimer Doppelschlag zu Beginn: Bad Nauheim konnte eine doppelte Überzahl im schwachen zweiten Durchgang nicht nutzen, kassierte mit einem Spieler mehr gar einen Gegentreffer.

»Das war unser bislang bestes Spiel gegen Rosenheim. Aber am Ende zählt nunmal nur das Ergebnis. Der Doppelschlag hat uns nach starkem Auftakt den Wind aus den Segeln genommen. Das 1:3 in Unterzahl war der Genickbruch«, bilanzierte RT-Trainer Petri Kujala.

Bad Nauheim - gegenüber dem Sonntagsspiel personell unverändert - trat enorm selbstbewusst an und setzte die Gastgeber gleich in der Anfangsphase gehörig unter Druck. Allerdings: Rosenheim, das zuletzt noch mit der Effektivität vor dem gegnerischen Tor gehadert hatte, lag nach einem Doppelschlag binnen 2:13 Minuten bis zur achten Minute mit zwei Toren in Führung, was den Spielverlauf etwas auf den Kopf stellte. Zunächste hatte Bad Nauheim gegen Manuel Edfelder zu körperlos verteidigt, was der U20-Nationalspieler zum Solo nutzte (7.

), dann wickelte sich Maxi Vollmayer regelrecht um RT-Verteidiger Henri Laurila herum und traf zum 2:0 ins lange Eck (9.). In einem zweikampf-intensiven, temporeichen und zugleich fairen ersten Abschnitt zeigte sich Bad Nauheim unbeeindruckt. Insbesondere die Förderlizenzler Eugen Alanov und Maxi Kammerer wirbelten munter durch das Verteidigungsdrittel der Starbulls. Mit seinem ersten Saisontreffer verkürzte Dominik Lascheit den Rückstand, kurz vor Drittelende trafen Joel Keussen und Harry Lange nur die Latte des von Timo Herden gehüteten Tores.

Schlüsselszene im zweiten Durchgang: 1:14 Minuten lang stand Bad Nauheim mit zwei Spielern mehr auf dem Eis, versuchte, Laurila in Position zu bringen, dessen Schüsse aber ihr Ziel nicht fanden. Zu viert kam Rosenheim zum Kontertor durch Wade Mac Leod, der von Frosch nur halbherzig gestört (24.). Die Gastgeber übernahmen nur das Kommando, beschäftigten Rämö im RT-Tor und ließen defensiv (fast) nichts mehr zu. Frosch verpasste den Anschluss, während Rämö gegen McNeely und Edfelder eine Vorentscheidung verhindern konnte.

Bad Nauheim steigerte sich im Schlussabschnitt, rannte aber vergeblich einem Rückstand hinterher. Zu späte erzielte Alanov den zweiten Treffer der Gäste.

Starbulls Rosenheim: Herden - Frank, Lindlbauer, Renner, Veisert, Rohner, Thalhammer - MacLeod, Stretch, Daxlberger, Zick McNeely, Vollmayer, Vallorani, Fischhaber, Edfelder, Tausch, Strakhov, Hilger.

EC Bad Nauheim: Rämö - Gerstung, Laurila, Keussen, Kohl, Ketter, Baum, Kaisler - Frosch, Dineen, Cameron, Pauli, Lange, Alanov, Hofland, Kammerer, Strauch, Niederberger, Lascheit, Spöttel.

Steno: Tore: 1:0 (7.) Edfelder, 2:0 (9.) Vollmayer (McNeely), 2:1 (12.) Lascheit, 3:1 (24.) MacLeod (4-5), 4:1 (59.) Frank (Empty-Net), 4:2 (59.) Alanov. - Schiedsrichter: Sascha Westrich. - Strafminuten: Rosenheim 6, Bad Nauheim 6 plus zehn Minuten (Kaisler). - Zuschauer: 2479.

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