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EC Bad Nauheim verliert in Bietigheim mit 1:5

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(mn) Der Vorsprung auf Rang sieben der Deutschen Eishockey-Liga 2 schrumpft. Nach der dritten Niederlage in Serie hat der EC Bad Nauheim Verfolger Dresden auf drei Punkte heranrücken lassen müssen, allerdings fehlt auch nur ein Zähler zu Rang vier.

Mit 1:5 (0:2, 1:1, 0:2) unterlagen die Roten Teufel bei Tabellenführer Bietigheim und können sich bei Torwart Mikko Rämö bedanken, der seine Mannschaft bis in die Schlussphase (1:3 bis zur 57. Minute ) im Spiel gehalten und eine höhere Niederlage verhindert hatte. Den Treffer für die Hessen erzielte Harry Lange; im Powerplay nach zuvor 23 torlosen Überzahl-Situationen in fünf Spielen.

Andreas Pauli und Vitalij Aab hatten im Vergleich zum Sonntag die Reihen getauscht. Abermals fehlte Verteidiger Joel Keussen.

Die Spielanteile im ersten Drittel waren noch gleichmäßig verteilt. Bad Nauheim begann forsch mit vier Reihen gegen die fünf Verteidiger und neun Stürmer der Gastgeber. Allerdings: Während der ersten 20 Minuten kamen die Gäste nur zweimal wirklich zum Abschluss, blieben dabei glücklos. Als Dustin Cameron Steelers-Torwart Sinisa Martinovic bedrängt hatte und prompt auf die Strafbank musste, dauerte es exakt 32 Sekunden, ehe Frederik Cabana den Führungstreffer erzielen konnte (5.

). Anschließend rückte Rämö in den Fokus und hielt seine Mannschaft mit Paraden gegen Robin Just, Shawn Weller und Rene Schoofs (allesamt während der zweiten Unterzahl) im Spiel. Die Roten Teufel fanden im gegnerischen Drittel nicht zum Abschluss und waren anfällig für Konter (gleich Drei-gegen-eins-Situationen). Symptomatisch: Ein solcher Gegenstoß führte zu zweiten Treffer durch Rene Schoofs. Rämö hatte die Scheibe scheinbar sicher, doch rutschte der Puck über die Linie (17.).

Im zweite Abschnitt spielten zunächst nur die Gastgeber, die trotz der zahlreichen Ausfälle mit Passgenauigkeit und entsprechend flüssigem und scheinbar so unbeschwertem Kombinationsspiel überzeugen konnten. Lange konnte Mitte der Partie - in der zweiten RT-Überzahl-Situation des Abends - den Powerplay-Fluch der Roten Teufel brechen und das Momentum mit dem Anschlusstor kurzzeitig auf die Seite der Gäste bringen (30.). Die Roten Teufel arbeiteten zwar mit Einsatz, allerdings auch zumeist völlig unproduktiv in den Ecken und an den Banden. Als Daniel Ketter seinen Gegenspieler Dennis Palka mit dem Schläger im Gesicht getroffen hatte, durfte er duschen gehen (40.

). Geradezu passend zur momentanen Situation: Fünf Sekunden vor Ablauf des zweiten Durchgangs erhöhte Cabana mit dem zweiten Powerplay-Tor auf 3:1.

Zu Beginn des Schlussdrittels überstand Bad Nauheim eine zweiminütige doppelte Unterzahl, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Im Spiel nach vorne waren die Gäste zu umständlich, verzettelten sich oft im Ansatz. Während zweier Powerplay-Situationen (54./59.) kamen die Gäste nicht mal zum Torschuss. Per Doppelschlag binnen 27 Sekunden schraubte Bietigheim das Resultat durch Palka und Kelly in die Höhe.

Bietigheim Steelers: Martinovic - Prommersberger, Steingroß, Auger, Alt, Borzecki - Weller, Kelly, Fröhlich, Fink, Cabana, Schoofs, Baier, Just, Palka.

EC Bad Nauheim: Rämö - Laurila, Gerstung, Baum, Kohl, Ketter, Kaisler - Cameron, Dineen, Frosch, Pauli, Helms, Hofland, Alanov, Lange, Aab, Strauch, May, Spöttel.

Steno: Tore: 1:0 (5.) Cabana (Auger, Kelly 5-4), 2:0 (17.) Schoofs (Palka), 2:1 (30.) Lange (Pauli), 3:1 (40.) Cabana (Kelly, Just - 5-4), 4:1 (57.) Palka (Cabana), 5:1 (57.) Kelly (Schoofs, Steingroß). - Schiedsrichter: Max Plitz. - Strafminuten: Bietigheim 8, Bad Nauheim 6 plus fünf Minuten und Spieldauer (Ketter). - Zuschauer: 2714.

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