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Bad Nauheim überrascht in Bremerhaven

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Bremerhavens Andrew McPherson (l.) macht viel Betrieb vor dem Bad Nauheimer Tor von Jan Guryca und erzielt ein reguläres Tor, das jedoch nicht anerkannt wird. 	(Foto: Peter)
Bremerhavens Andrew McPherson (l.) macht viel Betrieb vor dem Bad Nauheimer Tor von Jan Guryca und erzielt ein reguläres Tor, das jedoch nicht anerkannt wird. (Foto: Peter) © Sven Peter

(mw/dbf) Der EC Bad Nauheim hat in der Deutschen Eishockey-Liga 2 am Freitag im ersten Saisonspiel den Fischtown Pinguins einen großen Kampf geliefert und beim Meister einen Punkt geholt. Der EC verlor mit 3:4 (2:0, 0:2, 1:1, 0:1) und kann optimistisch in das erste Heimspiel am Sonntag gegen Rosenheim gehen.

Die Gäste spielten gut mit, gingen sogar mit 2:0 in Führung und hatten auch in der Schlussphase, als beide Teams auf Sieg spielten, Möglichkeiten zum Siegtreffer. Bei den Gästen fehlten im Vergleich zur 1:4-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Frankfurt nur Deion Müller. Dan Ringwald lief erstmals mit der Nummer 15 auf, da seine angestammte Nummer 8 nach der Aufnahme von Rainer Philipp in die Hall of Fame nicht mehr vergeben wird.

Im ersten Drittel kamen die Gastgeber noch nicht auf Betriebstemperatur. Bad Nauheim stand defensiv sehr sicher und hielt wie auch im weiteren Verlauf der Partie gut dagegen. Bereits in der ersten Überzahl waren die Roten Teufel dann eiskalt. Nachdem Schütz noch freistehend scheiterte, war Kyle Helms wenige Sekunden später zur Stelle und traf zum 0:1 (8.). Bremerhaven war zwar einige Male gefährlich, doch Slaton (14. in Unterzahl/Guryca hält) und Dronia mit einem Pfostenschuss (17.) scheiterten. Die Roten Teufel blieben cool, denn nach einem blitzschnellen Konter schloss Sven Gerbig routiniert ab und verwandelte den Puck im Winkel zum 0:2 (18.).

Nur 63 Sekunden nach Wiederanpfiff traf McPherson regulär zum Anschlusstreffer, doch Schiedsrichter Westrich pfiff zu früh ab. Der Ex-Bremerhavener Jan Guryca hatte die Scheibe fallen lassen oder wollte das Spiel schon schnell machen, McPherson hatte eingeschoben. Ab Drittelmitte erhöhte Bremerhaven den Druck, kam zu Möglichkeiten und wurde belohnt. Jan Kopecky traf zunächst per Abstauber nach einem Hooton-Solo (31.), ehe der Publikumsliebling in Überzahl nach einem feinen McPherson-Anspiel mit einem satten Schuss ausglich (39.).

Im letzten Drittel ging Bad Nauheim durch Max Campbell in Führung (42.). Doch Bremerhaven kam erneut zurück. Nach einem Doppelpass zwischen Slaton und Beck legte Slaton auf Cook, der zum 3:3 traf. In die Verlängerung gingen die Roten Teufel in Überzahl, die nichts einbrachte. Danach nutzten Ringwald (63.) und auf der anderen Seite Hafenrichter (64.) Riesenchancen nicht, zudem traf McPherson den Pfosten mit der Schlusssirene. Kopecky und Hooton verwandelten beide Penalties für die Pinguins.

Die Partie hatte mit fast einer halbstündigen Verspätung begonnen. Zunächst spielte eine Band, dann gab Bremerhaven den Meisterpokal an Liga-Geschäftsführer Rene Rudorisch (stand im Stau) zurück.

Mit 3611 Zuschauern war die Arena trotz fast 2000 Dauerkarten nicht ganz ausverkauft. Besonders auf sich aufmerksam machten die Fans Mitte des ersten Drittels, als sie mit Transparenten gegen die hohen Ticketpreise protestierten.

Bremerhaven: Jaeger – Dronia, Slaton, Teljukin, Martinelli, Kohl, Schmidt – Hooton, Kopecky, Hafenrichter, Cook, Dejdar, McPherson, Bombis, Beck, Klöpper.

Bad Nauheim: Guryca – Ringwald, Schütz, Paris, Blankart, Ketter, Baum, Pantic – Frosch, Helms, Beca, Aab, Campbell, Lange, Gerbig, Oppolzer, Strauch, May, Spöttel.

Steno: Tore: 0:1 (8.) Helms (Ringwald, Frosch – 5-4), 0:2 (18.) Gerbig (Schütz), 1:2 (31.) Kopecky (Hooton), 2:2 (39.) Kopecky (McPherson, Dejdar – 5-4), 2:3 (42.) Campbell (Lange, Aab), 3:3 (48.) Cook (Slaton, Beck), 4:3 Penalty Hooton. – Schiedsrichter: Sascha Westrich. – Strafminuten: Bremerhaven 10, Bad Nauheim 6. – Zuschauer: 3611.

***

Frankfurt - Riessersee 2:4

Kassel - Weißwasser 4:5

Kaufbeuren - Dresden 4:2

Landshut - Bietigheim 4:6

Rosenheim - Crimmitschau 4:1

Heilbronn - Ravensburg 2:5

Bremerhaven - Bad Nauheim n.P. 4:3

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