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EC Bad Nauheim stürmt an die Tabellenspitze

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(mn/sth) Ein zweistelliger Sieg, kein Gegentor, stehende Ovationen in der Schlussminute - Rang eins: Bad Nauheim ist mit einem 10:0 (3:0, 2:0, 5:0)-Erfolg gegen Dortmund in die Zwischenrunde der Eishockey-Oberliga gestartet und hatte mit 60 Vollgas-Minuten den 1023 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion Spaß bereitett.

Die Roten Teufel gaben keinen Puck und keinen Zentimeter Eis verloren, deckten Lücken in der Gäste-Defensive schonungslos auf, tanzten mit unerwarteter Leichtigkeit scheibensicher durch das EHC-Drittel und gaben den Westfalen eine Lehrstunde. Permanent unter Druck gesetzt, fehlte Dortmund am Ende gar die Kraft, den Puck aus dem eigenen Drittel zu bringen. »Alle reden von Neuzugängen. Aber die Mannschaft hat heute gezeigt, was sie kann. Dortmund ist nicht so schlecht, wie es das Ergebnis ausdrückt. Aber das war auch nur ein Spiel von vielen«, sagte RT-Trainer Frank Carnevale.

Mit drei Treffern erfolgreichster Torschütze der Roten Teufel war Kapitän Chris Stanley, der sich seine Knieblessur nicht hatte anmerken lassen. Zweimal traf Janne Kujala.

In den Reihen der Gastgeber fehlte neben Pierre Wex, der in zwei Wochen wieder dabei sein dürfte, auch Konstantin Firsanov. Der Deutsch-Russe, der unter der Woche im vierten Block trainiert hatte, reichte am Morgen eine Krankmeldung ein.

Bad Nauheim erwischte einen optimalen Auftakt, traf nach nur 79 Sekunden durch Daniel Oppolzer zur Führung und drückte mächtig aufs Tempo. Selbst mit fünf oder sechs Gegentreffern wären die Gäste nach dem ersten Abschnitt gut bedient gewesen - so viel Präsenz, Zweikampfstärke und Torgefahr zeigten die Badestädter, die ihre Dominanz permanent ausspielten und Gegenstöße bereits im Ansatz unterbinden konnten, um selbst sofort die Scheibe wieder ins Angriffsdrittel zu bringen.

65:10 Schüsse hatten die RT-Statistiker am Ende gezählt - eine Bilanz, die Steve Themm zunehmend in die Knie zwingen sollte. Der EHC-Torwart kam - mit den Kräften am Ende - im Schlussdrittel kaum noch auf die Beine, fand aber noch genügend Energie, um seinen Frust am Ende an Tim May abzureagieren.

EC Bad Nauheim : Ower - Baum, Schreiber, Lee, Ketter, Pöpel, Pietsch - Oppolzer, Stanley, Rinke, Strauch, Lange, Maaßen, Striepeke, May, Kujala, Sattler, Baldys, Schlicht.

EHC Dortmund : Steve Themm - Billy Themm, Bitter, Turnwald, Linda, Sondern - Bergstermann, Gabler, Pek, Alda, Bacek, Licau, Haaf, Scharfenort, Panek.

Tore : 1:0 (2.) Oppolzer (Stanley, Rinke), 2:0 (19.) Stanley (Schreiber), 3:0 (19.) Stanley (Schreiber, Rinke - 5-4), 4:0 (21.) Maaßen (Lange, Ketter - 5-4), 5:0 (33.) Striepeke (Kujala, May), 6:0 (43.) Kujala (May, Striepeke), 7:0 (48.) Stanley (Rinke, Pietsch), 8:0 (48.) Kujala (Striepeke), 9:0 (49.) Strauch (Lange), 10:0 (58.) Strauch (Lange, Schreiber). - Strafminuten : Bad Nauheim 10, Dortmund 16. - Zuschauer : 1023.

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