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EC Bad Nauheim siegt mit 5:1 in Krefeld

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(mn/mw) Der EC Bad Nauheim hat die Vorrunde der Eishockey-Oberliga West auf dem dritten Platz beendet. Durch den Kasseler Sieg am Samstagabend in Herford und den deutlichen Zwischenstand am Sonntag aus Frankfurt war quasi schon vor dem Anpfiff der eigenen Partie in Krefeld klar, dass Bad Nauheim aus eigener Kraft keinen Tabellenplatz mehr klettern kann.

Dennoch gaben sich die Männer von Frank Carnevale gegen das junge Team des KEV keine Blöße, gewannen auch das 18. Spiel der Saison gegen einen NRW-Klub und tankten mit dem lockeren 5:1 (1:0, 2:1, 1:0) Selbstvertrauen für die am Freitag beginnende Zwischenrunde. Grundstein für den Erfolg waren drei Tore von EC-Verteidigern in den ersten zwei Dritteln der Partie zur 3:0-Führung.

Die erkälteten Firsanov und Strauch spielten für Frank Carnevale keine Rolle, und auch Eddy Rinke und Sven Schlicht hatte der Bad Nauheimer Trainer eigentlich aus disziplinarischen Gründen zum Zuschauen verurteilt. Doch Schlicht, der Mann fürs Grobe, erhielt im zweiten Drittel Eiszeit und landete einen Punktsieg in einer Prügelei mit Michel Ackers, der diese nach dem 1:3-Anschlusstreffer seiner Mannschaft angezettelt hatte und daraufhin zehn Minuten abkühlen durfte. Nicht im Kader waren wie geplant Schreiber und Wex, während Mathias Baldys erstmals nach fünfwöchiger Pause wieder am Wettkampfgeschehen teilnahm. Baldys bildete mit dem Juniorenspieler Patrick Sattler und Striepeke eine Sturmreihe. In der Defensive setzte Carnevale auf fünf Verteidiger.

Diese waren die Hauptakteure auf der Anzeigetafel. Doch zunächst waren die Krefelder mit ihrem jungen Team (unter anderem vier 17-Jährige) im ersten Drittel aggressiver, nutzten aber ihre vierminütige Überzahl nicht. 56 Sekunden vor der ersten Pause erzielte Jan-Niklas Pietsch mit einem Handgelenksschuss aus dem Nichts das 1:0 für die bis dahin nicht sonderlich auffälligen Bad Nauheimer. Pietsch erhöhte nach 29 Minuten in Überzahl, als er zum 0:2 abstaubte. Kurz zuvor hatte Steesens in Unterzahl den Ausgleich auf dem Schläger gehabt. Die Gäste waren seit Beginn des Drittels körperlich präsenter und bekamen die Kontrolle über die Partie. Als Martin Lee in der 32. Minute nicht angegriffen wurde, markierte er das 3:0 für die Roten Teufel. Kurz danach verkürzte Krefeld durch Tom Giesens Schlenzer in den Winkel auf 1:3. Auf beiden Seiten gab es vor der zweiten Drittelpause Schrecksekunden: Nach einem Zusammenprall mit EC-Verteidiger Ketter ging Klöpper in die Kabine, und bei den Gästen bekam Stanley von Schiefner eine schmerzhafte Abfuhr ans Knie. Der Leistungsträger spielte zunächst weiter, ging aber nach einer Eiszeit im letzten Drittel in die Kabine.

Der nun im Sturm eingesetzte Sven Schlicht nutzte dies, um bei seinem ersten Wechsel das 4:1 für die Bad Nauheimer zu erzielen. Die Gäste spielten damit im letzten Abschnitt ohne vier ihrer sechs nominellen Topstürmer, gewannen aber dennoch bei einem starken und lauffreudigen Gegner mit 5:1 durch den letzten Treffer von Tim May (Abstauber/51.). Rund 50 Bad Nauheimer Fans bejubelten den Erfolg.

Während sich Frank Carnevale über das Ende der Vorrunde freute, hatte sein Gegenüber Elmar Schmitz ein »tolles Spiel mit viel Feuer« gesehen.

Krefelder EV: Vetter – Maas, Steennssens, Giesen, Schiefner, Schmitz, Ackers – Grein, Östreich, Dreischer, Schaub, Swinnen, Niederehe, Solder, Oltmann, Schlesinger, Klöpper, Bineschpayouh, Feuerpfeil.

EC Bad Nauheim: Ower – Baum, Pöpel, Ketter, Lee, Pietsch – Oppolzer, Lange, Stanley, Kujala, May, Maaßen, Striepeke,m Baldys, Sattler, Schlicht.

Tore: 0:1 (20.) Pietsch (Maaßen, Kujala), 0:2 (29.) Pietsch (Oppolzer, Lange - 5-4), 0:3 (32.) Lee, 1:3 (34.) Giesen, 1:4 (43.) Schlicht (Oppolzer, Lange), 1:5 (54.) May (Ketter, Kujala). – Strafminuten: Krefeld 8 plus 10 Minuten Ackers plus Spieldauer Grein, Bad Nauheim 16. – Zuschauer: 400.

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