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2:0 für Bad Nauheim: Kyle Helms trifft nach sieben Minuten gegen Heilbronn und setzt später auch den Schlusspunkt.

EC Bad Nauheim im Schongang

(mn) Zehn starke Minuten zu Beginn - der Rest war Formsache. Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim feierte am Freitagabend quasi im Schongang mit 3:0 (2:0, 0:0, 1:0) den erwarteten Sieg gegen die Heilbronner Falken; unerwartet schwach war allerdings die Leistung, die das Schlusslicht geboten hatte.

Mikko Rämö im Tor der Roten Teufel konnte sich über zum Abschluss des dritten Saisonviertels über seinen dritten Shutout freuen, während Kyle Helms als zweifacher Torschütze des Tabellenfünften aus der Wetterau auftrat. In beiden Fällen vorbereitet wurden die Treffer von Vitalij Aab bei dessen gelungenem Comeback nach vierwöchiger Verletzungspause. Das Führungstor hatte Dustin Cameron, der letztjährige Topscorer der Gäste, erzielt. "Wir haben zu Beginn einfaches Hockey gespielt, sind gut in die Partie gekommen. Im zweiten Abschnitt hat die Mannschaft dort nicht angeknüpft, aber im letzten Drittel wieder die Kontrolle übernommen", sagte RT-Trainer Petri Kujala, während Falken-Coach Mannix Wolf vergeblich auf einen Anschlusstreffer gehofft hatte. "Dann wäre vielleicht noch etwas drin gewesen. Wir haben Bad Nauheim mit unseren Fehlern stark gemacht und später unsere Chancen nicht genutzt", ärgerte sich der Ex-Nationalspieler nach der achten Falken-Niederlage in Folge. Thomas Popiesch, der als Ex-Coach von Dresden die Spiele der Falken bereits in der letzten Woche live verfolgte hatte, sah die Partie aus dem VIP-Raum.

Die Mischung aus dem TV-Sport-Angebot mit der Handball-EM und dem Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga sowie der Wetterprognosen hatten im Colonel-Knight-Stadion bei eisigen Temperaturen für eine Saison-Minuskulisse gesorgt. 1688 Zuschauer sahen einen anfangs engagierten Auftakt der Gastgeber, die durch zwei Tore binnen 1:39 Minuten (5./7.) die Weichen frühzeitig stellen konnten. So leicht wie diesmal war es den Roten Teufel in dieser Saison wohl überhaupt noch nicht gemacht worden. Lust- und mutlos spulten die Falken im ersten Abschnitt ihr Pensum ab, und Bad Nauheim erfreute sich ungeahnter Freiheiten im gegnerischen Drittel, hätte das Resultat zur ersten Pause angesichts der Möglichkeiten von Cameron, Lange, Strauch und Alanov durchaus noch in die Höhe schrauben können. Die Roten Teufel - das zeichnete sich ab - würden sich wohl allenfalls selbst in die Bredouille bringen können, sollte im Laufe der Zeit die nötige Einstellung fehlen. Tatsächlich wirkten die Gastgeber ab dem zweiten Abschnitt etwas (zu) lässig, ließen Heilbronn ins Spiel kommen. Die Falken waren allerdings nicht zwingend genug. Mit Beginn des Schlussabschnitts schnürte Kyle Helms schließlich den Sack zu (42.). Selbst Möglichkeiten, die seitens der Hausherren auf dem Silbertablett serviert wurden, konnten die Falken nicht nutzen. Bad Nauheim, konsequent mit vier Reihen spielend (Lange fuhr Doppelschichten), verteidigte gleich 63 Sekunden clever mit zwei (!) Spielern weniger auf dem Eis, und schließlich stoppte Rämö kurz vor Schluss ein Solo von Joe Lewis und sicherte sich damit den Shutout. EC Bad Nauheim: Rämö - Gerstung, Laurila, Kohl, Keussen, Baum, Ketter, Kaisler - Frosch, Dineen, Cameron, Alanov, Lange, Pauli, Hofland, Helms, Aab, Lascheit, Strauch.. Heilbronner Falken: Hartzell - Gödtel, Haase, Baazzi, Bär, Krull - Lewis, Gelke, Krüger, Schmid, Schell, Brace, Gosdeck, Eberhardt, Fiedler. Steno: Tore: 1:0 (5.) Cameron (Kohl, Frosch), 2:0 (7.) Helms (Aab, Gerstung), 3:0 (42.) Helms (Aab, Hofland). - Schiedsrichter: Ralph Bidoul. - Strafminuten: Bad Nauheim 8, Heilbronn 6. - Zuschauer: 1688.

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