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EC Bad Nauheim schlägt Halle mit 5:0

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(mw/sth) »Erst fangen wir ganz langsam an, aber dann, aber dann«, sangen die Bad Nauheimer Fans nach dem 3:0 für ihre Mannschaft in der 38. Minute. Mit einem Doppelschlag binnen 130 Sekunden stellten die Roten Teufel in der Endrunde der Eishockey-Oberliga West die Weichen auf Sieg und gewannen schließlich mit 5:0 (0:0, 4:0, 1:0)..

Als Chris Stanley eine Sekunde vor der zweiten Pause das 4:0 markierte, waren zumindest unter den EC-Fans die letzten Zweifel ausgeräumt (»Nur noch sechs«). Letztlich siegte die Mannschaft von Frank Carnevale nach einem unspektakulären Schlussdrittel mit 5:0 gegen den Ost-Meister, der nach der dritten Niederlage nur noch theoretische Chancen auf das Weiterkommen hat. Bad Nauheim thront dagegen mit neun Punkten aus drei Spielen an der Tabellenspitze und kann bereits morgen mit einem Pflichtsieg bei punktlosen Rostockern (19 Uhr) den Playoff-Einzug perfekt machen.

Personell gesehen, setzte Carnevale auf drei Reihen mit Wex als überzähligen Stürmer im dritten Block. Janne Kujala (Verletzung) und Eddy Rinke wurden wie erwartet geschont, Reckers saß zumeist auf der Bank.

Die Fangesänge aus der 38. Minute trafen voll zu, da Halle in der Anfangsphase auftrumpfte – aber das Tempo und die Intensität nicht durchhielt.

Während die Saale Bulls im Vergleich zum Vorwochenduell wie ausgewechselt begannen und Thomas Ower in den ersten knapp zehn Minuten zu beschäftigen wussten, konnten sie spätestens im zweiten Drittel das Tempo nicht mehr halten. Am Ende setzte sich die höhere Qualität der Teufel durch. Ein Sonderlob verteilte Carnevale an die dritte Sturmreihe mit Mathias Baldys, Josiah Anderson und Tim May, die jeweils ein Tor erzielten und unermüdlich rackerten. »Die ersten zehn Minuten hatten wir Probleme. Dann haben die Fans gemerkt, dass wir Unterstützung brauchen. Das hat der Mannschaft sehr geholfen«.

Die Saale Bulls begannen wesentlich präsenter und aggressiver als vor Wochenfrist. Die Roten Teufel fanden nur schwer ins Spiel, erst nach etwa zehn Minuten konnte sich der EC befreien. Dass es zu diesem Zeitpunkt 0:0 stand, war EC-Torwart Thomas Ower zu verdanken. In der Folge boten beide Teams viel Kampf und Leidenschaft, aber wenig Konsequenz vor dem Tor.

Dies änderte sich nach nur 91 Sekunden im zweiten Abschnitt. Teufel-Kapitän Chris Stanley spielte seinen Gegner schwindelig und legte mustergültig auf Daniel Oppolzer ab, der nur noch einzuschießen brauchte – 1:0. Bad Nauheim hatte nun Selbstbewusstsein und kontrollierte die Partie. Gegen Ende des Drittels holten sie zur Vorentscheidung aus. Dabei war Anderson zunächst an zwei Toren beteiligt. Erst wartete er klug ab, bis Mathias Baldys in Position gefahren war (2:0/36.); dann störte er Halle-Verteidiger Sochan und Goalie Johnson erfolgreich – die Haller bugsierten den Puck selbst über die Linie. Und schließlich sah Chris Stanley die Lücke und setzte nach seinem 4:0 zum unverwechselbaren Jubel an.

Im letzten Drittel baute Halle weiter ab, und Bad Nauheim schaltete einige Gänge zurück. Pierre May traf zunächst in der 55. Minute den Pfosten, ehe er drei Minuten später den Schlusspunkt zum 5:0 markierte.

EC Bad Nauheim: Ower – Baum, Schreiber, Ketter, Miller, Pöpel, Pietsch, Reckers – Oppolzer, Stanley, Schlicht, Maaßen, Lange, Strauch, Baldys, May, Anderson, Striepeke, Wex.

Saale Bulls Halle: Johnson – Sochan, Schmitz, Schön, Katzer, Sevo, Wunderlich, Pal – Bigam, Kolozvary, Slanina, Lupzig, Schön, Masek, Zille, Miklik, Thiede, Schubert, Lemmer, Veitweisch.

Tore: 1:0 (22.) Oppolzer (Schlicht, Stanley), 2:0 (36.) Baldys (Anderson, May), 3:0 (38.) Anderson, 4:0 (40.) Stanley (Oppolzer, Anderson - 5-4), 5:0 (58.) May (Wex, Baum). – Strafminuten: Bad Nauheim 12, Halle 16 plus 10 Lupzig. – Zuschauer: 1369.

***

OBERLIGA SÜD, Playoff-Qualifikation, Best of seven, Stand nach zwei Spielen:

Peiting – Weiden 1:1 (2:1, 5:6)

Selb – Füssen 1:1 (2:0, 3:5)

Tölz – Freiburg 1:1 (2:3, 5:1)

Regensburg – Klostersee 0:2 (0:1, 3:5)

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