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EC Bad Nauheim ohne Torerfolg in Frankfurt

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Umzingelt: Gegen die Löwen aus Frankfurt waren Nick Dineen (in der Mitte) und sein EC Bad Nauheim am gestrigen Abend chancenlos.	(Foto: Storch)
Umzingelt: Gegen die Löwen aus Frankfurt waren Nick Dineen (in der Mitte) und sein EC Bad Nauheim am gestrigen Abend chancenlos. (Foto: Storch) © Joachim Storch

(mn) Nach der langen Erfolgsserie setzt es für Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim mal wieder einen Dämpfen. Mit 0:4 verlieren die Roten Teufel bei den Löwen aus Frankfurt.

Die Über- und Unterzahl-Formationen haben das Hessenderby der Deutschen Eishockey-Liga 2 entschieden. Frankfurt nutzte zwei Powerplay-Möglichkeiten zu Treffern, Bad Nauheim blieb nicht nur mit einem Spieler mehr, sondern erstmals komplette 60 Minuten lang ohne Torerfolg. Mit 0:4 (0:0, 0:2, 0:2) unterlagen die Roten Teufel vor 7000 Zuschauern (darunter etwa 1000 Fans aus der Wetterau) in der ausverkauften Eissporthalle am Ratsweg den Löwen Frankfurt; zum ersten Mal in dieser Saison. Matchwinner der Gastgeber: Kris Sparre, der einen Treffer erzielte und zwei Tore auflegen konnte.

Bad Nauheims Trainer Petri Kujala musste später einräumen, dass es ein »verdienter Frankfurter Sieg« war. »Im ersten Drittel waren wir noch im Spiel, insgesamt waren die Löwen aber bissiger. Sie haben ihr Powerplay sehr gut ausgespielt.«

Frankfurt hatte an diesem Abend die Chance, nicht nur auf dem Eis, sondern auch beim eigenen Anhang nach zuletzt sportlichen mageren Wochen zu punkten und kam entsprechend aus der Kabine. Die ersten Minuten und die Mehrzahl der Offensivaktionen gehörten den Löwen, die auch in Sachen Körperspiel die Akzente setzten. Die Gäste, die sich von der Atmosphäre und dem Löwen-Enthusiasmus aber nicht beeindrucken ließen, hatten in Mikko Rämö den gewohnten ruhigen Rückhalt. Als der Finne im Tor tatsächlich schon einmal geschlagen war, da schlug Marc Kohl dem einschussbereiten Nick Mazzolini die Scheibe vorm leeren Tor noch vom Schläger (7.).

Auf der anderen Seite trudelte der Puck ebenfalls einmal auf der Linie, Dusan Frosch konnte das Hartgummi aber nicht im Tor unterbringen. Zum Ende des ersten Durchgangs, in dem sich beide Teams nur wenige Fehler erlaubten, standen die Roten Teufel gleich vier Minuten in Folge mit einem Spieler mehr auf dem Eis, waren im Abschluss aber nicht zwingend genug und ließen diese Gelegenheit liegen.

Fünf Hinausstellungen in den ersten sechs Minuten nach der Pause sorgten für einen zerfahrenen Auftakt ins zweite Drittel. Mit zwei Spielern mehr auf dem Eis benötigte Frankfurt gerade einmal zwölf Sekunden zum Führungstreffer durch Nils Liesegang (21.). Auf der anderen Seite suchten die Gäste gegen die gut sortierte Löwen-Defensive – mit ebenfalls zwischenzeitlich zwei Spielern mehr – vergeblich nach einer Lücke. Ein Lattenschuss von Henri Laurila – an klaren Offensivszenen war es das schon für Bad Nauheim (30.). Kris Sparre hatte da seine individuelle Klasse bereits für Frankfurt effektiv eingebracht, konnte mit einem sehenswerten Solo das 2:0 durch Stefan Chaput vorbereiten (28.). Frankfurt tankte Selbstvertrauen aus dieser Führung, gewann die Zweikämpfe im eigenen Drittel, hatte mehr Biss und ließ Bad Nauheim, das die Scheibe nie so recht zum laufen brachte und sich zu oft verzettelte, kaum kreative Räume.

Im Bemühen, den Anschluss zu erzwingen, eröffneten die Gäste im Schlussabschnitt immer wieder Kontergelegenheiten. Als Frankfurt dann wieder einmal mit einem Spieler mehr auf dem Eis stand, entschied Kris Sparre die Partie mit dem Tor zum 3:0 (51.) endgültig. Den Schlusspunkt setzte Nils Liesegang mit einem verwandelten Penalty.

Löwen Frankfurt: Plante - Vogl, Tomassoni, Card, Henry Martens, Thomas, Cespiva, Schwarz - Liesegang, Mazzolini, Mueller, Brett Breitkreuz, Chaput, Sparre, Opree, Reimer, Laub, Schaub.

EC Bad Nauheim: Rämö - Gerstung, Laurila, Keusen, Kohl, Ketter, Kaisler - Frosch, Dineen, Cameron, Pauli, Lange, Alanov, Hofland, Helms, Strauch, Niederberger, Kammerer, Lascheit.

Steno: Tore: 1:0 (21.) Liesegang (Sparre, Tomassoni - 5-3), 2:0 (28.) Chaput (Sparre, Henry Martens), 3:0 (51.) Sparre (Liesegang, Tomassoni - 5-4), 4:0 (57.) Liesegang (Penalty). - SR: Max Plitz/Ramin Yazdi. - Strafen: Frankfurt 14, Bad Nauheim 12. - Zuschauer: 7000 (ausverkauft). Michael Nickolaus

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