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EC Bad Nauheim löst Playoff-Ticket

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(dbf/mn) Der EC Bad Nauheim hat sein »Rostock-Trauma« aus der Vorsaison (9:10 nach 5:1-Führung) überwunden und in der Endrunden-Gruppe B der Eishockey-Oberliga das Playoff-Ticket vorzeitig gelöst. Beim 7:1 (4:1, 1:0, 2:0)-Erfolg in der Ostsee-Metropole wurde den Gastgebern frühzeitig der Wind aus den Segeln gekommen.

Dreh- und Angelpunkt vor 702 Zuschauern, darunter auch etwa 25 Fans aus der Wetterau, die die strapaziöse Reise auf sich genommen hatten, war die Reihe um Harald Lange. Der Deutsch-Österreicher erzielte drei Treffer und konnte zwei weitere Tore vorbereiten. Patrick Strauch, der anschließend zum besten Spieler der Gäste gewählt worden ist, und Josiah Anderson konnten jeweils zwei Treffer markieren.

In den beiden Derbys mit den Löwen Frankfurt (am Freitag am Ratsweg, am Sonntag im heimischen Colonel-Knight-Stadion) geht’s für die Mannschaft von Frank Carnevale um den Gruppensieg, der Heimrecht im Viertelfinale gegen einen der vier besten Süd-Vereine garantiert.

Die Roten Teufel waren - um eine optimale Vorbereitung sicherzustellen - bereits am Samstag angereist. Und die Mannschaft präsentierte sich am Sonntagabend entsprechend ausgeruht. Bad Nauheim brannte in den ersten Minuten ein regelrechtes Feuerwerk vor Patrick Fücker ab, und dieser wurde nach nur acht Minuten gegen seinen Stellvertreter Tobias John ausgewechselt; zwei Minuten früher noch als beim ersten Aufeinandertreffen in der Vorwoche. Drei Treffer hatten die Gäste zu diesem Zeitpunkt bereits erzielt und waren für eine Unaufmerksamkeit in der Defensive durch den Ehrentreffer von Ex-Teufel Eric Haiduk bestraft worden.

Zum ersten Seitenwechsel waren die Verhältnisse geklärt, zu souverän wirkten die Badestädter, deren Top-Scorer Chris Stanley in dieser Partie das Pech am Schläger kleben sollte. Der Kapitän blieb ohne Punkt. Im Schlussdrittel als es einzig darum ging, ohne Verletzungen aus dem Spiel zu gehen, ergänzte Aaron Reckers (bis dahin siebter Verteidiger) das Duo Jannik Striepeke/Pierre Wex zu einer vierten Angriffsreihe, die reichlich Eiszeit erhielt, so dass die Roten Teufel mit Blick auf die Partien gegen Frankfurt mit ihren Kräften haushalten konnten. Gegen die Löwen zeichnen sich die Comebacks von Daniel Huhn, Eddy Rinke und Janne Kujala ab, was den internen Konkurrenzkampf in dieser Woche mächtig anheizen dürfte.

Rostock Piranhas: Fücker (ab 8. John) - Gall, Kohlstrunk, Frank, Blank, Schmidt, Wegner - Stramkowski, Stratmann, Bartanus, Sulcik, Marsall, Haiduk, Kablau, Schmidt.

EC Bad Nauheim: Ower - Ketter, Miller, Baum, Schreiber, Pöpel, Pietsch - Schlicht, Stanley, Oppolzer, Maaßen, Lange, Strauch, Baldys, May, Anderson, Striepeke, Wex, Reckers.

Tore : 0:1 (3.) Strauch (Lange, Ketter), 0:2 (4.) Anderson (Pietsch), 1:2 (6.) Haiduk, 1:3 (8.) Lange, 1:4 (18.) Lange (Maaßen, Strauch), 1:5 (31.) Lange (Strauch), 1:6 (46.) Strauch (Lange, Maaßen), 1:7 (47.) Anderson (Pietsch). - Strafminuten: Rostock 8, Bad Nauheim 6. - Zuschauer: 702.

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