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EC Bad Nauheim jubelt in Kaufbeuren

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Der EC Bad Nauheim hat wieder einmal einen langen Atem bewiesen. Beim ESV Kaufbeuren gewannen die Roten Teufel am Freitag in der DEL 2 mit 4:3 nach Verlängerung (1:2, 1:1, 1:0, 1:0).

Dabei stand Domenic Bartels zwischen den EC-Posten, weil Keeper Jan Guryca nach der Busreise über Unwohlsein geklagt hatte. Zudem konnte Dan Ringwald nach seiner Verletzung seit dem 24. Oktober erstmals wieder mitwirken. Als fünfter Ausländer musste David Hajek auf der Tribüne Platz nehmen. Vom Kooperationspartner aus Düsseldorf waren Dominik Daxlberger, Jonas Noske und erstmals der Ex-Kaufbeurer Alexander Thiel dabei.

Der ESV Kaufbeuren hatte gleich in den ersten drei Minuten drei große Chancen. Während Brad Snetsinger und Daniel Menge noch vergaben, machte es Michael Fröhlich besser. Er stürmte nach einem Bullygewinn in der eigenen Hälfte los auf das Tor der Gäste und vollstreckte eiskalt zum 1:0 (3.). Von den Gästen kam in den ersten fünf Minuten wenig. Den ersten Schuss auf das Tor von Stefan Vajs gab Nauheims Topscorer Vitalji Aab ab.

Auf der andere Seite machten die Hausherren weiter Druck. Matt Marquardt und Michael Kreitl scheiterten aber jeweils an Domenic Bartels im Tor der Roten Teufel. Das 2:0 fiel in Überzahl nach elf Minuten durch Michael Kreitl. Erst als Kaufbeurens Max Schmidle nach 13 Minuten auf der Strafbank saß, konnten sich die Wetterauer befreien und kamen durch Dan Ringwald auch gleich mit einer der ersten Aktionen zum 2:1-Anschlusstreffer. Fortan war Bad Nauheim besser im Spiel.

Während Vitalji Aab auf der Strafbank saß, gelang den Hausherren zwar wenig, kurz darauf traf aber erneut Michael Fröhlich aus spitzem Winkel. Gästetorhüter Domenic Bartels sah beim 3:1 (23.) nicht gut aus. Bei der Chance von Maximilian Hadraschek (26.) machte er seinen Fehler aber wieder gut und parierte grandios. Auch beim 3:2 der Roten Teufel nach 28 Minuten durch Matt Beca patzte der Schlussmann – dieses Mal Stefan Vajs auf Kaufbeurer Seite.

Die Bad Nauheimer begannen den letzten Abschnitt in Überzahl, doch die Kaufbeurer überstanden diese Phase schadlos. Die Roten Teufel drängten aber weiterhin auf den Ausgleich, Kaufbeuren kam in dieser Phase der Partie nur noch vereinzelt zu Entlastungsangriffen. Drew Paris und Max Campbell nahmen Stefan Vajs im Gastgeber-Tor quasi unter Dauerbeschuss. Doch er hielt dem stand.

Die Bad Nauheimer machten sich das Leben in den Schlussminuten selbst schwer, mussten nach einem Foul von Daniel Ketter in Unterzahl spielen. Doch der ESVK verpasste es, den Sack zuzumachen. Und so fiel eineinhalb Minuten vor Ende doch noch der 3:3-Ausgleich durch Dusan Frosch (59.). In der Verlängerung gelang Drew Paris 19 Sekunden vor der Schlusssirene der Treffer zum 4:3 für die Gäste. Am Sonntag gastiert um 18.30 Landshut im Kurpark.

ESV Kaufbeuren: Vajs – Kwiet, Müller, Heider, Messing, Winkler, Waddell, Stein – Schmidle, Fröhlich, Thomas, Lucas, Hadraschek, Sigl, Marquardt, Menge, Kreitl, Snetsinger.

EC Bad Nauheim: Bartels – Ringwald, Paris, Ketter, Schütz, Noske, Blankart, Baum – Frosch, Lange, Aab, Helms, Campbell, Beca, Oppolzer, May, Strauch, Thiel, Gerbig.

Tore: 1:0 Fröhlich (3.), 2:0 Kreitl (11.), 2:1 Ringwald (13.), 3:1 Fröhlich (23.), 3:2 Beca (28.), 3:3 Frosch (59.), 3:4 Paris (65.)

Strafen: Kaufbeuren 4, Bad Nauheim 10. – Zuschauer: 1317. (schö/mi)

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