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EC Bad Nauheim jubelt

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Vorstoß gestoppt: Stephan Wilhelm (links) vom SC Riessersee stoppt Kyle Helms vom EC Bad Nauheim.	(Foto: Volk)
Vorstoß gestoppt: Stephan Wilhelm (links) vom SC Riessersee stoppt Kyle Helms vom EC Bad Nauheim. (Foto: Volk) © Red

(mn) Bad Nauheim jubelt - und stürzt den SC Riessersee noch tiefer in die Krise. Mit 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) siegten die Roten Teufel am Freitag in Garmisch-Partenkirchen, wo Tim Regan und seine Mannschaft nur eine der letzten sieben Partien gewinnen konnten.

In der Tabelle der Deutsche Eishockey-Liga 2 klettert derweil das Team von Petri Kujala vor dem Heimspiel am Sonntag (18.30 Uhr) gegen Dresden auf Position sieben - das ist die bislang beste Platzierung in dieser Saison. Dustin Cameron und Harry Lange haben für die Wetterauer, die offensiv effektiv auftraten und defensiv auch von den Ungenauigkeiten der Gastgeber profitierten, getroffen.

Die Gäste waren - wie zu erwarten - ohne Vitalij Aab angereist, zudem war Leon Niederberger kurzfristig von seinem Stammverein Düsseldorf für einen DEL-Einsatz abgezogen worden. Kujala standen somit drei Blöcke zur Verfügung, Deion Müller war als zehnter Stürmer mitgefahren.

Die Gastgeber – diesmal mit Ilya Sharipov, der eigentlichen Nummer, zwischen den Pfosten – hatten ihre taktische Ausrichtung den personellen Umständen der vergangenen Wochen angepasst. Angesichts eines kleinen Kaders (nur fünf Verteidiger) verzichtete Regan auf ein kräftezehrendes Forechecking. Das gab Bad Nauheim als Gastmannschaft ungewohnt viel Zeit zum strukturierten Aufbau. Die Gäste kamen gut in die Partie. Nach vier Minuten hatte Nick Dineen vor dem SCR-Tor vielleicht sogar zu viel Zeit und scheiterte am 20-jährigen Schlussmann, der wenig später auch von Andreas Pauli, dem Matchwinner im ersten Spiel, geprüft wurde.

Defensiv machte Bad Nauheim das Zentrum zu, hielt die gefürchtete Reihe mit Matthias Beck, Eric Johansson und Jesse Schultz wirkungsvoll aus der unmittelbaren Tornähe fern und konnte nach 20 Minuten mit einer Führung in die erste Pause gehen. Henri Laurila hatte Dustin Cameron bedient, und der traf mit einem halbhohen (und sicher nicht unhaltbaren) Schuss zum 1:0 ins lange Eck (19.).

In der 23. Minute kam es dann erstmals zum interessanten Duell zwischen dem besten Powerplay-Team der Liga, dem SCR, und der erfolgreichsten Unterzahl-Mannschaft, dem ECN. Und die Hessen konnten ihr Tor effektiv verteidigen. Die Roten Teufel agierten in den zweiten 20 Minuten einen Tick offensiver, insgesamt wurde die Partie lebhafter. Mikko Rämö im Tor der Hessen zeigte sich gegen Mark Heatley reaktionsschnell (27.), auf der Gegenseite verpasste Cameron frei stehend die Chance, die Führung zu erhöhen (28.). Riessersee musste es zumeist aus der Distanz versuchen, hier war Rämö stets ein aufmerksamer Schlussmann. Die Gastgeber bekamen zum Drittelende hin ihre zweite Powerplay-Chance, doch Bad Nauheim traf zum 2:0 als sich Sharipov einen Schuss von Harry Lange selbst ins eigene Tor bugsierte.

Für den SCR-Schlussmann war zur zweiten Pause die Partie beendet - für ihn kam Jochen Vollmer.

Der Anschlusstreffer von Michael Rimbeck machte den Gastgebern dann noch einmal Mut (49.) und läutete eine spannende Schlussphase ein. Als SCR-Allrounder Sean Fischer nach einem harten Einsteigen gegen Dusan Frosch (konnte nach kurzer Behandlung weitermachen) Duschen gehen musste, verpasste Bad Nauheim in fünfminütiger Überzahl die Entscheidung und musste bis zuletzt bangen.

SC Riessersee: Sharipov (ab 41. Jochen Vollmer) – Fischer, Wilhelm, Hummer, Eichinger, Mayr – Beck, Johansson, Schultz, Rimbeck, Heatley, Oakley, Wachter, Florian Vollmer, Richter.

EC Bad Nauheim: Rämö – Laurila, Gerstung, Keussen, Kohl, Kaisler, Ketter – Frosch, Dineen, Cameron, Lascheit, Lange, Pauli, Strauch, Helms, May,

Steno: Tore: 1:0 (19.) Cameron (Laurila, Gerstung), 2:0 (39.) Lange (Kohl 4-5), 2:1 (47.) Rimbeck (Oakley, Heatley). – Schiedsrichter: Elvis Melia. – Strafminuten: Bad Nauheim 4, Riessersee 2 plus fünf Minuten und Spieldauer (Fischer). – Zuschauer: 1800.

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Weißwasser - Frankfurt 1:2

Dresden - Kassel 5:2

Ravensburg - Rosenheim 5:1

Bremerhaven - Heilbronn 6:4

Crimmitschau - Bietigheim 1:3

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