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EC Bad Nauheim gewinnt in Ratingen mit 3:2

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Die Generalprobe für das Derby gegen Frankfurt ist geglückt. Ein Doppelpack von Lanny Gare sowie ein Treffer von Michel Maaßen ebneten dem EC Bad Nauheim gestern Abend vor 482 Zuschauern den Weg zum 3:2 (0:0, 2:0, 1:2)-Erfolg bei den Ratinger Ice Aliens, dem bisherigen Tabellenführer der Eishockey-Oberliga West.

Der dritte Auswärtssieg im vierten Spiel in der Fremde steht aber im Schatten der Verletzung von Dylan Stanley. Der Kanadier, der das Powerplay-Training am Mittwochmittag nach einem Kevin-Lavallee-Schuss auf den Fuß hatte abbrechen müssen, erlitt – wie sich gestern herausstellte – einen Knöchelbruch und fällt mindestens sechs Wochen aus.

»Ich rechne erst Ende des Jahres mit ihm«, sagt Trainer Fred Carroll, der kurz vor der Abfahrt zur gestrigen Partie mit der Hiobsbotschaft konfrontiert worden war. Zu diesem Zeitpunkt wollte Stanley – noch in Unkenntnis der Diagnose – mit einem Tapeverband zunächst noch einen Belastungstest während des Publikumslaufes wagen. Der 27-Jährige, mit acht Treffern in fünf Spielen bis dahin erfolgreichster Torjäger und aufgrund seiner Leistung die Konstante im Team, soll am Dienstag im Hochwaldkrankenhaus operiert werden.

In Ratingen übernahm Manuel Weibler die Stanley-Rolle als Mittelstürmer, während Kevin Lavallee an die Seite von Lanny Gare und Tobias Schwab rückte. Das erste Drittel gehörte den Gastgebern. Die Aliens störten den anfangs verunsicherten und recht ideenlosen Gast tief im eigenen Drittel am Spielaufbau und unterbanden wirkungsvoll das Offensivspiel der Roten Teufel, die in der neutralen Zone zu oft zu einfach und durchsichtig die Scheibe dem Gegner überließen und in den ersten 20 Minuten kaum eine Handvoll Schüsse auf Marc Dillmann abgaben. Markus Keller, Dillmanns Gegenüber, musste hingegen schon nach 21 Sekunden in höchster Not klären, als Ratingen mit einem langen Pass den kompletten RT-Block aus dem Spiel genommen hatte und Lance Monych alleine auf Keller zusteuerte und die beste Chance vergab.

Erst im zweiten Abschnitt fanden die Hessen langsam den Zugriff auf die Partie, wirkten mit zunehmender Dauer auch mit dem Kopf bei der Sache und nahmen auch das Körperspiel besser an. Unterstützt wurden die Roten Teufel gewiss durch zwei Powerplay-Situationen – beide im übrigen durch Pierre Wex herausgeholt. Die nötige Sicherheit gab schließlich der Führungstreffer, den Lanny Gare über die Linie brachte (31.

). Bad Nauheim übernahm die Kontrolle. Die Schlüsselszene folgte in der 39. Minute. Wahrlich spektakulär parierte Markus Keller gegen Christian Kohmann, der vor dem vermeintlich leeren Tor die Arme schon zum Torjubel gehoben hatte, und praktisch mit dem Gegenzug brachte Michel Maaßen dank konsequentem Nachsetzens den Puck zur Zwei-Tore-Führung über die Linie.

Ratingen drängte im Schlussabschnitt auf den Anschluss, doch überstand Bad Nauheim zunächst die Unterzahl-Situationen vier und fünf, ehe Robby Hein Spannung in die Partie bringen konnte (52.). Quasi im Gegenzug verlud Gare Aliens-Schlussmann Dillmann mit einer feinen Finte. Im sechsten Powerplay gelang Monych der erneute Anschluss (58.), eine Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen Thorsten Gries (Stockstich gegen Pöpel) nahm den Gastgebern aber die Chance auf den Ausgleich.

Ratinger Ice Aliens: Dillmann – Ackers, Kiselev, Lahmer, Priebsch, Gross, Schumacher – Monych, Kohmann, Hein, Schiefner, Hendle, Oestereich, Hauptig, Gries, Tegkaev.

EC Bad Nauheim: Keller – Kohl, Ketter, Pöpel, Franz, Baum, Mangold – Schwab, Gare, Lavallee, Maaßen, Weibler, Kujala, Wex, Baldys, Striepeke, Cardona.

Tore: 0:1 (31.) Gare (Schwab, Lavallee), 0:2 (39.) Maaßen (Kujala), 1:2 (52.) Hein (Priebsch, Monych), 1:3 (54.) Gare, 2:3 (58.) Monych (Kohmann, Ackers – 5-4). – Strafminuten: Ratingen 4 plus fünf Minuten plus Spielerdauer (Gries), Bad Nauheim 12. – Zuschauer: 487. Michael Nickolaus

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