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EC Bad Nauheim in Führung

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(mn) Nur noch acht! Der EC Bad Nauheim hat zu Beginn der Playoff-Serien der Eishockey-Oberliga den ersten von insgesamt neun zum Titelgewinn erforderlichen Siegen eingefahren und im Viertelfinale gegen den EHC Klostersee die Führung übernommen.

Vor 1978 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion gewannen die Roten Teufel nach einer zähen wie zerfahrenen Darbietung mit 3:1 (0:0, 3:1, 0:0). Die Partie litt unter der ungemein hohen Erwartungshaltung, die der Derby-Erfolg gegen Frankfurt jüngst geschürt hatte, die allerdings nicht erfüllt werden konnte. Bester Spieler in den Reihen der Gastgeber war Thomas Ower, der in Schlüsselmomenten glänzend parierte. Zudem gefielen Jannik Striepeke und Daniel Huhn, während das Spiel der eigentlichen Leistungsträger unerwartet fehlerbehaftet war.

Die Roten Teufel fanden in den ersten 20 Minuten überhaupt keinen Zugriff auf die Partie, wirkten fahrig und nervös. Nach vorne stockte das Spiel oft bereits mit den Aufbaupässen, die schlampig gespielt wurden, defensiv ließen die Gastgeber zu viele Löcher in der neutrale Zone, was den Gast aus Grafing immer wieder in Position brachte.

Während die Roten Teufel in Überzahl im ersten Abschnitt weitgehend ungefährlich blieben und ein kläglich abgeschlossenes Eins-gegen-Eins von Janne Kujala als größte Chance zu verbuchen hatten, musste Ower wenig später gegen Süd-Top-Scorer Michael Dorr sein gesamtes Können aufbieten, um einen Rückstand zu verhindern.

Mit dem zweiten Abschnitt kehrte Bad Nauheim zu bewährten Formationen zurück, der Führungstreffer durch Striepeke, der blind mit der Rückhand einen Maaßen-Pass auf und in das Tor gebracht hatte, entsprang aber mehr einem glücklichen Zufall. Nur zwei Minuten später nutzte Patrick Cullen mit einem (verdeckten?) Schlenzer von der blauen Linie ins kurze Ecke die einzige Schwäche Owers (31.). Im dritten Powerplay brachte - wiederum nur zwei Minuten später - Brad Miller die Scheibe von der blauen Linie ins Gewühl vor dem Tor, und irgendwie hoppelte das Hartgummi an das Torgestänge und schließlich ins Netz. Drei Minuten später beruhigte eine Direktabnahme von Daniel Oppolzer (nach Konter und Zuspiel Chris Stanley) zum 3:1 die Nerven.

In der Drittelpause wurde Gäste-Spieler Raphael Käfer in die Uniklinik nach Frankfurt gefahren. Der Stürmer war im Zweikampf unglücklich mit dem Kopf gegen die Bande geprallt und klagte anschließend über Taubheitsgefühle.

Bad Nauheim überstand gleich zu Drittelbeginn die dritte Unterzahl-Situation in Folge und konzentrierte sich letztlich darauf, die Führung zu verteidigen - was unterm Strich gelingen sollte.

»Das war nur ein Sieg. Jetzt müssen wir die Reaktion beider Mannschaften am Sonntag abwarten«, meinte RT-Trainer Frank Carnevale, während EHC-Coach Doug Irwin sein Team am Ende dem zweiten Treffer, dem Anschlusstor, näher sah, als Bad Nauheim dem alles entscheidenden vierten Tor.

EC Bad Nauheim : Ower - Ketter, Miller, Schreiber, Baum, Pietsch, Pöpel - Oppolzer, Lange, Strauch, Huhn, Stanley, Rinke, Anderson, May, Schlicht, Maaßen, Striepeke, Kujala.

EHC Klostersee : Morczinietz - Paderhuber, Bergmann, Unverzagt, Nicolai Quinlan, Vollmayer, Christian Hummer - Dominik Quinlan, Dorr, Cullen, Scharf, Kaltenhauser, Acker, Thomas Hummer, Käfer, Eberhardt.

Tore : 1:0 (27.) Striepeke (Maaßen, Kujala), 1:1 (27.) Cullen (Dominik Quinlan), 2:1 (31.) Miller (Strauch, Lange - 5-4), 3:1 (34.) Oppolzer (Stanley, Baum). - Strafen : Bad Nauheim 16, Klostersee 20. - Zuschauer : 1978.

Playoff-Viertelfinale (Best of Five)

Kassel - Weiden 6:0

Selb - Duisburg 1:3

Bad Tölz - Frankfurt 2:6

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