Andreas Pauli trifft als einziger Schütze im Penaltyschießen. FOTO: CHUC
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Andreas Pauli trifft als einziger Schütze im Penaltyschießen. FOTO: CHUC

EC Bad Nauheim

EC Bad Nauheim: Faustdicke Überraschung

  • Michael Nickolaus
    vonMichael Nickolaus
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Respekt! Wer hätte das gedacht? Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat zum Abschluss der Saison-Vorbereitung die Eisbären Berlin aus der DEL mit 4:3 (2:1, 1:0, 0:2/1:0) nach Penaltyschießen geschlagen.

Andreas Pauli konnte als einziger von sechs Schützen verwandeln. Während der regulären Spielzeit hatten Frederik Cabana (2) und James Arniel zur zwischenzeitlichen 2:0- (12.) und 3:1-Führung (23.) für die Roten Teufel getroffen.

Beim Geisterspiel am Samstagnachmittag hatten rund 20 Fans außerhalb des Colonel-Knight-Stadion für etwas Stimmung gesorgt und ihre Team unterstützt.

"Das war eine sehr gute Leistung von uns. Felix Bick im Tor war großartig. Die Verteidigung hat ihm geholfen und wurde wiederum von der Offensive unterstützt. Das ist Teamwork. Wir werden durch dieses Resultat nicht hochnäsig, aber es gibt uns ein gutes Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, um Platz sechs kämpfen zu können", sagt Hannu Järvenpää, der Trainer.

Die Eisbären, am Abend zuvor in Kassel mit 3:1 erfolgreich, hatten nahezu Bestbesetzung aufgeboten. Spieler wie Marcel Noebels, Vorjahres-Topscorer der Hauptstädter, NHL-Erstrundenpick Lukas Reichel oder die Routiniers Frank Hördler und Maxim Lapierre brachten eine sportliche Qualität auf das Eis, wie sie in Bad Nauheim lange, lange Zeit nicht mehr zu sehen gewesen war. Nur Pierre-Cedric Labrie, der selten mit zweistelliger Zahl an Strafminuten aus einer Saison geht, stach mit seinem Spiel negativ hervor.

Bad Nauheim kam gut ins Spiel, nutzte - anders als noch am Donnerstag gegen Freiburg - eiskalt zwei frühe Chancen, nachdem die neutrale Zone zweimal schnell überbrückt worden war. Cabana traf im Nachschuss, Arniel fand direkt die Lücke. Mit dem ersten von zwei Powerplay-Treffern verkürzte Mark Zengerle (14.).

In doppelter Überzahl der Gastgeber wurde Cabana sehenswert freigespielt und traf zum 3:1 (23.). Berlin übernahm dann ab Mitte der Partie die Kontrolle, schnürte Bad Nauheim teils minutenlang im eigenen Drittel ein, doch fanden die Hausherren (spielerische) Mittel, um sich zu befreien. Wie sehr die Eisbären der Rückstand fuchste, machte die körperliche Gangart des hohen Favoriten immer wieder deutlich. Die Roten Teufel blieben hingegen ihrer Linie treu, spielten konzentriert - und hatten in Bick den diesmal wieder gewohnt starken Rückhalt. Zwölf Minuten vor dem Ende verkürzte Hördler aber mit einem fulminanten Schlagschuss, ehe Noebels mit dem zweiten Überzahl-Tor der Eisbären (55.) den Ausgleich herstellen konnte.-

Die Overtime - der Drei-gegen-drei-Vergleich -- würde wohl eher den Gästen in die Karten spielen. Denkste! Die besseren Chancen hatten die Hessen, bevor es dann schließlich im Penaltyschießen ging.

EC Bad Nauheim: Bick - Glötzl, Richardson, Schmidt, Sennhenn, Ketter, Reinig, Gnyp - Cabana, Tessier, Reiter, Pauli, Arniel, Hohmann, Körner, El-Sayed, Ratmann, Üffing, Cornett, Chrobot, Köhler.

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (9.) Cabana (Tessier, Gnyp), 2:0 (12.) Arniel (Hohmann, Pauli), 2:1 (14.) Zengerle (Espeland, Gewanke - PP1), 3:1 (23.) Cabana (Tessier, Schmidt - PP2), 3:2 (48.) Hördler (Streu), 3:3 (55.) Noebels (McKiemen, Gawanke - PP1), 4:3 Pauli (Penalty). - Strafminuten: Bad Nauheim 10, Berlin 12.

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